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Corona-Pandemie

Tiefststand bei Corona-Toten seit November

Sarg
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Ein Sarg mit der Aufschrift «Achtung! Covid-19» steht in einem Krematorium in Baden-Württemberg.

Die Interpretation sei schwierig, sagen die Experten, aber die Zahlen zu den Corona-Todesfällen deuten auf einen ersten Erfolg der Impfkampagne in Deutschland hin.

Berlin (dpa) - Die Zahl der binnen 24 Stunden ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat den tiefsten Wert seit Anfang November erreicht - allerdings ist diese Entwicklung mit Vorsicht zu interpretieren.

Die Behörden der Bundesländer übermittelten im Laufe des Sonntags 60 neue Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Kann sich der Trend fortsetzen? Ist das auch eine Folge der Impfungen bei Hochbetagten? Bei der Interpretation des Tiefststandes sind mehrere Dinge zu beachten:

- Der Wert bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen.

- An Montagen sind die Zahlen generell besonders niedrig, weil an Sonntagen weniger gemeldet wird. Am Montag vor einer Woche lag der Wert bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343.

- Die Zahl der Corona-Toten hinkt der Entwicklung bei den Infektionszahlen erwartungsgemäß hinterher. Das RKI zitiert Forschungsergebnisse, denen zufolge zwischen Symptombeginn und Tod mehr oder weniger zwei Wochen vergehen. Die Zahl der Neuinfektionen hatte Anfang 2021 über mehrere Wochen deutlich abgenommen und Mitte Februar die tiefsten Werte erreicht. Dass nun auch die Todeszahlen vergleichsweise tiefe Werte erreichen, war deshalb auch erwartbar.

- Die Impfungen von Hochbetagten, die grundsätzlich ein besonders hohes Sterberisiko haben, könnten eine Rolle spielen. So hat die Mehrheit der Pflegeheimbewohner bereits zwei Dosen und damit den vollen Impfschutz erhalten. «Das Risiko, an Corona zu erkranken, hat sich für unsere höchstbetagten Bürgerinnen und Bürger deutlich reduziert», hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag gesagt. Und RKI-Präsident Lothar Wieler ergänzte, dass die Fallzahlen bei den Über-80-Jährigen weiter abnehmen, obwohl es nach wie vor Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern gebe. «Das ist wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfung.»

© dpa-infocom, dpa:210301-99-638587/5

RKI-Angaben zum zeitlichen Abstand von Symptombeginn und Tod

RKI-Fallzahlen

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