Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

S&P stuft Russland auf «Ramschniveau» herab

Für S&P hat die Kreditwürdigkeit Russlands nur noch "Ramschniveau". Foto: Jens Buettner
+
Für S&P hat die Kreditwürdigkeit Russlands nur noch «Ramschniveau». Foto: Jens Buettner

London/Moskau (dpa) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Russlands auf «Ramschniveau» herabgestuft. S&P senkte die Note für die Bonität des wirtschaftlich angeschlagenen Landes am Montag von zuvor «BBB-» auf «BB+».

Moskau habe in seiner Geldpolitik an Flexibilität eingebüßt, begründete die Agentur ihren Schritt. Auch die Wachstumsaussichten hätten sich verschlechtert. Der Ausblick für die weitere Entwicklung Russlands wurde zudem als negativ beurteilt, damit sind weitere Abstufungen möglich.

Der durch Kapitalflucht und den massiven Verfall der Ölpreise unter Druck geratene russische Rubel reagierte mit starken Verlusten auf die Mitteilung. Zwischenzeitlich mussten über 68 Rubel für einen US-Dollar bezahlt werden - über fünf Prozent mehr als vor der Bekanntgabe des neuen Ratings.

Russland droht in diesem Jahr wegen der westlichen Sanktionen und des Ölpreiseinbruchs eine tiefe Rezession. Bei den Ratingagenturen Moody's und Fitch hat das Land derzeit aber noch «Investment-Status».

Die Lage im russischen Bankensystem verschlechtere sich, womit die Geldpolitik der Zentralbank an Grenzen stoße, erklärte S&P. Diese stehe wegen der inflationstreibenden Abwertung des Rubels vor schwierigen Entscheidungen, da sie zugleich das Wirtschaftswachstum stützen müsse. Die Geldhüter hatten im Dezember die Zinsen um 0,75 Prozentpunkte auf 17 Prozent angehoben, um den Rubel attraktiver zu machen und die Inflation in den Griff zu bekommen. Dies verteuert jedoch Kredite für russische Firmen und würgt die Konjunktur ab.

Kommentare