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Flug zur ISS

Astronaut Gerst: Bei Esa-Bewerbung mit Ablehnung gerechnet

Astronaut Alexander Gerst
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Der deutsche Astronaut Alexander Gerst führt ein Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS durch.

Müssen Astronauten Supermänner sein? Wohl eher nicht unbedingt. Gut also, dass Alexander Gerst mit der Bewerbung bei der Esa seinem Traum eine Chance gegeben hat.

Köln/Paris (dpa) - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst (44) hat bei seiner Bewerbung 2008 bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa mit einer Ablehnung gerechnet.

«Ich dachte, Astronauten müssten Supermänner sein - und mir war ja klar, ich hingegen bin nur ein Mensch», sagte Gerst der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem habe er die Statistik gekannt. «Da bewerben sich Tausende Menschen, ausgewählt werden aber nur vier bis sechs. Es wäre schon sehr überheblich, da zu denken: "Klar schaffe ich das". Es geht vielmehr darum, seinem Traum eine faire Chance zu geben.»

Der Geophysiker aus Künzelsau (Baden-Württemberg) wurde genommen und flog 2014 und 2018 zur Internationalen Raumstation ISS.

Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt sucht die Esa ab Ende März wieder neue Raumfahrerinnen und Raumfahrer. Die Organisation hält dabei auch Ausschau nach Astronautinnen und Astronauten mit einem bestimmten Grad an körperlicher Behinderung. «Wir brauchen im Astronautenkorps eine gute Repräsentanz der Gesellschaft», sagte Gerst. «Es geht nicht darum, Menschen mit Behinderungen einen Gefallen zu tun. Sondern dass wir Diversität als Chance sehen.»

© dpa-infocom, dpa:210305-99-697128/2

Esa-Mitteilung

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