Gab es ein Verbrechen?

Mysteriöses Geständnis im Gipfelbuch: Polizei ermittelt wegen unheimlicher Zeilen - dann nimmt der Fall eine Wende

Gab es ein Verbrechen? Es sind Zeilen, die verstören. Ein Eintrag in einem Gipfelbuch stellt die Polizei in Tirol vor ein Rätsel. Nun gibt es eine Wende.

  • Mit einem Eintrag in einem Gipfelbuch befasst sich die Polizei in Tirol.
  • Auf der Hüttenspitze im Halltal bei Absam (Österreich) hat jemand ungewöhnliche Zeilen hinterlassen.
  • Steckt dahinter tatsächlich ein Verbrechen? Nun befasst sich die Staatsanwaltschaft damit.

Update vom 9. September: Mit einem Eintrag im Gipfelbuch musste sich das Landeskriminalamt befassen. Ein Wanderer hatte eigenartige Zeilen in dem Gipfelbuch auf der Hüttenspitze im Karwendelgebirge in Österreich gelesen und eine Anzeige bei der Polizei in Tirol erstattet. Ein Unbekannter hatte einen Satz geschrieben, der auf ein Verbrechen hinweisen könnte (s.u. Erstmeldung). Der Wortlaut, es sei „ungewollt eine schwere Straftat“ begangen worden, konnte vieles bedeuten, die Polizei musste ermitteln. Die Behörden starteten einen Zeugenaufruf und baten den Verfasser oder die Verfasserin sich zu melden. Nach diesem Aufruf hat sich jetzt der Urheber des mysteriösen Eintrages im Gipfelbuch gemeldet. Offenbar plagte ihn das schlechte Gewissen zu sehr.

Ein 26-jähriger Österreicher kontaktierte am Dienstag das Landeskriminalamt Tirol. Er habe den Gipfelbucheintrag verfasst, sagte der junge Mann. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass der 26-Jährige „aus Unbesonnenheit“ gehandelt hat. Die Begehung einer Straftat bestritt er. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wird den Sachverhalt nun strafrechtlich beurteilen.


Mysteriöses Geständnis im Gipfelbuch: Polizei prüft unheimliche Zeilen - und sucht nach den „Mountainboys“

Erstmeldung vom 8. September 2020

Halltal - Es klingt völlig bizarr. Hat jemand sein Gewissen erleichtert und tatsächlich ein Geständnis in 1.860 Metern Höhe abgelegt? Ein Eintrag im Gipfelbuch auf der Hüttenspitze bei Absam (Österreich) stellt das Landeskriminalamt in Tirol vor ein Rätsel. In einem Eintrag vom 23. August ist von einer schweren Straftat die Rede, die „ungewollt“ begangen worden sei. Diese Zeilen beschäftigen jetzt die Polizei in Tirol.

Ein Wanderer hatte diesen Eintrag gelesen und angezeigt. Ist ein Verbrechen begangen worden - oder ist an den Worten überhaupt nichts dran? „Wir müssen ermitteln, wir können nicht ausschließen, dass es sich um einen Spaß handelt, sagt Polizeisprecher Bernhard Gruber auf Anfrage gegenüber der Ippen-Digital-Zentralredaktion-Süd. Ihm persönlich sei kein Fall dieser Art bekannt.

Absam/Österreich: Nach Eintrag im Gipfelbuch - Polizei sucht Wandergruppe „Mountainboys“

Der Verfasser und die Verfasserin sind „bis dato“ unbekannt, teilt die Polizei mit. Um welches Verbrechen es sich genau handelt, geht aus der Mitteilung zunächst nicht hervor. Aus ermittlungstaktischen Gründen, schweige die Polizei zu weiteren Details, so der Tiroler Polizeisprecher. Die Ermittler beschäftigen sich mit der Frage, ob an dem Geständnis etwas dran ist. Ob tatsächlich eine Straftat vorliegt, müsse verifiziert werden.

Der Verfasser oder die Verfasserin werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Zudem suchen die Ermittler mögliche Zeugen, die Hinweise geben können oder etwas beobachtet haben. Eine Wandergruppe hat sich an diesem Tag im August unter dem Namen „Mountainboys“ ebenfalls in das Gipfelbuch eingetragen(ml).

Beim Abstieg ist ein Deutscher auf einer Bergtour tödlich* verunglückt. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen stürzte 100 Meter tief über eine steile Felswand. Seine Frau und Tochter mussten alles mitansehen. Warnungen zum Trotz hat sich eine Frau in Shorts auf einen Alpen-Gletscher gewagt - ein Sturz in die Tiefe folgte. Nach 48 Stunden folgte eine „Wunderrettung“. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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