Ausmaß der Klimaerwärmung

Ozeane immer wärmer: Düstere Szenarien prophezeit - katastrophale Folgen drohen

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Die Temperaturen der Ozeane steigen weiter an. Forscher gehen davon aus, dass sich die Menschen deshalb auf extreme Wetterphänomene vorbereiten müssen.

  • Forscher aus China kamen zu dem Ergebnis, dass die Ozeane in den vergangenen Monaten wärmer waren als in den letzten 70 Jahren.
  • Sollten die Temperaturen der Meere weiter ansteigen, drohen schwerwiegende Wetterkatastrophen.
  • Die Wissenschaftler fordern dazu auf, endlich effektiv gegen den Klimawandel vorzugehen.

Peking, China - Das drastische Ausmaß des Klimawandels zeigt sich erneut dank Untersuchungen von Forschern an Chinas Akademie der Wissenschaften (CAS). Diese stellten mithilfe neuster Methoden fest, dass die Meerestemperatur im Jahr 2019 bis in zwei Kilometer Tiefe um circa 0,075 Grad über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010 lag. Generell sollen die Ozeane in den letzten zehn Jahren die höchsten Temperaturen seit den 1950er-Jahren aufgewiesen haben.

Ozeane geben Aufschluss über das Ausmaß der Klimaerwärmung

Die Beobachtung der Ozeane sei wichtig, denn immerhin sollen sich seit 1970 mehr als 90 Prozent der Erderwärmung auf die Meere ausgewirkt haben. Gerade mal vier Prozent sorgten für höhere Temperaturen über dem Wasser. Die Wissenschaftler stellten jene Erkenntnisse im Fachmagazin „Advances in Atmospheric Sciences“ vor und kamen sogar noch zu einem viel gravierenderem Ergebnis: In den letzten 25 Jahren sei Energie in Form von Wärme in die Ozeane übergegangen, die 3,6 Milliarden Atombombenexplosionen entsprechen soll.

Über Temperaturen, Niederschlag und weiteren Wetter-Daten im deutschen Durchschnitt hat Merkur.de* eine Übersicht.

Wärmere Ozeane: Wissenschaftler prophezeien düstere Folgen

Die Forscher fordern zum schnellen und effektiven Handeln auf, andernfalls drohen in den nächsten Jahren noch viel katastrophalere Wetterphänomene. Hierzu zählen unter anderem verheerende Wirbelstürme, heftige Niederschläge und Waldbrände, wie sie beispielsweise gerade in Australien wüten. Zudem steigt der Meeresspiegel dank thermischer Ausdehnung, während Sauerstoffarmut im Wasser die Lebensbedingungen für zahlreiche Meeresbewohner erschwert.

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Ausufernde Brände in Australien! Diese Feuer sind beispiellos, Häuser brennen, Menschen sterben, die Tierwelt leidet. Das ist nicht normal, das ist die Klimakrise. Wissenschaftler*innen führen hierbei die ungewöhnlich heftigen und früh in der Feuersaison entstandenen Brände auf die globale Erhitzung zurück. Die Brände wurden von einer anhaltenden Dürre und Temperaturen bis zu 46 °C (ohne Hitze des Feuers) begleitet. Wir brauchen mehr Maßnahmen für den Klimaschutz. ☝️ @greenpeaceap fordert Premierminister Scott Morrison auf, den Klimawandel ernst zu nehmen und seine Arbeit zu tun, indem er die seit vier Jahren steigenden Treibhausgasemissionen Australiens dringend reduziert. Unser Haus brennt, wo bleiben die Löschmaßnahmen? ♨️‍ . Foto: ©️ Daniel Knox (@daniel_djk_knox ) and horsleyparkfb . . . . #australiaburns #climateemergency #bushfireemergency #thisisclimatechange #climatecrisis #klimakrise #fridaysforfuture #climatechange #savetheplanet #klimaschutz #HouseOnFire #greenpeace #climatejustice ##weareunstoppable

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Maßnahmen gegen eine weitere Erwärmung

In Bezug darauf, welche Gegenmaßnahmen getroffen werden können, zitiert die Deutsche Presse Agentur John Abraham, Ko-Autor und Professor an der amerikanischen University of St. Thomas: „Wir können unsere Energie klüger nutzen, und wir können unsere Energiequellen diversifizieren. Wir haben die Macht, dieses Problem zu verkleinern.“

Selbst wenn die Erderwärmung eingebremst wird, kann es lange dauern, bis die Meere auf die Veränderung reagieren. Temperaturen steigen im Wasser möglicherweise weiter an, während sie in der Luft stagnieren. Trotzdem sollte das Ziel, Treibhausgasemissionen einzudämmen, weiterhin verfolgt werden, appellieren die Wissenschaftler.

Ein ungewöhnliches Wetter-Phänomen spült zehntausend tote Vögel an US-Küsten an Land. Jetzt haben Forscher die Ursache für das Massensterben entdeckt.

soa

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Rubriklistenbild: © dpa / Marcus Brandt

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