Zeuge: Jackson-Arzt bestellte viel Propofol

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Der Leibarzt des verstorbenen Michael Jackson steht vor Gericht. Dort sagte ein Zeuge, er habe kurz vor Jacksons Tod große Mengen des Narkosemittels Propofol bestellt.

Los Angeles - Der Arzt von Michael Jackson hat sich wenige Wochen vor dem Tod des Popstars noch große Mengen eines starken Narkosemittels beschafft. Vor Gericht kommen nun immer mehr Details ans Licht.

Dies sagte ein Apotheker am Montag bei einer Anhörung vor dem Los Angeles Superior Court, berichtete die “Los Angeles Times“. Der Herzspezialist Conrad Murray habe bei ihm mehr als 250 Ampullen Propofol bestellt, gab Tim Lopez zu Protokoll. Die auf zwei bis drei Wochen angesetzte Anhörung, die Anfang Januar begonnen hatte, soll klären, ob dem 57-Jährigen Murray der Prozess gemacht wird.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
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Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
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Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
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Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

Ein Detektiv sagte am Montag im Zeugenstand, Murray habe ihnen zwei Tage nach dem Tod Jacksons erzählt, dass der Sänger regelrecht um Propofol gebettelt habe. Er wollte seinen Patienten eigentlich von dem Narkosemittel fernhalten, doch Jackson habe auf die Spritzen gedrängt, um damit seine Schlaflosigkeit zu bekämpfen. In den Stunden vor Jacksons Tod habe er ihm zunächst nur eine Reihe von Schlafmitteln gegeben und Meditation empfohlen, sagte Murray damals den Ermittlern.

Am Ende habe der Sänger auf das starke Narkosemittel bestanden. Das zur Betäubung bei Operationen eingesetzte Propofol führte nach dem Befund der Gerichtsmediziner am 25. Juni 2009 zu Jacksons Tod. Der Künstler war 50 Jahre alt und wollte wenige Tage später ein Comeback und seinen Abschied mit der “This Is It“-Tournee feiern.

dpa

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