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Ägyptische Herrscherin identifiziert

Stadt der Toten: Archäologen finden 4.200 Jahre alten Grabtempel mit 50 versiegelten Särgen

Hölzerner Sarkophag aus der Nekropole Sakkara 
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Archäologen entdeckten in der ägyptischen Begräbnisstätte Sakkara den Totentempel von Königin Neit 

In der ägyptischen Nekropole Sakkara ist Forschern ein spektakulärer Fund gelungen. Ein Totentempel, in dem eine bisher unbekannte Herrscherin der 6. Dynastie bestattet worden ist. Sie belegt, dass Pharao Teti mit mehr Frauen verheiratet war, als bislang angenommen.

Kairo - Die ägyptische Kultur des Todes und Bestattens fasziniert Menschen auf der ganzen Welt. Mumifizierte Pharaonen, die in Sarkophage eingebettet sind, die tief unter der Erde lagern. In Grabkammern, deren Wände mit Hieroglyphen verziert sind, die Wissenschaftler um ihre Bedeutung rätseln lassen.

Der Reichtum der Regenten, das Geheimnis um die Baukunst der Pyramiden mit ihren versteckten Zugängen; das alles wirkt geheimnisvoll und Ehrfurcht einflößend. Bücher zur Geschichte der altägyptischen Hochkultur belegen in Bibliotheken ganze Regalmeter, die gefühlt von der Erde bis zum Mond reichen.

Pharao Teti: Ehefrau Nummer 3 als „Königin Neit“ indentifiziert

Nun könnten zu den unzähligen Publikationen über Ägypten schon bald weitere hinzukommen. Denn Archäologen machten in der Nekropole Sakkara- 20 Kilometer südlich von Kairo - eine bahnbrechende Entdeckung, die die Geschichte des Landes um einen bedeutenden Baustein erweitert.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 04.03.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Der Fund ist von so hoher Relevanz, dass sogar das ägyptische Ministerium für Altertümer ihn höchst offiziell verkündete. Er umfasst einen 4.200 Jahre alten Totentempel für eine Königin, 50 versiegelte Särge sowie eine Schriftrolle mit einem Auszug aus dem „Buch der Toten“, das im alten Ägypten Verstorbenen zur Orientierung im Jenseits mitgegeben wurde.

Der Fund ist unter anderem deshalb so bedeutsam, weil Archäologen bei Ausgrabungen im Jahr 2010 Überreste einer kleinen Grabpyramide entdeckten, die einer der Gemahlinnen des Königs Teti gehörte. Er war der erste Pharao der sechsten Dynastie, der Ägypten vor über 4.300 Jahren regierte.

Doch die Identität der Frau blieb den Archäologen verborgen, da ihr Name offenbar nicht, wie sonst üblich, an eine der Innenwände geschrieben wurde. Sie war ein weibliches Mitglied des ägyptischen Königshauses unbekannten Namens. Doch Mitte Januar 2021 fanden die Wissenschaftler schließlich die Nadel im Heuhaufen.

In der Nähe der Grabpyramide legten sie einen Totentempel frei und entdeckten dabei sowohl an einer Wand als auch an einem Obelisken den Namen „Neit“. Bislang wusste man nur von zwei rechtmäßigen Frauen des Pharaos: Iput und Chut, deren Grabmäler sich direkt neben der Pyramide Tetis befinden.

„Ich hatte noch nie von dieser Königin gehört. Dies wird ein Stück der Geschichte zu der des alten Königreichs hinzufügen.“, sagte Ausgrabungsleiter Zahi Hawass im Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtensender CBS News.

Die vielen Fundstücke belegen einmal mehr, welche Schätze die Totenstadt Sakkara birgt, die seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der Unesco steht. Es werden vermutlich noch weitere sensationelle Entdeckungen folgen: „Sakkara hat erst rund ein Prozent von dem freigegeben, was dort verborgen ist“, erklärte Antikenminister Chalid al-Anani im November vergangenen Jahres. „Wenn wir weiterarbeiten, ist zu erwarten, dass wir weitere Gräber von Menschen und Tieren finden.“

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