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Neue Empfehlung

WHO: Hormonbehandlung für schwerkranke Covid-19-Patienten

Dexamethason: Der Wirkstoff wird oral oder intravenös verabreicht. Foto: Shutterstock/Tobias Arhelger/BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie/obs
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Dexamethason: Der Wirkstoff wird oral oder intravenös verabreicht. Foto: Shutterstock/Tobias Arhelger/BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie/obs

Neue Studien legen nahe, dass bestimmte Kortikosteroide den Verlauf bei schwerer Covid-19-Erkrankung lindern kann.

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Empfehlungen zur Behandlung von schwerkranken Patienten mit Covid-19 veröffentlicht.

Sie sollten systematisch mit bestimmten Kortikosteroiden behandelt werden, heißt es in den am Mittwoch veröffentlichten Richtlinien. Patienten mit leichtem Verlauf der Krankheit, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst wird, sollen ausdrücklich nicht mit den Wirkstoffen behandelt werden.

Die Empfehlung geht auf Erkenntnisse aus Studien mit verschiedenen Medikamenten für Covid-19-Erkrankte zurück. Kortikosteroide beeinflussen unter anderem den Stoffwechsel, den Wasser- und Elektrolythaushalt, das Herz-Kreislauf- und Nervensystem. Sie sind in der medizinischen Praxis gut bekannt und werden unter anderem bei Immunerkrankungen eingesetzt.

Ein Wirkstoff aus der Gruppe ist Dexamethason, für das Analysen zeigten, dass es die Sterberate bei bestimmten Covid-19-Patienten vermindern kann. Es bekämpft nicht das Virus selbst, sondern bremst die vielfach überschießende Reaktion des Immunsystems aus. Zur Gruppe zählen auch Hydrokortison und Methylprednisolon.

© dpa-infocom, dpa:200902-99-407101/2

WHO-Empfehlung

Kortikosteroid-Studie 1

Kortikosteroid-Studie 2

Kortikosteroid-Studie 3

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