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Nachbarschaft

Wohnungseigentümer dürfen Rasen für Hunde freigeben

Auslauf für Bello: Eigentümergemeinschaften können einen Hunderasen schaffen. Dafür muss die Mehrheit stimmen.
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Auslauf für Bello: Eigentümergemeinschaften können einen Hunderasen schaffen. Dafür muss die Mehrheit stimmen.

Hunde sind des öfteren Grund für Ärger: Springen sie etwa den Nachbarn an oder hinterlassen ihre Geschäfte vor der Haustür, ist Streit vorprogrammiert. Aber wie sieht es mit einer gemeinschaftlichen Rasenfläche aus: Dürfen Hunde darauf spielen?

Wohnungseigentümer dürfen eine gemeinschaftliche Rasenfläche für Hunde freigeben. Sie können mehrheitlich beschließen, dass sich die Tiere auf der Rasenfläche unter gewissen Voraussetzungen auch unangeleint austoben dürfen.

Den Miteigentümern ohne Hunde entsteht nicht zwangsläufig ein Nachteil, wenn gleichzeitig beschlossen wird, dass die Rasenflächen etwa nicht als Hundeklo benutzt werden dürfen. Darauf weist die Zeitschrift «Das Grundeigentum» hin (Heft 13/2015) und verweist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 8. Mai 2015 (Az.: V ZR 163/14).

In dem verhandelten Fall hatten die Wohnungseigentümer einer Wohnanlage mit sechs Einheiten mehrheitlich beschlossen, dass Hunde der Eigentümer und Mieter auf den Rasenflächen spielen dürfen. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass der Rasen kein Hundeklo ist und die Hunde in keinem Fall Mitbewohner oder Gäste anspringen dürfen. Dagegen wurde geklagt.

Allerdings: Nach Paragraf 15, Absatz 2 des Wohnungseigentumsgesetz können die Wohnungseigentümer durch Stimmenmehrheit einen der Beschaffenheit des gemeinschaftlichen Eigentums entsprechenden ordnungsgemäßen Gebrauch beschließen. Dadurch darf aber keinem anderen Wohnungseigentümer ein Nachteil erwachsen. In dem vorliegenden Fall war dies dadurch gewährleistet, dass die Rasenfläche nicht als Hundetoilette benutzt werden darf und keine Bewohner oder Gäste angesprungen werden dürfen - womit zugleich gesagt ist, dass beim Spielen eine mit dem Hund vertraute Person anwesend sein muss.

dpa

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