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Wirksamkeit getestet

Corona-Impfung: Biontech schlechter als Moderna? US-Studie überrascht

Ein Arzt zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf
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Ist der Corona-Impfstoff von Moderna wirklich besser, als der von Biontech? (Symbolbild)

Die Impfung gegen das Coronavirus gilt als der einzige Weg raus aus der Pandemie. Doch wie lange hält die Immunisierung an? Und ist der beliebteste Impfstoff in Deutschland gar nicht so gut, wie andere?

Um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, gibt es genau eine Lösung: Durch Impfung eine Herdenimmunität erreichen und dem Virus so Einhalt gebieten. Das ist bisher der einzige Weg, der es laut Wissenschaftlern möglich macht, Covid-19 endlich zu entkommen. Doch aktuell stockt die Impfkampagne und obwohl es mittlerweile sogar eine Impfempfehlung für Schwangere und Stillende* gibt, kommt die Impfquote – auch in Baden-Württemberg – nicht voran. Das liegt wohl auch daran, dass es immer noch Unsicherheiten in der Bevölkerung gibt, was die Impfstoffe angeht. Zurecht?

Wie echo24.de* jetzt berichtet, wird immer noch auf Hochtouren an Corona-Impfstoffen geforscht – sei es, um bestehende Vakzine zu verbessern, oder um neue Impfstoffe, wie das mRNA-Präparat von CureVac*, auf den Markt zu bringen. Außerdem stellt sich noch immer die Frage, wie lange eine Corona-Impfung überhaupt vorhält, und wann eine Drittimpfung empfehlenswert ist. In Baden-Württemberg sind bereits erste Bevölkerungsgruppen berechtigt*, sich ihre sogenannte „Boosterimpfung“ abzuholen.

Corona-Impfung: BioNTech-Impfstoff schlechter als Moderna?

Derweil hat das US-Center of Disease Control (CDC) in einer Studie untersucht, wie lange die unterschiedlichen Impfstoffe vorhalten. Ihr erstaunliches Ergebnis: Die Wirksamkeit des BioNTEch/Pfizer-Impfstoffes lässt wohl schneller nach, als die des Moderna-Präparats. Diese beiden Vakzine sind die einzigen mRNA-Impfstoffe auf dem Markt und gelten als besonders gut.

In Deutschland ist das BioNTech-Präparat außerdem mit Abstand das am häufigsten verabreichte. Knapp 77 Millionen Dosen sind hierzulande verimpft worden. Zum Vergleich: Der Moderna-Impfstoff wurde knapp 9,4 Mal gespritzt, das Vakzin von AstraZeneca nicht ganz 13 Millionen Mal. Das Präparat von Johnson&Johnson kommt erst auf knappe 3 Millionen Impfdosen.

Die US-Studie, die nun beweisen soll, dass der so hochgelobte mRNA-Impfstoff von BioNTech schneller an Wirkung verliert, als der Konkurrent von Moderna, fand im Zeitraum von März bis Mitte August statt. Die Wissenschaftler führten dafür in 21 US-Krankenhäusern eine sogenannte „Test-negative Fallkontrollstudie“ durch. Diese kommt beispielsweise auch bei Grippeimpfungen zum Einsatz, wie focus.de berichtet.

Corona-Impfung: Neue US-Studie untersuchte Langzeitwirkung der Impfstoffe

Die Wissenschaftler führten demnach bei 3.689 über 18-jährigen Krankenhauspatienten mit Corona-ähnlichen Symptomen PCR-Tests durch. Davon waren 1.682 positiv und 2.007 negativ. Außerdem ermittelten die Forscher bei allen Probanden noch den Impfstatus. Aus den daraus resultierenden Daten ergaben sich schließlich folgende Erkenntnisse: Die Wirksamkeit gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung lag für Moderna bei 93 Prozent, für BioNTech bei 88 Prozent und für Johnson&Johnson bei 71 Prozent. Da der Vektorimpfstoff von AstraZeneca in den USA nicht verimpft wird, kommt er in der Studie nicht vor.

Moderna93 Prozent
BioNTech88 Prozent
Johnson&Johnson71 Prozent

Doch nicht nur, dass laut der Studie die Wirksamkeit beim Moderna-Impfstoff generell am höchsten eingestuft wird, die Wissenschaftler zeigten außerdem auf, dass auf längere Zeit gesehen das Moderna-Präparat bessere Werte erzielt. Demnach lässt der Schutz von BioNTech nach vier Monaten deutlich nach – bei Moderna war dies nicht der Fall. Wieso dieses Phänomen allerdings überhaupt auftritt, konnten die Forscher in ihrer Studie nicht eindeutig beantworten. Es gibt lediglich eine Theorie:

Corona-Impfung – aus diesen Gründen könnte Moderna besser sein als BioNTech:

Der Moderna-Impfstoff hat einen höheren mRNA-Gehalt, als sein BioNTech-Pendant. Außerdem wird in den USA die zweite Dosis bei BioNTech bereits nach drei Wochen verabreicht, bei Moderna liegen vier Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung. Auch dieser Fakt könnte laut den US-Forschern Auswirkungen auf die bessere Langzeitwirkung des Moderna-Vakzins gegen das Coronavirus haben.

Dennoch betonten die US-Wissenschaftler nach Beendigung ihrer Studie, dass sie bei allen drei getesteten Impfstoffen einen guten Schutz vor einem schweren Covid-19-Verlauf sehen – und auch deutsche Politiker appellieren immer wieder, sich überhaupt gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Immerhin wurde erst kürzlich bekannt, dass eine bestimmte gefährliche Impf-Nebenwirkung widerlegt* werden konnte. Auch ist die Anzahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung gestorben sind*, in Deutschland relativ gering.

In manchen deutschen Bundesländern wird eine Corona-Impfung außerdem immer wichtiger, um weiterhin am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Die aktuelle Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* beispielsweise enthält eine 2G-Regel, die Ungeimpfte von Besuchen im Restaurant, Kino oder Theater ausschließt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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