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Dramen für Chinas Bergarbeiter

Explosionen: Wohl über 100 Tote

Peking - Das schreckliche Szenario wiederholt sich: In nur drei Tagen hat es gleich zwei tödliche Explosionen in ein und demselben Bergwerk in China gegeben. Und in Tibet wurden 83 Kumpel verschüttet.

Bei Unglücken in zwei chinesischen Bergbaugebieten sind vermutlich insgesamt mehr als 100 Arbeiter ums Leben gekommen. Nach einem verheerenden Erdrutsch in Tibet suchten Einsatzkräfte mühsam nach den 83 verschütteten Bergleuten. Bis Montag konnten mehr als 30 Leichen geborgen werden, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Weitere 28 Bergarbeiter wurden nur wenige Stunden nach dem Bergunglück am Freitag bei einer Gasexplosion in einer Kohlegrube im Nordosten Chinas getötet.

In der gleichen Mine in der nordostchinesischen Provinz Jilin knallte es am Montag zum zweiten Mal. Bei der Explosion kamen weitere sechs Arbeiter ums Leben, wie Xinhua schrieb. Elf wurden vermisst. Das Unglück ereignete sich im Babao Kohlebergwerk im Bezirk Jiangyuan der Stadt Baishan.

Der Erdrutsch hatte die Arbeiter 68 Kilometer östlich der tibetischen Hauptstadt Lhasa laut Xinhua in ihren Unterkünften überrollt. In dem Abbaugebiet für Metalle wurde ein drei Kilometer langes Gebiet verschüttet. „Plötzlich fiel ein ganzer Hang mit Steinen vom Berg herunter, und das Grollen war im ganzen Tal zu hören“, sagte ein Dorfbewohner laut Xinhua. Eisiges Wetter, Schneefall und die Höhe von 4600 Metern behinderten die Bergungsarbeiten.

Ein Bergarbeiter kam durch Zufall mit dem Leben davon, weil er während des Erdrutsches im Tal Zelte für die Kumpel kaufen wollte. Als er zurückkehrte, war das Lager verschüttet. „Es war, als wäre die Welt in sich zusammengefallen“, sagte er Xinhua. Sein eigener Bruder war unter den Opfern. Als erstes rief er zu Hause an und die Frau seines Bruders ging ans Telefon. „Ich konnte es ihr einfach nicht sagen. Ich habe nur geweint.“

Mehrere tausend Kumpel kommen jedes Jahr in Chinas Bergbau ums Leben. Die genaue Zahl kennt niemand, weil viele Unglücke vertuscht werden oder nicht in Statistiken auftauchen. Ursache vieler Unglücke sind schlechte Ausrüstung und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und Vetternwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und Behörden.

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Welt

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Der WeltRisikoIndex zeigt an, in welchen Ländern das Katastrophenrisiko besonders hoch ist, wobei nicht nur die Gefahr durch Naturkatastrophen in den Blick genommen wird, sondern auch der Entwicklungsstand der Gesellschaft. Auf Platz 10: Der Inselstaat Timor-Leste in Südostasien. In dem bitterarmen auch ein erhöhtes Risiko für Tsunamis und Erdbeben. © dpa
Den neunten Platz belegt El Salvador - das Land wird häufig von Naturkatastrophen wie etwa Erdbeben heimgesucht. Auch Vulkanausbrüche erschweren der Bevölkerung das Leben. © dpa
Laut dem WeltRisikoBericht gehört auch Kambodscha zu den gefährlichsten Ländern der Welt - in dem Entwicklungsland kommt es oft zu Tropenstürmen und Überschwemmungen. Daher ist Kambodscha auf Platz 8 der gefährlichsten Länder der Erde. © dpa
Auf Platz 7: Costa Rica. Hier herrscht Gefahr durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Hurrikane, wegen der es auch zu Überschwemmungen kommen kann. © dpa
Den sechsten Platz belegen die Salomonen. Der Inselstaat im Pazifik wird häufig von Erdbeben und Tsunamis erschüttert. © dpa
Auf Platz 5: Bangladesch. Das Entwicklungsland wird kontinuierlich von Unwettern heimgesucht und ist stark erdbebengefährdet. © dpa
Auf Platz 4 der Liste ist Guatemala - in dem Land besteht eine erhöhte Gefahr für Wirbelstürme. Außerdem gibt es in dem Entwicklungsland 25 aktive Vulkane. © dpa
Den dritten Platz der Statistik belegen die Philippinen. Der Inselstaat ist häufig von Taifunen oder Erdbeben betroffen. © dpa
Der Inselstaat Tonga ist auf Platz zwei der gefährlichsten Länder. Er wird häufig von verheerenden Naturkatastrophen wie Erdbeben heimgesucht. © dpa
Den traurigen ersten Platz belegt Vanuatu - der Pazifikstaat leidet unter dem Klimawandel und Naturkatastrophen wie Erdbeben und Stürmen. © dpa

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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