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Ansteckungszahlen steigen wieder rasant

Hotspot Pinzgau durch Nachtlokale - In Österreich Verschärfungen: Geimpft oder PCR-Test 

Wie 2020 gilt auch jetzt wieder bei den Festspielen eine Maskenpflicht in allen Spielstätten, nachdem ein Infektionsfall bekannt geworden war.
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Wie 2020 gilt auch jetzt wieder bei den Festspielen eine Maskenpflicht in allen Spielstätten, nachdem ein Infektionsfall bekannt geworden war.

Durch weitreichende Lockerungen, vorallem in der Nachtgastronomie, steigen die Infektionszahlen im Bundesland Salzburg wieder deutlich an.

Salzburg - Von zuletzt wochenlang um 4 bis 5 Infizierte pro 100.000 Einwohner auf zuletzt wieder über 50 - im Bezirk Zell am See sogar auf 165. Dort sind auch die größten Cluster zu finden, in Kaprun ist das Cluster durch eine infizierte Frau in der Baumbar auf mittlerweile 60 Personen angestiegen. Auch in Großarl ist ein neues Cluster auf eine Bar zurückzuführen, in der Stadt Salzburg wurde nach der Jedermann-Premiere im Großen Festspielhaus ein Besucher positiv getestet, obwohl er bereits zweimal geimpft war. Jetzt gilt bei allen Aufführungen wieder eine Maskenpflicht. 

Salzburg meldete am 1. Juli nur mehr eine Inzidenz von 2,7 pro 100.000 Einwohner, der niedrigste Wert. Genau am 1. Juli gab es in ganz Österreich auch weitreichende Lockerungen der strengen Anti-Corona-Maßnahmen, so durfte unter anderem die Nachtgastronomie wieder aufsperren, es sollte die 3-G-Regel gelten, also Eintritt nur geimpft, genesen oder getestet. Aber genau das funktionierte offensichtlich nicht oder reichte nicht aus.

Die Ansteckungen pro 100.000 Einwohner sind in Salzburg zuletzt wieder deutlich angestiegen, verantwortlich sind dafür vor allem Besucher der Nachtgastronomie.

Bereits vergangene Woche startete die Landessantitätsdirektion einen Aufruf, dass sich Besucher der Baumbar in Kaprun infiziert hätten und andere Gäste ihren Gesundheitszustand genau überwachen sollten. Alleine dieses Cluster ist mittlerweile auf 60 Infizierte angewachsen, weil Nachtschwärmer bekanntermaßen nicht in einem Lokal bleiben, sondern gerne weiterziehen. Auch im Pongau gibt es ein Cluster in einer Bar, in der Stadt gab es einen Aufruf für ein Cafe am Müllnersteg. 

Jedermann-Premiere mit Corona

Waren die Sicherheitsvorschriften bei den Festspielen 2020 sehr streng – Maskenpflicht und nur 50 Prozent Auslastung – erlaubt die Corona-Verordnung nun wieder volle Häuser, statt einer Maskenpflicht gibt es nur eine Empfehlung. Und prompt melden die Festspiele bereits nach der ersten Aufführung am Samstag, dem Jedermann im Großen Festspielhaus – einen Ansteckungsfall, 40 Besucher rund um die infizierte Person wurden als Kontaktperson eingestuft. Es handelt sich dabei meist um auswärtige Gäste, die bereits wieder abgereist sind und in ihren Heimatgemeinden in Quarantäne sind und dort auch in der Statistik geführt werden. Die Festspiele haben die erst für Mitte August und erwarteten höheren Infektionszahlen geplante FFP2-Maskenpflicht nun vorgezogen, sie gilt ab sofort. 

Keine Bars besuchen? „Das wäre unschön“, SPÖ Salzburg

Wegen der erwartbaren Ansteckung in Bars und Discos hat der Gesundheitsminister weitere Lockerungen kassiert und stattdessen Verschärfungen verordnet, die am 22. Juli in Kraft treten. So brauchen Gäste der Nachtgastro dann einen Impfnachweis oder einen sicheren PCR-Test, der ist allerdings derzeit nicht kostenlos zu haben, sondern wird von privaten Anbietern zum Preis von 80 bis 150 Euro angeboten. Das erzürnt nicht nur die Jugend selbst, sondern zahlreiche Parteien, die meinen man müsste der Jugend jetzt ihre Freiheiten, sprich Partyspaß zurückgeben.

„Die Nachtgastronomie hat lange genug gelitten“, meint etwas Salzburgs SPÖ-Chef David Egger, der seine rund 5000 Facebook-Fans schon mal die No-Na-Frage stellt, ob PCR-Gurgeltests kostenlos verfügbar sein sollen? Je länger die kostenlosen PCR-Tests auf sich warten ließen, desto länger könnten Jugendliche keine Bars und Clubs besuchen, „das wäre für die Jungen unschön und die Nachtgastronomie fatal“, so Peter Auer von den Jusos. Auch die Grünen im Landtag sind der Meinung, dass durch PCR-Gurgeltests „Clusterbildungen wie in Kaprun verhindert werden können“, so Simon Heilig-Hofbauer.

Im Herbst will Österreich das ganze Testsystem von den derzeitigen Antigen-Schnelltests auf das Gurgelsystem umstellen, ob dies dann weiterhin kostenlos sein wird will der Gesundheitsminister erst im Herbst entscheiden.

hud

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