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Party in Thialf: Kramer holt historischen Titel

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Im Finalrennen über 10 000 Meter machte Sven Kramer in 12:57,97 Minuten die 4,92 Sekunden Vorsprung des überraschend stark laufenden Amerikaners Jonathan Kuck mehr als wett.

Heerenveen - Oranje-Party in Heerenveen, 12 000 Fans aus dem Häuschen: Olympia-Pechvogel Sven Kramer hat sich am Sonntag als erster Eisschnellläufer der Welt zum vierten Mal in Serie die Mehrkampf-Krone aufgesetzt.

Damit gelang “Sven the Man“ der Komplett- Triumph im Olympiaden-Zeitraum: Seit Turin 2006 gewann der Eis- Millionär alle je vier Mehrkampf-Welt- und Europameisterschaften, dazu sämtliche neun WM-Titel über 5000 und 10 000 Meter sowie in der Team-Verfolgung. In der 121-jährigen Geschichte der Allround- Titelkämpfe rangieren nun nur noch der Norweger Oscar Mathisen (1908- 1914) und der Finne Clas Thunberg (1923-1931) vor ihm, die mit Unterbrechungen je fünfmal Weltmeister waren.

Die Schmach von Richmond konnte der 23-Jährige zwar damit nicht vergessen machen, als er im 10 000-Meter-Rennen von seinem Trainer in die falsche Bahn eingewiesen worden war und damit sein zweites Olympia-Gold verpasst hatte. Doch die Herzen der Fans in der Thialf- Arena hat der nicht unumstrittene, weil arrogant auftretende Ausnahmeläufer nun zurückerobert. Im Finalrennen über 10 000 Meter machte er in 12:57,97 Minuten die 4,92 Sekunden Vorsprung des überraschend stark laufenden Amerikaners Jonathan Kuck mehr als wett.

Der 20-jährige Kuck, im Vorjahr Zweiter der Junioren-WM, belegte vor dem Norweger Havard Bökko den zweiten Rang im Endklassement. Die beiden Deutschen kamen bei der letzten Inszenierung der Eis-Saison über Nebenrollen nicht hinaus. Patrick Beckert (Erfurt) wurde 18., Marco Weber (München) enttäuschte als 23. und Letzter. Damit hatten beide das Finale der besten 12 klar verpasst. “Ich war froh, hier überhaupt dabei zu sein. Damit habe ich in meinem ersten Männer-Jahr gleich alle Höhepunkte erlebt“, meinte der 19-jährige Bruder von Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert nicht unzufrieden. Die dreifache Medaillen-Gewinnerin von Richmond hatte tags zuvor als Dritte über 3000 Meter das Finale der Damen über 5000 Meter erreicht. Ihre Team-Gefährtin Daniela Anschütz-Thoms steuerte indes wie so oft auf den undankbaren vierten Platz zu. Nach verpatztem Auftakt über 500 Meter litt die 35-jährige Erfurterin unter der schlechten Eis-Qualität im 3000-Meter-Rennen und haderte gestenreich mit den Eismeistern, die es nicht schafften, die “gefrorenen Wasserhaufen“ zu glätten. “Die Eis-Qualität war eine bodenlose Frechheit. Eine Katastrophe. Das war einer WM unwürdig“, schimpfte sie. Nach dem erneuten vierten Platz über 1500 Meter stand sie als Fünfte des Klassements vor dem Schlussrennen bei einem Rückstand von 10,38 Sekunden auf die Podiumsplätze im Kampf um eine Medaille vor einer unlösbaren Aufgabe.

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