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Luftverkehr

Boeing und Airbus schließen Bündnisse für CO2-Reduktion

Luftfahrtmesse Farnborough
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Ein Boeing 777X Flugzeug fliegt auf der Farnborough Air Show vorbei.

Es wird noch lange dauern, bis der Luftverkehr klimaneutral ist. Um den Prozess zu beschleunigen, schließen die größten Flugzeugbauer nun Bündnisse, um CO2 aus der Luft zu ziehen.

Farnborough - Zum Start der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough versuchen Flugzeugbauer und Airlines ihre Bemühungen gegen den Klimawandel mit neuen Vereinbarungen zu untermauern.

Der US-Flugzeughersteller Boeing verbündete sich dazu mit dem Unternehmen Alder Fuels, das ein Vorprodukt für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) aus Überresten von Wald und anderer Biomasse herstellt. Dies teilte Boeing am Montag auf der Messe südwestlich von London mit. Der Flugzeugbauer Airbus will mit mehreren Airlines wie Lufthansa und Easyjet die Entwicklung einer Technik unterstützen, mit deren Hilfe CO2 direkt aus der Luft gezogen und unter der Erde gespeichert wird.

Zwar könne die Luftfahrtindustrie die CO2-Emissionen nicht direkt an den Flugzeugen abscheiden, räumte Airbus ein. Eine Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff aus der Luft würde es der Branche jedoch ermöglichen, die entsprechende Menge an Emissionen aus seinem Betrieb an anderer Stelle auszugleichen. Diese Technik solle den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe ergänzen. Außerdem arbeitet Airbus an einem Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb, das im Jahr 2035 erstmals ausgeliefert werden soll.

Der jüngsten Vereinbarung zur CO2-Speicherung zufolge sollen die beteiligten Fluggesellschaften vorab Emissionsminderungsgutschriften für die Jahre 2025 bis 2028 erwerben. Als Ziel gilt ein CO2-neutraler Luftverkehr bis zum Jahr 2050. Da Flugzeuge mit herkömmlicher Triebwerkstechnik weiter CO2 ausstoßen, will die Branche den nötigen Ausgleich anderweitig schaffen. So wurde das in SAF gebundene CO2 vor der Herstellung der Luft entzogen - etwa weil die Treibstoffe aus Biomasse oder Speiseölresten hergestellt werden. Eine weitere Methode ist das sogenannte Power-to-Liquid-Verfahren. Die Flugzeughersteller wollen ihre Maschinen dafür tauglich machen, dass sie in einigen Jahren vollständig mit SAF betrieben werden können. Bisher gibt es diese Kraftstoffe jedoch in viel zu geringen Mengen. dpa

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