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Schul- und Kita-Schließungen

Kinderkrankengeld und Corona: Voraussetzungen, Antrag, Höhe - die wichtigsten Infos

Ein Kind steht mit einem Laufrad vor einer Absperrung.
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Die Kita schließt aufgrund von Corona, aber man hat keine Betreuungsmöglichkeit - was dann? Hier helfen die Kinderkrankentage.

Wenn Kita oder Schule wegen Corona schließen, wissen viele berufstätige Eltern nicht, wohin mit dem Nachwuchs. Um Arbeitnehmer zu entlasten, greift dann das Kinderkrankengeld. Was wichtig ist.

Berlin/München - Home-Schooling: Ein Begriff, der für viele Eltern in den vergangenen zwei Jahren wahrscheinlich zum absoluten Unwort geworden ist. Immer häufiger müssen ganze Klassen, oder auch Kindergarten- und Kita-Gruppen zu Hause betreut werden. Grund dafür sind entweder Corona-Fälle in der Klasse oder Gruppe, oder Personalmangel aufgrund von Corona.

Aber wohin nun mit dem Kind, wenn man selbst berufstätig ist? Dafür gibt es die Kinderkrankentage und das Kinderkrankengeld. Insgesamt 30 Arbeitstage dürfen Eltern beantragen. Alleinerziehende erhalten 60 Tage. Vor der Corona-Krise waren es 20 und 50 Tage. Aber wann darf man das überhaupt in Anspruch nehmen? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Kinderkrankengeld: Muss das Kind wirklich krank sein?

Eigentlich muss das Kind krank sein, damit Eltern das Kinderkrankengeld erhalten. Doch in der Coronakrise hat die Regierung diese Regelung an die außergewöhnliche Situation angepasst. Wenn die Kinderbetreuung also aus Pandemie-Gründen eingeschränkt ist, haben Eltern Anspruch auf Kinderkrankengeld. Also nicht nur, wenn das Kind in Quarantäne muss, sondern auch, wenn die Einrichtung aufgrund von Corona* geschlossen werden muss. Das gilt nach Angaben des Bundesfamilienministeriums bis 19. März 2022.

Welche Voraussetzungen müssen Eltern und Kinder erfüllen?

Sowohl der entsprechende Elternteil, der das Kinderkrankengeld beantragt, als auch das Kind müssen gesetzlich krankenversichert sein. Zudem darf das Kind nicht älter als zwölf Jahre als sein und es darf keine andere Person im Haushalt leben, die das Kind betreuen könnte.

Auch wer Elterngeld bezieht und in Teilzeit arbeitet, darf die Kinderkrankentage nutzen - und zwar ohne, dass das Elterngeld dadurch reduziert wird. Minijobber dürfen sich zwar unbezahlt freistellen lassen, haben jedoch keinen Anspruch auf das Kinderkrankengeld.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld und wie wird es beantragt?

In der Regel beträgt das Kinderkrankengeld 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Beantragt werden kann es bei der jeweiligen Krankenkasse, bei der Elternteil und Kind versichert sind. Manche Krankenkassen verlangen eine Bescheinigung der Kita oder Schule. Dafür stellt das Bundesfamilienministerium* auf seiner Website ein Muster zur Verfügung.

Wie flexibel können Kinderkrankentage genommen werden?

Eltern können die Kinderkrankentage auch auf einzelne Wochentage aufteilen. So könnten beispielsweise in einer Woche nur zwei Tage genommen werden, wenn sich an den restlichen Tagen jemand anderes um die Betreuung kümmern kann. Eine Freistellung für lediglich einen halben Tag oder ein paar Stunden ist allerdings nicht möglich.

Kinderkrankentag trotz Home-Office: Ist das möglich?

Auch Eltern, die von zu Hause aus arbeiten oder arbeiten können, haben Anspruch auf Kinderkrankengeld. Arbeitgeber dürfen außerdem nicht verlangen, dass statt des Kinderkrankengelds einfach Überstunden abgebaut werden. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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