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„Apokalypse“ und „Hölle auf Erden“

Zahl der Toten steigt auf fünf - Bilder zeigen Ausmaß der Tornado-Verwüstung in Tschechien

Unwetter in Tschechien
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Tornado in Tschechien.

Ein schweres Unwetter hat in Tschechien eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Es sind Bilder, wie man sie sonst nur aus Nordamerika kennt.

Update, 12.20 Uhr - Zahl der Toten nach Tornado steigt auf fünf

Die Zahl der Todesopfer durch den Tornado am Donnerstag in Tschechien stieg nun auf fünf Personen an. Das teilten Polizei und Rettungsdienste am Freitag mit. Rund 200 Menschen wurden verletzt, davon mussten knapp 60 stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die Suche nach möglichen Verschütteten dauerte an. Hunderte Feuerwehrleute gingen in den zerstörten Gemeinden von Haus zu Haus. Auch Spürhunde halfen bei der Suche. Aus anderen Teilen des Landes machte sich weitere Verstärkung auf den Weg. Die Armee schickte Soldaten mit schwerer Technik. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis sprach von einer „Apokalypse“.

Der tschechische Innenminister Jan Hamacek machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Er sprach von einer „gewaltigen Katastrophe“. Ministerpräsident Babis wollte das Unglücksgebiet am Nachmittag nach seiner Rückkehr aus Brüssel besuchen. Die Regierung versprach schnelle finanzielle Hilfe für die Betroffenen, von denen viele das Dach über dem Kopf verloren haben. Die Region an der Grenze zu Österreich ist als Weinanbaugebiet bekannt und auch bei Touristen beliebt.

Update, 10.15 Uhr - Bilder zeigen Ausmaß der Verwüstung

Das schwere Unwetter mit einem Tornado hat im Südosten Tschechiens mindestens drei Menschen getötet. Das teilten die Rettungsdienste am Freitag mit. Rund 200 Menschen wurden verletzt, davon mussten knapp 60 stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der Tornado hatte am Donnerstagabend sieben Dörfer in der Region Südmähren verwüstet. Häuser wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen und Autos umhergeschleudert.

Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer

Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © álek Václav/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Vaclav Salek/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Vaclav Salek/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Salek Vaclav/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Salek Vaclav/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Salek Vaclav/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Salek Vaclav/dpa
Unwetter in Tschechien
Tornado in Tschechien verwüstet sieben Dörfer © Salek Vaclav/dpa

Update, 8.07 Uhr - Mindestens drei Tote nach Tornado in Tschechien

Das schwere Unwetter im Südosten Tschechiens hat mindestens drei Menschenleben gefordert. Das sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte am Freitag im Fernsehsender CT. Ein Tornado hatte am Donnerstagabend sieben Dörfer in der Region Südmähren verwüstet. Häuser wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen und Autos umhergeworfen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, davon mindestens 10 schwer.

Viele Einwohner der betroffenen Gemeinden stehen unter Schock. „Auf einmal habe ich ein merkwürdiges Dröhnen gehört, als ob ein Zug näherkommen würde“, sagte ein Augenzeuge der Zeitung „Pravo“. „Dann begann die Hölle, alles flog herum.“ Sein Haus habe kein Dach mehr, keine Zimmerdecke, keine Fenster, berichtete ein anderer. Die Region an der Grenze zu Österreich ist als Weinanbaugebiet bekannt. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis will das Unglücksgebiet am Nachmittag nach seiner Rückkehr aus Brüssel besuchen. Die Regierung versprach schnelle finanzielle Hilfe für die Betroffenen, von denen viele das Dach über dem Kopf verloren haben.

Update, 25. Juni, 5.44 Uhr - Tote und viele Verletzte nach Tornado in Tschechien

Bei einem Unwetter mit einem Tornado sind im Südosten Tschechiens am Donnerstag Menschen ums Leben gekommen und verletzt worden. Die genaue Zahl der Todesopfer war nach Angaben des Rettungsdienstes zunächst nicht bekannt.

Das Krankenhaus in Hodonin meldete rund 200 Verletzte. In mehreren Dörfern seien Dächer abgedeckt, Fensterscheiben zerstört, Bäume umgestürzt und Autos umhergeschleudert worden, berichtete der Fernsehsender CT. Die Situation dort sei wie in einem Krieg, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech im Fernsehen.

„Alles, was Arme und Beine hat, fährt dorthin“

Mehrere Busse seien bei dem Unwetter in Südmähren nahe der Grenze zu Österreich umgestürzt, berichtete der Fernsehsender CT. Alle verfügbaren Einsatzkräfte seien auf dem Weg in die Region, sagte Innenminister Jan Hamacek. „Alles, was Arme und Beine hat, fährt dorthin.“

Auf Bildern und Videos in den sozialen Medien war eine gewaltige Windhose zu sehen. Der Wetterdienst CHMU bestätigte später, dass es sich um einen Tornado gehandelt habe. Besonders betroffen waren die Gemeinden Hrusky mit knapp 1500 und Moravska Nova Ves mit rund 2600 Einwohnern. Der stellvertretende Bürgermeister Hruskys sagte der Agentur CTK, dass der halbe Ort dem Erdboden gleichgemacht worden sei. „Geblieben sind nur die Mauern, ohne Dach, ohne Fenster“, sagte er. Die Menschen hätten sich vor dem Unwetter nicht schützen können.

Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen verursachen große Schäden

Mehrere Rettungsstaffeln mit Hunden waren unterwegs ins Einsatzgebiet, um in Gebäuden nach möglichen Verschütteten suchen. Die Feuerwehr ging von Haus zu Haus. „Hier herrscht großes Chaos, große Panik“, sagte ein Augenzeuge in der Gemeinde Luzice dem Sender CT. Viele Häuser sollen einsturzgefährdet sein. Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zu mehreren Orten, um Schaulustige fernzuhalten.

Den ganzen Abend zogen schwere Sommergewitter durch Südmähren, das für seine Weinanbaugebiete bekannt ist. Die Notrufleitungen waren überlastet. In den Verwaltungsbezirken Breclav und Hodonin fielen nach Berichten in den sozialen Medien Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen. Am Schloss Valtice, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, entstand Millionenschaden. An dem Barockbau aus dem 17. Jahrhundert barsten zahlreiche Fensterscheiben.

32.000 Haushalte ohne Strom

Die Autobahn D2, die von Brünn (Brno) nach Breclav führt, war nicht befahrbar, weil eine Hochspannungsleitung auf die Fahrbahn gestürzt war. Rund 32.000 Haushalte waren ohne Elektrizität.

Die Regierung in Prag versetzte Kräfte der Armee für einen möglichen Hilfseinsatz in Bereitschaft. Österreich schickte 20 Krankenwagen und zwei Rettungshubschrauber, auch die benachbarte Slowakei entsandte Hilfe. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis ließ mitteilen, dass er wegen des Wetters in Europa nicht mit dem Flugzeug aus Brüssel zurückkehren könne, wo er an einem EU-Gipfel teilnimmt.

Update, 22.39 Uhr - Dörfer verwüstet, Nachbarländer schicken Hilfe

Ein Tornado hat am Donnerstag im Südosten Tschechiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Weit über 100 Menschen dürften nach ersten Angaben verletzt worden sein, nach einer ersten Schätzung der Feuerwehr könnte es bis zu 150 Verletzte geben. Mindestens fünf Menschen wurden laut übereinstimmenden Medienberichten getötet. In mehreren Dörfern seien Dächer abgedeckt, Fensterscheiben zerstört und Autos umhergeschleudert worden, berichtete der Fernsehsender CT am Donnerstagabend. Mehrere Busse seien bei dem Unwetter in Südmähren umgestürzt. Alle verfügbaren Einsatzkräfte seien auf dem Weg in die Region, sagte Innenminister Jan Hamacek. Mehrere Rettungsstaffeln mit Hunden waren auf dem Weg, um in Gebäuden nach Verschütteten zu suchen.

Der stellvertretende Bürgermeister des Dorfes Hrusky sagte laut dpa der Agentur CTK, dass der halbe Ort dem Erdboden gleichgemacht worden sei. In den Verwaltungsbezirken Breclav und Hodonin sind laut sozialen Medien Hagelkörner in der Größe von Tennisbällen zu Boden gefallen.

Verdrehte Masten einer Hochspannungsleitung an der Autobahn D2 bei Breclav. 

Die Autobahn-Verbindung, welche von Brünn (Brno) nach Breclav führt, ist nicht befahrbar, da Hochspannungsleitungen auf die Fahrbahn gestürzt waren. Aus Tschechiens Nachbarländern befinden sich die ersten Hilfskräfte auf dem Weg ins Katastrophengebiet: Österreich entsendete Kräfte des Roten Kreuzes sowie zwei Rettungshubschrauber, auch die Slowakei bot bereits ihre Hilfe an.

Erstmeldung:

Mehrere Tote forderte ein Tornado im Raum Mikulov in Tschechien. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen mindestens fünf Menschen getötet worden sein, die Zahl der Verletzten habe die 100-er Grenze überschritten. Dutzende Einsatzkräfte befinden sich vor Ort, auch aus Österreich befinden sich Kräfte des Roten Kreuzes auf dem Weg in das Gebiet.

„Wir haben zwölf Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug in das Gebiet entsendet, weitere Einheiten aus dem Weinviertel wurden schon nachalarmiert“, erklärt etwa Pressesprecher Andreas Zenker vom Roten Kreuz Niederösterreich. Die tschechischen Behörden sprechen von furchtbaren Szenen, die sich vor Ort abspielten.

dp/dpa

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