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Medien

Funke Mediengruppe registriert Cyberangriffe Webseiten

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Mehrere Medienhäuser in Deutschland melden Cyberangriffe.

Inmitten des Krieges in der Ukraine bekommen es deutsche Medienhäuser verstärkt mit Schadsoftware im Netz zu tun. Die Hintergründe sind unklar.

Essen - Die Funke Mediengruppe hat im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine Internetangriffe auf ihre Webseiten registriert.

Im Live-Blog der zur Gruppe gehörenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ), in dem Nachrichten rund um den russischen Angriff auf die Ukraine stehen, hieß es am Freitagabend: „Die Webseiten der Tageszeitungen, Magazine und Reichweitenportale der Funke Mediengruppe werden seit dem Morgen in mehreren Wellen von sogenannten Bots angegriffen.“ Bei einem Bot handelt es sich um eine automatisierte Software, die Schaden anrichten soll.

Auch auf den Seiten der Marken in Sozialen Netzwerken gebe es eine erhöhte Bot-Aktivität. Leserinnen und Leser müssen sich hierauf einstellen: „Durch die Angriffe kann die Aktualisierung unserer Seiten teilweise verzögert werden.“ Weiter hieß es von der Mediengruppe, dass man Maßnahmen zur Abwehr weiterer Angriffe eingeleitet habe.

Auch andere Häuser betroffen

Auch bei der „Frankfurter Rundschau“ (FR), die zum Ippen Media Netzwerk gehört, wurden Probleme speziell im Social-Media-Bereich registriert. FR-Chefredakteur Thomas Kaspar twitterte bereits am Donnerstag: „Unser Community-Team meldet, dass Pro-Putin-Trolle und Bots die Kommentarspalten unserer Auftritte in den sozialen Medien überschwemmen.“

Auf der Webseite der Tageszeitung informierte Kaspar am Freitag zudem: „Seit der Verlagerung der Truppen an die Grenze der Ukraine wächst das Aufkommen an Kommentaren auf unserer Webseite und in unseren Auftritten in den sozialen Medien merklich.“ Das Community-Team, das alle digitalen Ippen-Angebote gemeinsam in einem Wartungsprogramm betreue, melde das stets gleiche Muster. Neben den Social-Media-Profilen der FR waren nach eigenen Angaben die von weiteren Medienmarken des Ippen Media Netzwerks betroffen.

Es ist nicht das erste Mal, dass öffentlich bekannt wurde, dass es einen Cyberangriff auf die Funke Mediengruppe gab. Im Dezember 2020 hatte sich schon einmal eine solche Attacke ereignet - mit schweren Folgen. Zeitungen konnten zeitweise nur in Notausgaben erscheinen. Der Konzern hatte im Hause wochenlang die Folgen des Angriffs gespürt. dpa

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