Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bauern wehren sich gegen Kritik an ihrer Arbeit

Die Bauern wehren sich gegen Kritik und verweisen etwa auf bereits eingeleitete Anstrengungen für bessere Bedingungen in den Ställen. Foto: Boris Roessler
+
Die Bauern wehren sich gegen Kritik und verweisen etwa auf bereits eingeleitete Anstrengungen für bessere Bedingungen in den Ställen. Foto: Boris Roessler

Viele Bauern sehen sich zunehmend etwa wegen der Haltungsbedingungen ihrer Tiere an den Pranger gestellt. Auf dem Deutschen Bauerntag in Erfurt wollen sie deswegen über die künftige Ausrichtung ihrer Branche beraten.

Erfurt (dpa) - Deutschlands Bauern wollen gegen die wachsende Kritik an ihrer Arbeit in die Offensive gehen.

«Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft und Ausrichtung der Landwirtschaft polarisiert sich zunehmend und gibt den Bauernfamilien Anlass zur Sorge», konstatierte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor dem Deutschen Bauerntag an diesem Mittwoch und Donnerstag in Erfurt. «Wir haben bisher viel erreicht und hohe Standards etabliert, was jedoch zunehmend infrage gestellt und wegdiskutiert wird.»

Die Kritik entzündet sich unter anderem an umstrittenen Praktiken in der Tierhaltung wie das Schreddern männlicher Küken, das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung und den Einsatz von Antibiotika. Zudem wird die Landwirtschaft für hohe Nitratbelastungen in Gewässern und von Umweltschützern immer wieder für den großflächigen Einsatz von Insektiziden und Herbiziden kritisiert.

Zum Bauerntag werden rund 600 Delegierte erwartet, die über eine «Erfurter Erklärung» beraten. Im Entwurf wird ein wirksames Konzept gefordert, um den Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch den Straßen- und Siedlungsbau einzudämmen. Außerdem wird darin eine Begrenzung der Tierzahl pro Betrieb abgelehnt und auf bereits eingeleitete Anstrengungen für bessere Bedingungen in den Ställen verwiesen - etwa mit der Initiative Tierwohl. Zugleich wird vor «überzogenen Auflagen» für die Düngung der Felder gewarnt.

«Wir fordern einen ehrlichen und nicht ideologisch geprägten Dialog mit allen Akteuren», betonte Thüringens Bauernpräsident Helmut Gumpert am Dienstag. Nur so seien der Fortbestand der Landwirtschaft in Deutschland und das Niveau der Lebensmittel aus heimischer Produktion zu garantieren. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen die Bauern am Donnerstag mit 60 Traktoren zu einer Protestkundgebung anrücken. Dabei geht es auch um die Sorge angesichts gesunkener Erzeugerpreise etwa bei der Milch. An dem Tag wird Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in Erfurt erwartet.

Kommentare