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Tragödie bei Filmdreh

Tödlicher Schuss von Alec Baldwin: Waffenmeisterin reicht Klage ein

Todesschuss bei Dreh mit Alec Baldwin
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Ein Polizeifahrzeug fährt auf der Bonanza Creek Ranch an einem Gebäude vorbei, das von einem gelben Polizeiabsperrungsband umgeben ist. Der tödliche Schuss aus der Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin auf eine Kamerafrau am Set eines Western-Films gibt weiter Rätsel auf.

Im Oktober feuert Alec Baldwin am „Rust“-Filmset eine Requisitenwaffe ab. Eine Kamerafrau stirbt. Nun verklagt die Waffenmeisterin den Requisiteur, der echte Munition geliefert haben soll.

Santa Fe – Knapp drei Monate nach dem Tod einer Kamerafrau bei einem Filmdreh mit Hollywood-Star Alec Baldwin* hat eine Mitarbeiterin einen Requisiteur verklagt. Die Zivilklage der Waffenmeisterin sei am Mittwoch (12.01.2022) eingegangen, teilte das zuständige Gericht im US-Staat New Mexico mit. Die Klageschrift liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die Klage der Waffenmeisterin Hannah Gutierrez Reed richtet sich gegen den Requisiteur Seth Kenney und dessen Firma PDQ Arm & Prop. Die Firma hatte Requisiten, darunter Munition, für den Dreh des Westerns „Rust“ geliefert. In einer Schachtel, die 50 ungefährliche „Dummy“-Patronen enthalten sollte, hätten sich auch sieben scharfe Patronen befunden, lautet der Vorwurf. Die Requisiten-Firma hatte im November in der Los Angeles Times die Lieferung scharfer Munition bestritten.

Nach tödlichem Schuss von Alec Baldwin: Anwälte der Waffenmeisterin bringen Sabotage ins Spiel

Bei dem Vorfall während der Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western „Rust“ auf einer Filmranch in Santa Fe (New Mexico) war am 21. Oktober Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins (42) tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen worden. Alec Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt, hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene abgefeuert. Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Die Anwälte der im Fokus stehenden Waffenmeisterin hatten im November „Sabotage“ ins Spiel gebracht. Jemand könnte eine Kugel mit scharfer Munition in eine Schachtel mit harmlosen Dummy-Patronen gelegt haben, um den Dreh zu sabotieren, sagte damals der Anwalt Jason Bowles in einem TV-Interview. Die Waffenmeisterin hatte Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set zurückgewiesen. (Paul Bröker mit Material von dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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