Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Unweit der deutschen Grenze

Österreich: Drei Forscher in Höhle eingeschlossen – Männer nach Stunden wieder frei

In der Lamprechtshöhle in Österreich saßen drei Forscher aus Polen fest. Ihnen wurde durch Schmelzwasser der Rückweg versperrt. Rettungskräfte konnten sie schließelich befreien.

Update vom 18. Februar, 22.48 Uhr: Der ungeplant lange Aufenthalt von drei Forschern in der Lamprechtshöhle in Österreich ist glimpflich zu Ende gegangen. Die drei Männer aus Polen konnten am Freitagabend aus eigener Kraft wieder ins Freie gelangen, wie die Behörden berichteten. „Es geht ihnen gut, alles in Ordnung“, sagte ein Sprecher des Landes. Das Trio saß vorübergehend in der Höhle fest, nachdem große Mengen Schmelzwasser den Rückweg versperrt hatten. Der Pegel eines Höhlensees war bis zur Decke angestiegen.

Am Abend konnte ein Rettungstaucher zu den Eingeschlossenen vordringen. Sie waren wohlauf, aber unterkühlt. Sie wurden zunächst mit Tee versorgt. Die Männer wurden nur wenige hundert Meter vom touristisch erschlossenen Schauhöhlenteil entfernt im sogenannten Lamprechtsdom entdeckt.

Österreich: Drei Forscher in Höhle eingeschlossen - Einsatzleiter schätzen Lage als nicht dramatisch ein

Update vom 18. Februar, 13.57 Uhr: Für den Einsatz zur Rettung von drei in der Lamprechtshöhle eingeschlossenen Forschern hat das Land Salzburg vier Höhlentaucher angefordert. Sie sollen zu den Eingeschlossenen vordringen und erkunden, wie es ihnen geht und sie gegebenenfalls versorgen.

Es sei davon auszugehen, dass keine dramatische Lage herrsche, sagte Einsatzleiter Gernot Salzmann im Sender oe24. Die drei Höhlenforscher gehören nach Angaben der Behörden seit Jahrzehnten zu den besten Kennern der Lamprechtshöhle. Sie wollten bei einer für 20 Stunden geplanten Tour Gesteinsproben sammeln.

Es wird erwartet, dass mit den fallenden Temperaturen in den nächsten Tagen der Wasserstand wieder sinkt und der Rückweg frei wird. Eine genaue Prognose sei jedoch schwierig. „Sie können jedenfalls nicht heraus tauchen, denn dafür muss man ein absoluter Spezialist sein und das ist aus derzeitiger Sicht nicht nötig“, sagte Wolfgang Gadermayr, Höhlenretter und Geologe.

Österreich: Drei Forscher in Höhle eingeschlossen - Schmelzwasser macht Rückweg „unmöglich“

Erstmeldung vom 18. Februar

St. Martin bei Lofer - Seit Donnerstagabend (17. Februar) läuft im österreichischen St. Martin bei Lofer ein Rettungseinsatz. Drei Forscher aus Polen sind in der Lamprechtshöhle im Bezirk Pinzgau, unweit der deutschen Grenze, eingeschlossen und können nicht ins Freie. Laut ORF gibt es derzeit keinen Kontakt zu den drei Mitgliedern der angemeldeten Expedition. Am Freitagvormittag ist demnach eine Lagebesprechung geplant.

Dem Forschertrio aus Polen wurde durch Schmelzwasser in der Höhle in Österreich* eingeschlossen. Ein bis zur Decke gefüllter Höhlensee versperrt ihnen den Rückweg. „Die sehr warmen Temperaturen haben am Donnerstag dazu geführt, dass viel Schmelzwasser in die Lamprechtshöhle eingedrungen ist und den gefahrlosen Rückweg aus dem sogenannten Forscherteil – dieser befindet sich im Anschluss an die Schauhöhle – unmöglich machte“, erklärte Gernot Salzmann, Einsatzleiter der Höhlenrettung Salzburg.

Österreich: Retter beobachten die Lage – Hoffnung auf Rückgang des Wassers

Laut Monika Feichtner handelt es sich bei den drei Eingeschlossenen allerdings um Profis. „Wir sind aber optimistisch, weil sie bestens ausgerüstet sind, als Vollprofis mit der Situation umgehen können und es in der Höhle Rettungsnischen mit Decken sowie Notausrüstung gibt“, so die Leiterin der Salzburger Höhlenrettung.

Katastrophenschutzreferent Manfred Pongruber sagte laut ORF, man beobachte die Lage und habe den Wasserstand genau im Auge. Die Rettungskräfte könnten derzeit nur auf einen Rückgang des Wassers hoffen. Möglicherweise könnte das schon am Freitagnachmittag der Fall sein. 

Lamprechtshöhle: Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit

„Die Einsatzkräfte und unser Katastrophenschutzreferent Manfred Pongruber haben mein volles Vertrauen. Sie werden alles unternehmen, um die Forscher gesund wieder ans Tageslicht zu bringen“, sagte der Pinzgauer Bezirkshauptmann und Einsatzleiter Bernhard Gratz in einer Pressemitteilung.

In der Lamprechtshöhle ist es in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Im August 2016 wurden nach starken Regenfällen sieben Menschen in der Höhle* eingeschlossen. Im August 2013 saßen 26 Menschen etliche Stunden unter der Erde fest. Damals hatte ebenfalls starker Regen den tief liegenden Eingang überflutet. In der Höhle wurde daher ein Frühwarnsystem installiert. Es schlägt Alarm, sobald der Wasserstand in der Höhle gefährlich hoch wird. In der Regel haben Besucher dann noch genügend Zeit, um zum Ausgang zu gelangen. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Kröll/dpa

Kommentare