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Pferdekopfnebel in neuem Licht

"Hubble" zeigt faszinierende Gaswolke

nebel
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Faszinierend: der Pferdekopfnebel

Washington/Garching - Das Weltraumteleskop „Hubble“ wird 23. Anlässlich dieses Jahrestags gibt es eine spektakuläre neue Aufnahme vom Pferdekopfnebel im Sternbild Orion.

Das Bild zeigt den Gas- und Staubnebel in infrarotem Licht, wie das europäische „Hubble“-Informationszentrum in Garching bei München mitteilte. Das Weltraumteleskop war am 24. April 1990 ins All geschossen worden.

Der Pferdekopfnebel ist eine sogenannte Dunkelwolke, die sich in Form eines Pferdekopfs aus leuchtendem interstellaren Gas erhebt und im sichtbaren Licht weitgehend undurchsichtig ist. Die Infrarotaufnahme enthüllt nach Angaben des „Hubble“-Zentrums feine Strukturen im Gas des Nebels, die gewöhnlich hinter Staub verborgen sind. Für Infrarotlicht ist der Staub durchlässig. So würden filigrane, nahezu zerbrechlich wirkende Strukturen sichtbar, die dem Nebel eine ganz andere Erscheinung geben als im sichtbaren Licht.

Bilder des Kugelsternhaufens Messier 4

Bilder des Kugelsternhaufens Messier 4

Dieses Bild des Wide Field Imager, einer astronomischen Kamera am MPG/ESO-2,2 Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO, zeigt den spektakulären Kugelsternhaufen Messier 4. Diese Ansammlung von zehntausenden alter Sterne ist einer der erdnächsten Kugelsternhaufen und steht von der Erde aus gesehen im Sternbild Skorpion nahe dem hellen rötlichen Stern Antares. © Eso
Neue Beobachtungen haben in diesem Kugelsternhaufen einen Stern identifiziert - die Sternposition ist in diesem Bild eingezeichnet -, der deutlich größere Mengen des seltenen leichten Elements Lithium enthält als erwartet.
In der Mitte dieser weitläufigen Aufnahme steht der Kugelsternhaufen Messier 4 (NGC6121) im Sternbild Skorpion. Der kleinere Kugelsternhaufen oben links ist NGC 6144. Er ähnelt Messier 4, ist aber drei Mal soweit von der Erde entfernt. Oben links ist außerdem das rötliche Leuchten von Wasserstoffwolken zu sehen, in deren Umgebung neue Sterne entstehen, oben rechts der helle Stern Sigma Scorpii. © ESO/Digitized Sky Survey 2
Dieses funkelnde Bild, eine Aufnahme des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble, zeigt das Zentrum des Kugelsternhaufens Messier 4. Hubble zeigt den Sternhaufen als eine Ansammlung glühender Sternkugeln, jede davon ein nuklearer Brennofen. © ESA/Hubble & NASA

Der Nebel ist aus einer zusammenstürzenden Wolke interstellaren Materials entstanden. Das Gas des Nebels wird von einem nahen heißen Stern zum Leuchten angeregt. Um den „Pferdekopf“ herum hat sich die Gaswolke bereits aufgelöst. Die Dunkelwolke ist aus dickerem Material, das nicht so leicht abgetragen wird. Die Astronomen schätzen jedoch, dass sich auch der „Pferdekopf“ in etwa fünf Millionen Jahren aufgelöst haben wird.

dpa

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