Schlimmstes Beben seit Jahrzehnten

Albanien-Erdbeben: Zahl der Todesopfer steigt - Retter berichten von tragischen Details

Die Menschen in Albanien erlebten einen Albtraum am frühen Dienstagmorgen: Ein schweres Erdbeben erschütterte das Balkan-Land. Die Zahl der Toten steigt. Rettungskräfte suchen nach Überlebenden.

  • Am frühen Dienstagmorgen (26. November) wurde Albanien von einem Erdbeben erschüttert.
  • Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,4. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag nach Angaben des Instituts für Geowissenschaften in Tirana zehn Kilometer nördlich von Durres.
  • Jetzt beginnt ein tragischer Wettlauf gegen die Zeit. 

Update vom 29. November, 7.18 Uhr: Nach dem Erdbeben in Albanien steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens 41 Menschen als Folge der Katastrophe. Rund 750 Menschen wurden verletzt. 

In Durres hatten in- und ausländische Rettungsmannschaften noch am Freitagmorgen versucht, Mitglieder einer Familie aus den Trümmern ihres Hauses zu befreien. Unter den Verschütteten sollen sich unter anderem Zwillingsbabys befinden. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, wurde den Rettern zufolge aber immer geringer.

Albanien-Erdbeben: Erbitterte Suche nach Überlebenden - Zahl der Todesopfer steigt

Update vom 28. November, 11.17 Uhr: Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Albanien schwindet die Hoffnung Überlebende in den Trümmern zu finden. Die Zahl der Toten hat sich auf 39 erhöht. Dies teilte Ministerpräsident Edi Rama am Donnerstag mit. 16 Menschen kamen demnach in der westlichen Hafenstadt Durres ums Leben, weitere 23 im Ort Thumana. Viele Familien sind obdachlos und stehen vor dem Nichts.

Erdbeben in Albanien - Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Verschütteten

Update vom 27. November: Es ist das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten, das Albanien in der Nacht zum Dienstag erschüttert hat. Häuser stürzten ein und Menschen unter Trümmern. In- und ausländische Rettungsmannschaften sind seither erbittert auf der Suche nach weiteren Überlebenden. 46 Menschen wurden bereits erfolgreich geborgen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Bisher sind mindestens 29 Menschen gestorben, 650 weitere verletzt. 

Albanien-Erdbeben: Dramatischer Wettlauf gegen die Zeit - Zahl der Todesopfer steigt weiter

Nachricht vom 2 6. November, 19.56 Uhr: Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Albanien ist auf mindesten 20 gestiegen. Das bestätigte das albanische Verteidigungsministerium am Dienstagabend, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Regierungsstellen sprachen von Hunderten Verletzten. Einsatzkräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden. 

Die Europäische Union (EU) hat nach dem schweren Erdbeben in Albanien ihren Katastrophenschutzmechanismus aktiviert. Such- und Rettungsmannschaften aus Italien, Griechenland und Ungarn seien bereits auf dem Weg, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Nach dem schweren Erdbeben in Albanien suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden. 

Schweres Erdbeben in Albanien - Zahl der Todesopfer steigt

Update von 17.14 Uhr: Es ist ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Nach dem Erdbeben der Stärke 6,4, das am frühen Dienstagmorgen den Westen Albaniens erschüttert hat, geht es darum, die Verschütteten zu retten. In Tirana, der Hafenstadt Durres und einigen Landgemeinden stürzten Häuser ein, Menschen liefen in Panik auf die Straße. Mindestens 18 Menschen kamen ums Leben, bestätigte nun das Verteidigungsministerium. Regierungsstellen sprechen von mindestens 600 Verletzten. 

Weiterhin werden zahllose Menschen unter den Trümmern vermutet. Die Polizei stellte vor Ort knapp 2000 Mann bereit, um die Suche nach Verschütteten voranzutreiben. Die Europäische Union (EU) aktivierte Dienstagmittag ihren Katastrophenschutzmechanismus: Such- und Rettungsmannschaften aus Italien, Griechenland und Ungarn sind bereits auf dem Weg, um bei der Bergung Verschütteter zu helfen. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Schlimmstes Erdbeben seit Jahrzehnten: Zahl der Todesopfer in Albanien steigt

Update von 12.08 Uhr: Nach neuesten offiziellen Angaben wurden bei dem Erdbeben in Albanien neun Menschen getötet und über 300 Menschen verletzt. Es war das schwerste Unglück seit Jahrzehnten in der Region. 

Auch in Bosnien-Herzegowina ist es am Dienstagvormittag zu einem schweren Erdbeben mit der Stärke 5,4 gekommen. Die US-Erdbebenwarte USGS berichtet, dass das Epizentrum etwa 80 Kilometer südlich von der Hauptstadt Sarajevo lag. Es wird vermutet, dass es sich um ein Nachbeben aus Albanien handeln, wo es am Dienstagmorgen zu schweren Beben kam. 

Die EU hat den Katastrophenschutzmechanismus aktiviert. Italien, Ungarn und Griechenland schicken Such- und Rettungsmannschaften nach Albanien. Weitere EU-Länder, darunter auch Deutschland, haben ihre Unterstützung angeboten. Ein EU-Katastrophenschutzteam soll bei der Koordinierung der Hilfen unterstützen. Außerdem sollen Satellitenbilder des Copernicus-Dienstes genutzt werden.

„Die Europäische Union steht Albanien in dieser schwierigen Zeit zur Seite“, teilte der der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides mit. Weitere Hilfen stünden abrufbereit, wenn sie gebraucht würden.

Erdbeben in Albanien: Bürger verlassen am frühen Dienstagmorgen panisch ihre Häuser

Update von 8.22 Uhr: Mindestens vier Menschen sind bei dem wohl schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien ums Leben gekommen, wie das staatliche albanische Fernsehen meldete. Private Medien sprachen von bis zu fünf Toten. Nach Angaben der Gesundheitsministerin Manasterliu wurden mehrere hundert Menschen verletzt.

Ein etwa 50 Jahre alter Mann kam nach Angaben des Verteidigungsministeriums ums Leben, als er im Ort Kurbin im Nordwesten des Landes in Panik aus einem Gebäude sprang. Die Leichen eines Mannes und einer Frau wurden in Thumane nördlich von Tirana aus Trümmern geborgen. Ein vierter Toter wurde im Küstenort Durres gefunden. 

Ein Erdbeben hat Albanien am Dienstagmorgen (26. November) erschüttert. Die Folgen sind verheerend.

 

Erdbeben in Albanien: Häuser eingestürzt - Menschen in Panik

Tirana - Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am frühen Dienstagmorgen die Westküste des Balkanstaats erschüttert. Das Institut für Geowissenschaften in Tirana und das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gaben die Stärke mit 6,3 an, die US-Erdbebenwarte (USGS) mit 6,4. Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben zehn Kilometer nördlich von Durres und 30 Kilometer westlich von Tirana, in zehn Kilometer Tiefe im Adriatischen Meer. 

Drei Todesopfer und Hunderte Verletzte nach Erdbeben in Albanien

Laut ersten Angaben des Gesundheitsministeriums sollen rund 150 Menschen verletzt worden sein. Nach unbestätigten Angaben soll es bisher auch drei Todesopfer geben.

Erdbeben in Albanien: Gebäude in Küstenstadt Durrës eingestürzt - bis nach Italien spürbar

In Dürres brach nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein dreistöckiges Hotel zusammen.

Von Anwohnern gepostete Videos im Internet zeigten eingestürzte Gebäude in der Küstenstadt Durrës. Dort brach nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein dreistöckiges Hotel zusammen. 

Ein weiteres Gebäude im Stadtzentrum wurde schwer beschädigt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sprach von "erheblichen Schäden". Menschen seien in Panik aus ihren Häusern gelaufen, hieß es. Das Erdbeben und einige kleinere Nachbeben waren laut örtlichen Medien auch im benachbarten Kosovo und selbst in Süditalien zu spüren.

Bereits Serie von schweren Erdbeben im September 

Bei einer Serie von Erdbeben in Albanien waren im September und Oktober mehr als 100 Menschen verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben lagen zwischen 4,4 und 5,8. Ein besonders schweres Erdbeben mit über 100 Verletzten gab es zuletzt am 19. Oktober in der Nacht.

Im November gab es zudem ein heftiges Erdbeben in Südfrankreich mit mehreren Verletzten - in der Nähe von zwei Kernkraftwerken.

mag/va/AFP

Rubriklistenbild: © dpa / Visar Kryeziu

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT