Ohne Schwimmwesten beim Wassersport

Rafting-Verbot ignoriert - Burghauser und Altöttinger ertrinken in Salzach

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Salzburger Land - Bei einem Unfall mit einem Raftingboot kamen am Montag zwei Menschen in der Salzach ums Leben. Einer der beiden Männer stammt aus Burghausen. Der zweite Mann stammt aus Altötting.

Update, 10 Uhr - Wassersportler trugen keine Schwimmwesten

Die beiden am Montag ertrunkenen Männer aus Burghausen und Altötting trugen nach Polizeiangaben zwar Helme bei ihrer Rafting-Tour, aber keine Schwimmwesten, berichtet salzburg24.at. Es sei aufgrund der Auffindesituation auch unwahrscheinlich, dass sie Westen angehabt haben und diese dann heruntergerissen worden seien. 

Zusätzlich sei privates Rafting in der Salzach generell untersagt. Nur unter Führung dürfe man auf ihr den Sport betreiben. An den Salzachöfen, wo das Rafting-Boot kenterte, ist aber auch kommerzielles Raften verboten. 

Update, 7.40 Uhr - Zweiter Toter stammte aus Altötting

Laut eines Sprechers der Landespolizeidirektion Salzburg handelt es sich bei dem zweiten Mann, der am Montag bei einem Raftingunfall ertrank, um einen 30-Jährigen aus Altötting. 

Update, 6. August, 7 Uhr - Pressemeldung Polizei Salzburg

Den Polizisten der Polizeiinspektion Golling gelang es in den Abendstunden des 5. August, in enger Kooperation mit der bayerischen Polizei, den zweiten verunglückten Raftingsportler des Unfalles vom Vormittag des 5. August zu identifizieren. Bei dem Mann handelt es sich um einen 30-jährigen Deutschen. Die Staatsanwaltschaft Salzburg gab aufgrund der Sachlage die beiden Leichen zur Beerdigung frei.

Pressemeldung Polizei Salzburg

Update, 16.40 Uhr - 23-Jähriger aus Burghausen unter den Ertrunkenen

Informationen der Polizei Salzburg zufolge handelt es sich bei dem serbischen Staatsbürger, der in der Salzach bei einem Raftingunfall verunglückte, um einen 23-Jährigen aus Burghausen. Die Identität des zweiten Mannes ist derzeit nicht geklärt.

Update, 15.55 Uhr - Pressemeldung Polizei Salzburg

Zwei Männer bei Rafting-Unfall gestorben

Am Vormittag des 5. August starteten laut Zeugenaussagen zwei männliche Personen auf der Salzach, vermutlich im Bereich Tenneck im Pongau, mit einem privaten Boot eine Rafting-Tour. Wie auf einer am Boot montierten Action-Kamera ersichtlich ist, kenterte das Raftingboot kurz vor elf Uhr im Bereich der Salzachöfen. 

Die beiden Männer dürften laut Sprengelarzt vermutlich unmittelbar nach dem Kentern ertrunken sein. Einen Rafting-Sportler spülte es im Bereich Lanzenweiher in Golling an eine Sandbank. Die zweite Person trieb leblos im Bereich des Autobahnzubringers Golling in der Salzach. Diese Person sowie das treibende Raftingboot mit diversen Ausrüstungsgegenständen barg die Wasserrettung. 

Bei beiden Männern konnte nur mehr der Tod festgestellt werden. Einer der Männer wurde als 23-jähriger Serbe mit deutschem Aufenthaltstitel identifiziert. Die Nationalität der zweiten Person ist derzeit noch nicht bekannt. Die Unfallursache und die Nationalität des zweiten Toten sind Gegenstand laufender Ermittlungen. 

Ebenso sind noch eventuelle Anordnungen der Staatsanwaltschaft ausständig. Eingesetzt waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Golling, Hallein, Kuchl und die Betriebsfeuerwehr Austrocell mit insgesamt 100 Mann. Die Wasserrettungen St. Johann im Pongau, Bischofshofen, Hallein, Schwarzach und der Stadt Salzburg mit 21 Mann. Die Bergrettung Golling mit 10 Mann und die Polizei/Alpinpolizei mit 7 Mann. Im Einsatz standen insgesamt sechs Boote.

Pressemeldung Polizei Salzburg

Update, 15 Uhr - Trotz Rafting-Verbot: Männer mit Boot an Salzachöfen gekentert

Gegen 10.55 Uhr ging am Montag der Alarm ein, dass zwei Personen und ein gekentertes Raftingboot in der Salzach treiben. Ein Polizeihubschrauber rückte daraufhin aus und entdeckte die beiden Personen rasch im Wasser. Vom Hubschrauber aus wurden dann Wasserrettung und Feuerwehr zu den beiden gelotst. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, beide Männer waren bereits tot. Woher die beiden Männer mittleren Alters stammen ist derzeit nicht bekannt. Es handelt sich laut Informationen vor Ort jedoch höchstwahrscheinlich um Privatpersonen, die ohne Führung in dem Boot unterwegs waren. 

Das Raftingboot war an den Salzachöfen gekentert. Hier ist die Salzach besonders eng und fließt über mehrere Felsbrocken hinweg. Ein komplettes "No-Go" für Rafting, erklärte Christoph Thurner von der Wasserrettung. An dieser Stelle sei das Raften streng untersagt, sogar ein Schild stehe etwas weiter den Fluss hinauf. Ob die beiden Männer das Verbot bewusst ignorierten, oder das Schild übersahen, ist nicht geklärt. Weitere Menschen befanden sich ersten Informationen nach vermutlich nicht im Boot.

Update, 14.40 Uhr - 115 Einsatzkräfte vor Ort

Sage und schreibe 115 Rettungskräfte der Berg- und Wasserrettung und der Feuerwehr sind derzeit im Einsatz und suchen die Salzach zwischen Golling und Hallein nach weiteren Vermissten ab. Teilweise wird mit Booten gesucht, weitere Suchende sind auf den Brücken positioniert. Wie viele Personen sich auf dem Boot befunden haben, als es kenterte ist unklar. Deshalb sollen Bilder einer Kamera, die an Bord des Bootes befestigt war, ausgewertet werden, um festzustellen, wie viele Personen eventuell vermisst werden. Man habe weitere Gegenstände im Fluss gefunden, doch wisse nicht wem diese gehören, berichtet salzburg24.at. 

Ein Passant hatte am Montagvormittag das Raftingboot und zwei im Wasser treibende Personen entdeckt und Alarm geschlagen.

Erstmeldung

Am Montag kam es zu einem tragischen Unfall beim österreichischen Golling. Ein Raftingboot verunglückte hier auf der Salzach, mindestens zwei Menschen starben, berichtet salzburg24.at. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Golling, Peter Schluet, berichtete, dass derzeit nach weiteren Vermissten gesucht werde. Das Boot war in den Salzachöfen, einem engen Durchbruch des Flusses, gekentert. Genaues zur Ursache des Unfalles ist derzeit nicht bekannt. Zwei Personen habe man bereits aus dem Wasser bergen können, beide seien bereits tot gewesen. Auch Wiederbelebungsmaßnahmen seien erfolglos geblieben, so Schluet.

Aktuell suchen Einsatzkräfte von Berg- und Wasserrettung und die Feuerwehr mit Booten nach den Vermissten. Wieviele Personen sich an Bord des Bootes aufgehalten haben, ist derzeit nicht klar. 

Quelle: rosenheim24.de

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