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25 Jahre „Pickerl“ in Österreich

Immer mehr digitale Vignetten: Mauterlöse wieder deutlich gestiegen

Seit 25 Jahren gibt es das Mautsystem in Österreich, der Versuch, in Deutschland ein ähnlich einfaches System zu installieren scheiterte weil am Ende nur Ausländer zahlen sollten.
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Seit 25 Jahren gibt es das Mautsystem in Österreich, der Versuch, in Deutschland ein ähnlich einfaches System zu installieren scheiterte weil am Ende nur Ausländer zahlen sollten.

Die Autobahnvignette – in Österreich nur „Pickerl“ genannt – feiert in diesem Jahr den 25. Geburtstag.

Salzburg - In diesem Vierteljahrhundert wurden mehr als 515 Millionen Vignetten verkauft, wobei nach Einführung der digitalen Vignette – es wird nur mehr das Kennzeichen registriert – mittlerweile 62 Prozent der Autobahnfahrer nicht mehr kleben. Die Mauteinnahmen haben sich im zweiten Corona-Jahr wieder deutlich erholt, alleine der Vignettenverkauf hat 2021 rund 479 Millionen Euro in die Asfinag-Kassen gespült, dazu kommen noch 1,63 Milliarden Euro aus der Lkw-Maut und 173 Millionen für die Sondermautstrecken wie zum Beispiel die Tauernautobahn. 

Am 1. Januar 1997 begann in Österreich eine neue Ära auf Autobahnen und Schnellstraßen, die Einführung der Klebevignette war zu Beginn naturgemäß umstritten. Die erste Jahres-Vignette kostete damals 550 Schilling, also rund 40 Euro, mittlerweile muss man 93,80 Euro hinlegen. „Das System des Pickerls hat sich als Best-Practice-Modell erwiesen und wurde von zahlreichen anderen europäischen Ländern übernommen“, so ein Asfinag-Sprecher. Im Dezember 2017 wurde zusätzlich zum Pickerl die ‚Digitale Vignette‘ eingeführt, sie hat mittlerweile einen Anteil von 62 Prozent bei Jahresvignetten. 

Seit 1997 wurden mehr als 515 Millionen Vignetten abgesetzt – das entspricht einem Erlös von knapp neun Milliarden Euro. Zusammen mit der Lkw- und der separaten Streckenmaut wie zum Beispiel für die Brenner- oder die Tauernautobahn bildet die Vignette einen wesentlichen Eckpfeiler der Finanzierung der Asfinag durch die Autofahrer. Während in vielen Staaten in Südeuropa Kilometergenau abgerechnet wird sieht die Asfinag bei ihrem Pauschalmodell „ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis, denn mit einer Jahresvignette fährt man um knapp 25 Cent pro Tag auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen“.

Unübersichtliche Mautbefreiungen

Vor allem in Grenzgebieten „vergessen“ Autofahrer schon mal auf die Vignette, aber auch die teilweise Maut-Befreiung seit einigen Jahren auf wenigen Abschnitten hat der Übersichtlichkeit geschadet. So ist die Westautobahn - A1 - vom Walserberg kommend zwar in Richtung Salzburg-Nord Mautfrei, allerdings nicht die Tauernautobahn - A10 - in Richtung Salzburg-Süd und damit in Richtung Berchtesgaden. An dieser Ausfahrt wird daher besonders oft und gerne kontrolliert. Österreichweit erwischt die Asfinag rund 200.000 Vignettensünder pro Jahr. Zu den sogenannten Mautsheriffs gibt es mittlerweile 17 automatische Kontrollsysteme über der Fahrbahn.

Mauteinnahmen erholen sich 

Im zweiten Corona-Jahr, also 2021 haben alleine die kilometerabhängigen Lkw- und Bus-Mauten rund 1,63 Milliarden Euro in die Asfinag-Kassen gespült, 2020 waren es 1,5 Milliarden und damit in etwa gleich wie 2019. 

Der Verkauf der Pkw-Vignetten – Klebevignette und digital – brachte 479 Millionen Euro, 2020 waren es 449 Millionen, die Sondermauten wie zum Beispiel für die Tauernstrecke oder den Brenner brachten noch einmal 173 Millionen Euro, im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 137 Millionen Euro. 

Die ‚Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft‘, kurz Asfinag, ist zu 100 Prozent im Besitz der Republik Österreich. Mit den Einnahmen werden Ausbau und Sanierung bestehender Strecken bezahlt, aus dem Staatsbudget gibt es keine Zuschüsse.

hud

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