Erdbeben im Südiran

Chaos im Iran: Jetzt bebt auch noch die Erde - Schäden beim betroffenen Atomkraftwerk?

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Ein Erdbeben im Iran hat die schon angespannte Situation noch weiter zuspitzen lassen. Besonders heikel: In der betroffenen Provinz Buschehr befindet sich ein Atomkraftwerk.

  • Ein Erdbeben erschüttert den Iran
  • Die zwei Beben ereignete sich in der südiranischen Provinz Buschehr
  • Besonders heikel: Dort befindet sich ein Atomkraftwerk

Teheran - Weniger als 50 Kilometer vom einzigen Atomkraftwerk im Iran bebt die Erde. 

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 hat am Mittwochmorgen die südiranische Provinz Buschehr erschüttert. Betroffen war nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna die Kleinstadt Borasdschan. 

Informationen über mögliche Opfer oder das Ausmaß der Schäden gebe es noch nicht, so die hiesigen Behörden laut Irna. Fest steht aber bereits jetzt: Das Erdbeben traft den Iran zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Aufgrund der Eskalation des Konflikts mit den USA ist die Lage im Nahen Osten ohnehin äußerst angespannt.  

Iran: Erdbeben im Südiran - Atomkraftwerk in Gefahr

Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte zwei kurz hintereinander folgende Beben der Stärke 4,5 und 4,9 in der Region in zehn Kilometern Tiefe. Im Dezember soll es in dieser Region bereits zu einem ähnlichen Beben gekommen sein. 

Im April 2013 kamen bei einem Erdbeben dort 37 Menschen ums Leben und 850 wurden verletzt. Bei einem Beben der Stärke 5,9 auf der Richterskala im April 2018 wurden keine Schäden am Atomkraftwerk festgestellt.  

In der Provinz Buschehr befindet sich ein Atomkraftwerk, welches 760 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran steht. Nach Angaben von Behörden im Staatsfernsehen wurden von den Rettungsteams zunächst weder Schäden noch Verletzte gemeldet. 

Die Lage im Iran ist aktuell mehr als angespannt. Der Konflikt mit den USA droht zu eskalieren. Zudem stürzte am Mittwochmorgen noch eine ukrainische Passagiermaschine kurz vor Teheran ab - alle 176 Insassen kamen dabei ums Leben. 

dpa/fs

Rubriklistenbild: © dpa / Abedin Taherkenareh

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