Ausfälle und Verspätungen

Klagewelle gegen Airlines und Reiseveranstalter

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Im vergangenen Sommer hatte es europaweit erhebliche Probleme im Flugverkehr mit Ausfällen und Verspätungen gegeben. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Düsseldorf (dpa) - Flugpassagiere und Pauschalreisende versuchen bei Ausfällen und anderen Mängeln verstärkt ihr Recht vor Gericht durchzusetzen.

Die Amtsgerichte in Düsseldorf und Köln haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der entsprechenden Klagen verzeichnet. Beim Amtsgericht Düsseldorf sind 2018 mehr als 12.000 Klagen aus diesem Rechtsbereich eingegangen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Im Jahr davor habe es nur 5000 neue Klagen mit Bezug auf Flug- und Reiserecht gegeben.

Auch eine Sprecherin des Kölner Amtsgericht berichtete über einen deutlichen Anstieg der Klagen, nannte aber keine Zahlen. Zu möglichen Gründe für den Anstieg machten die Sprecherinnen keine Angaben. Im vergangenen Sommer hatte es europaweit erhebliche Probleme im Flugverkehr mit Ausfällen und Verspätungen gegeben. Ein Grund dafür waren auch die Folgen der Air-Berlin-Pleite. Der WDR hatte über die Zunahme der Klagen in Düsseldorf berichtet.

In Düsseldorf richteten sich den Gerichtsangaben zufolge allein rund 4000 Klagen gegen der Fluggesellschaft Eurowings. Eine Eurowings-Sprecherin verwies darauf, dass die Airline klarer Marktführer in Düsseldorf und Köln sei.

Nach den Problemen in Sommer 2018 hätten alle Airlines ein erhöhtes Beschwerdevolumen abzuarbeiten. Mittlerweile sinke bei Eurowings der Beschwerdeeingang aber kontinuierlich. Eurowings gehöre seit Beginn des Winterflugplans wieder zu den pünktlichsten Airlines in Europa.

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