Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Piraten-Attacke vor Westafrika

Deutsches Schiff angegriffen - vier Geiseln

Hamburg -Ein Hamburger Containerschiff ist vor der Küste von Westafrika von Piraten angegriffen worden. Es gelang ihnen, vier Besatzungsmitglieder als Geiseln zu nehmen.

Vor der Küste Westafrikas haben Piraten ein Containerschiff einer Hamburger Reederei angegriffen und vier Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen. Einen entsprechenden Bericht des NDR-Politikmagazins „Panorama 3“ bestätigte am Donnerstag die Reederei Leonhardt & Blumberg. Die betroffenen Crew-Mitglieder kommen nach diesen Angaben aus der Ukraine, Russland und Kiribati. Der Angriff habe sich am Montag 130 Meilen südwestlich von Malabo, der Hauptstadt Äquatorialguineas, im Golf von Guinea ereignet. Von den übrigen Besatzungsmitgliedern sei niemand verletzt worden, teilte die Reederei auf ihrer Internetseite mit.

Die 175 Meter lange „Hansa Marburg“, die unter liberianischer Flagge fährt, habe ihre Fahrt in Richtung Senegal fortgesetzt. Die deutsche Polizei und weitere zuständige Behörden seien unterrichtet worden. Um die Entführten nicht zu gefährden, will die Reederei keine weiteren Details bekanntgeben.

Sicherheitsgewerbe fordert Gesetz

Im April 2009 war bereits ein anderes Schiff von Leonhardt & Blumberg von somalischen Seeräubern überfallen worden. Erst vier Monate später gaben die Piraten die „Hansa Stavanger“ und die 24- köpfige Besatzung gegen ein Lösegeld von 2,7 Millionen Dollar (2,1 Millionen Euro) frei. Zu Beginn der damaligen Geiselnahme war eine geplante Befreiungsaktion durch die Elitetruppe GSG 9 kurzfristig abgebrochen worden.

Unterdessen appellierte der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) an den Bundestag, möglichst rasch den Einsatz privater Sicherheitsdienste auf Handelsschiffen zu erlauben. Das Bundeskabinett habe am Mittwoch zwei Verordnungen dazu gebilligt. „Die beschlossenen Regelungen unterstreichen die gewachsene Leistungsfähigkeit und Qualität der deutschen Sicherheitswirtschaft zur Sicherung der Handelsflotten auf den Weltmeeren beim Schutz vor Piratenangriffen“, erklärte BDSW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok. Das Sicherheitsgewerbe warte seit Monaten auf Rechtsklarheit.

Eine Zulassungspflicht für Sicherheitsunternehmen ab dem 1. Dezember 2013 habe der Gesetzgeber bereits beschlossen. Zuständig dafür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. An die Reeder appellierte der Sicherheitsverband, beim Schutz ihrer Schiffe auf qualifizierte deutsche Sicherheitsunternehmen zu setzen.

dpa

Rubriklistenbild: © AP (Symbolbild)

Kommentare