Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach Katastrophe in Miami-Vorstadt

Aus Angst vor Tropensturm „Elsa“: Reste des eingestürzten Hochhauses in Florida gesprengt

Sprengung von Hochhausruine in Florida
+
Die beschädigte Reststruktur des Champlain Towers South Condo Gebäudes stürzt ein. Nach dem Teileinsturz des Wohnkomplexes in der Nähe von Miami ist der noch stehende Gebäudeteil gesprengt werden. Die Ruine war instabil.

Miami - Am Donnerstag (24. Juni) kam es mitten in Miami zum Einsturz eines Hochhauses. Viele Opfer werden befürchtet.

Update, 5. Juli, 6.12 Uhr - Reste des eingestürzten Hochhauses gesprengt

Die Gebäudereste des in Miami teilweise eingestürzten Wohnkomplexes sind am späten Sonntagabend (Ortszeit) kontrolliert gesprengt worden. Die Instabilität der Ruine sei gefährlich gewesen und habe den Fortschritt des Bergungseinsatzes im vor elf Tagen eingestürzten Teil behindert, hatte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, zuvor gesagt.

Anwohner des Stadtviertels von Surfside im US-Bundesstaat Florida waren bereits vor der Sprengung aufgefordert worden, in ihren Häusern zu bleiben und Türen und Fenster zum Schutz vor Staub und kleineren Partikel geschlossen zu halten. Der Such- und Rettungseinsatz in den Trümmern, unter denen noch verschüttete Menschen vermutet werden, war am Samstag unterbrochen worden. Er sollte nach der Sprengung wieder anlaufen und ausgeweitet werden.

Nach dem Unglück hatten die Bewohner des noch stehenden Gebäudeteils aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurück in ihre Wohnungen gedurft - auch nicht, um vor dem Abriss persönliche Gegenstände herauszuholen. Die Sprengung wurde schließlich aus Sorge um die Stabilität der Ruine wegen eines nahenden Tropensturms vorgezogen. Ausläufer des Sturms „Elsa“ mit möglicherweise heftigen Windböen und starkem Regen wurden ab Montagabend im Süden Floridas erwartet.

Der Wohnkomplex mit rund 130 Wohneinheiten war am 24. Juni aus noch ungeklärten Gründen teilweise eingestürzt. Seither wurde quasi rund um die Uhr mit Spürhunden, Spezialkameras und schwerem Gerät nach Verschütteten gesucht. Inzwischen wurden 24 Tote geborgen. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem strandnahen Gebäude aufhielten.

Update, 25. Juni, 15.14 Uhr - „Wir geben nicht auf“: Verzweifelte Suche nach Vermissten in Florida

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida wächst die Befürchtung, dass die Zahl der Opfer deutlich steigen könnte. Die Behörden bestätigten am Freitag vier Tote. 159 Menschen galten als vermisst, wie die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, bei einer Pressekonferenz sagte. „Leider war es eine tragische Nacht.“

Rettungsteams waren mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchgeräten und schwerem Gerät im Einsatz. Hin und wieder seien Klopfgeräusche aus den meterhohen Trümmerbergen zu hören, berichteten US-Medien. Bei dem Unglück in der Stadt Surfside nahe Miami Beach wurden mehrere Menschen verletzt. Mehr als 35 Menschen konnten gerettet werden.

„Nichts anderes zählt. Wir geben nicht auf“, sagte der Bürgermeister von Surfside, Charles Burkett. Die Retter seien rund um die Uhr im Einsatz. Allerdings habe Regen die Suche erschwert. „Das ist herzzerreißend, denn für mich bedeutet das, dass wir bei der Suche nach Überlebenden nicht so erfolgreich sein werden, wie wir es gerne wären.“

Stadtrat Charles Kesl sagte dem Sender CNN, er hoffe auf weitere Überlebende. „Realistisch gesehen bin ich aber nicht sicher, wie viele oder ob überhaupt jemand lebend gerettet und gefunden wird.“ Bürgermeisterin Cava, sagte mit Blick auf die Suche: „Jede Minute zählt.“ Die Behörden betonten zwar, dass die Vermissten nicht unbedingt auch alle in dem Gebäude gewesen sein müssen. Für eine etwaige Identifizierung von Opfern seien aber von Angehörigen DNA-Proben genommen worden, berichteten örtliche Medien.

Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, rief Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand aus. Dieser wurde von Präsident Joe Biden am Freitag bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können. Auch die Katastrophenschutzbehörde FEMA ist eingeschaltet. Bereits am Donnerstag hatte Biden betont, wo immer der Bund helfen könne, werde er das tun. „Wir sind da.“

Update, 16.40 - Augenzeuge berichtet „wie nach einem Bombeneinschlag“

Medienberichten zufolge wurden nach ersten Erkenntnissen neun Personen verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Weitere 35 Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr aus dem Gebäude befreit. Hunderte Helfer waren im Einsatz, um auch in den Trümmern nach möglichen Vermissten zu suchen. Die Ursache des Unglücks, das die Anwohner in Surfside unweit von Miami Beach im Schlaf überraschte, ist weiterhin nicht bekannt.

„Ich kann es nicht in Worte fassen. Es sieht aus wie nach einem Bombeneinschlag, das Gebäude brach wie ein Pancake in sich zusammen“, berichtete ein Augenzeuge dem Sender NBC 6 South Florida.

Der Bürgermeister von Surfside, Charles Burkett, sagte weiterhin, er jogge jeden Tag an dem Gebäude vorbei. Für die Bauarbeiten an dem Haus war ein Kran eingesetzt worden, erinnerte er sich. Der Politiker zeigte sich fassungslos, in seinem Ort eine solche Tragödie zu erleben. „Es ist unwahrscheinlicher als ein Blitzschlag. Es passiert einfach nicht. Man sieht in Amerika keine Gebäude einstürzen“, sagte er Reportern. Beim Sender CNN war zudem die Rede davon, dass das Gebäude schon Hurrikans standgehalten habe.

Das Gebäude soll 12 Stockwerke und mehr als 130 Wohneinheiten haben, wie die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava berichtet. Die Hälfte davon sei vom Einsturz betroffen. Charles Burkett sagte hierzu: „Der Gebäudemanager hat mir zu verstehen gegeben, dass das Gebäude ziemlich voll war“

Rettungskräfte am eingestürzten Gebäude

Update, 16.16 - Bürgermeister meldet sich zu Wort

„Das Gebäude ist platt wie ein Pfannkuchen“, so die Worte von Surfsides Bürgermeister Charles Burkett bei einer Pressekonferenz. „Das bricht mir das Herz, weil wir deshalb deutlich weniger Überlebende finden werden.“ laut ihm hätten es aus 15 Familien aus eigener Kraft aus dem Gebäude geschafft.

Burkett zufolge gab es vor dem Einsturz zwar Bauarbeiten auf dem Dach, jedoch wisse er nicht, wie diese zu dem Zusammensturz beigetragen haben sollen.

Das komplette Ausmaß des Einsturzes in Miami

Der ehemalige Vize-Bürgermeister Barry Cohen wiederum hegte schon vor Jahren Befürchtungen, dass Bauarbeiten der Gebäudesubstanz geschadet haben könnten, einmal habe er nach vorangehenden Arbeiten bereits Risse in Platten am Haus entdeckt.

Update, 14.36 - Tote Frau offiziell bestätigt

Bei dem Teileinsturz des zwölfstöckigen Wohnhauses nahe Miami Beach ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Suche nach weiteren möglichen Opfern geht weiter, teilte die Polizei Miami auf Twitter mit. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden zudem neun Personen verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Weitere Menschen seien möglicherweise noch in den Trümmern eingeschlossen, hieß es weiter.

Quelle: dpa

Update, 13.26 - Neues Bild zeigt die komplette Verwüstung

Eine neue Aufnahme der Feuerwehr Miami zeigt das Ausmaß der Verwüstung nach dem Einsturz eines Hochhauses in der Vorstadt „Surfside“. Die örtliche Feuerwehr hat zudem eine Notfallnummer eingerichtet, für alle Angehörigen die nicht wissen, wie es ihren Angehörigen geht.

Update, 13.15 Uhr - „war wie ein Erdbeben“

Eine Augenzeugin berichtet, dass sich der Einsturz des Hochhauses gegen 2 Uhr morgens Ortszeit wie ein Erdbeben angefühlt habe, laut dem Fernsehsender „CBS“ retten Feuerwehrleute Menschen von den Balkonen.

Update, 12.39 Uhr - Video von Nachbarin zeigt Ausmaß

Das Gebäude soll in den 1980er Jahren gebaut worden sein und habe mehr als 100 Wohnungen, schrieb die Zeitung «The Miami Herald». Ein Anwohner eines Nachbarhauses sagte dem Sender CBS 4 Miami, er habe ein Krachen gehört und gedacht, es handele sich um einen Sturm. Ein Video einer Nachbarin zeigt das Ausmaß des Einsturzes in ihrer Wohnung.

Update, 12.31 Uhr - Mittlerweile neun Menschen ins Krankenhaus gebracht

Der örtliche Sender NBC 6 South Florida veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie Feuerwehrleute einen Jungen aus den Trümmern des Gebäudes retten und auf eine Trage legen. Unbestätigten Berichten zufolge wurden neun Menschen in Krankenhäuser gebracht. Wie viele Menschen sich in dem Haus befanden, ist nicht bekannt. In Medienberichten hieß es, das Gebäude sei gegen 02.00 Uhr morgens Ortszeit teilweise eingestürzt, die Anwohner seien im Schlaf von dem Unglück überrascht worden.

dpa

Eingestürztes Hochhaus in Miami

Update, 10.49 Uhr - Ein Frau soll gestorben sein

Laut Berichten von vor Ort mussten drei Menschen in ein Krankenhaus gebracht werden, darunter ein Feuerwehrmann. Eine Reporterin berichtet auf Twitter, dass eine Frau in den Trümmern gestorben sein soll und ein zehnjähriger Junge gerettet werden konnte.

Update, 10.26 Uhr - Einsturzstelle liegt in Vorstadt „Surfside“

Bei dem eingestürzten Gebäude handelt es sich um die Champlain Towers South. Das Gebäude liegt in der strandnahen Vorstadt von Miami „Surfside“ circa 10 Kilometer nördlich von Miami Beach. Laut dem Miami Beach Police Department arbeiten Einheiten aus dem gesamten Stadtgebiet bereits vor Ort zusammen.

Update, 10 Uhr - Über 80 Einheiten vor Ort

Laut Informationen der Feuerwehr in Miami sollen bei dem Unglück in der 88. Straße über 80 verschiedene Einheiten an Rettungskräften vor Ort sein. Über die Ursache des Unglücks können aktuell noch keine Angaben gemacht werden, ebensowenig zu der Opferzahl.

Erstmeldung - Hochhaus in Miami eingestürzt

Mitten im US-Staat Florida in Miami ist ein zwölfstöckiges Hochhaus eingestürzt. Im beliebten Urlaubsparadies kam es aus bislang noch unbekannten Gründen zu der Katastrophe. Es werden viele Opfer befürchtet - wie es in verschiedenen Medienberichten heißt, sind laute Schreie unter den Trümmern zu hören.

**Mehr Infos folgen in Kürze

Kommentare