Polizei musste ihn fixieren

Nach Einlieferung von Prinz Ernst August in Psychiatrie: Erneuter Skandal - Prinz stürmte mit Baseballschläger Polizeistation

Prinz Ernst August von Hannover hat Ärger mit der Polizei. Er soll sich mit Beamten Mitte Juli geprügelt haben. Nun drohte er den Polizisten in einer weiteren Aktion.

  • „Skandalprinz“ Ernst August von Hannover macht mal wieder von sich reden.
  • Bei einem Polizeieinsatz in seinem Anwesen gab es Mitte Juli einen Vorfall.
  • Am Montag, 20. Juli, drohte der Prinz den Beamten nun offenbar mit einem Baseballschläger.

Update vom 22. Juli, 11 Uhr: Der aktuelle Skandal um Prinz Ernst August von Hannover scheint nicht enden zu wollen. Nachdem der Prinz nach einem Vorfall in der vergangenen Woche selbst die Polizei alarmiert hatte, diese dann aber offenbar bedroht hatte und anschließend in die Psychiatrie eingewiesen wurde, (siehe Ursprungsmeldung vom 16. Juli), scheint es nun zu einem weiteren Vorfall gekommen zu sein. Wie die Kronenzeitung und Bild berichten, soll der Prinz am Montag erneut auf Beamte losgegangen sein.


Demnach soll sich der erneute Vorfall am Montag, 20. Juli, gegen 21 Uhr zugetragen haben. Demnach soll Prinz Ernst August von Hannover im österreichischen Ort Scharnstein mit einem Baseballschläger ausgestattet zur Polizei gefahren sein. Mit dem Baseballschläger soll er laut Kronenzeitung die Wache betreten haben, doch da die Wache in dem Ort sehr klein sei und die Beamten nicht vor Ort gewesen seien, soll der Prinz, der 1999 Caroline von Monaco geheiratet hat, sich selbst auf die Suche nach den Polizisten gemacht haben.

Mit einem Taxi habe der 66-Jährige dann die Polizisten im Ort gesucht. Und tatsächlich: Prinz Ernst August von Hannover soll diese bei einer Verkehrskontrolle gefunden haben. Der Prinz soll dann aus dem Fenster die Beamten mit dem Baseballschläger bedroht haben. Wie die Polizei gegenüber Bild bestätigt, wird nun gegen den 66-Jährigen wegengefährlicher Drohung“ ermittelt. Warum der Adlige den Beamten überhaupt gedroht hatte, ist nicht bekannt.


Prinz Ernst August: Freund macht sich schwere Vorwürfe nach der Skandal-Nacht

Update vom 19. Juli, 8.22 Uhr: Prinz Ernst August von Hannover sorgt weiter mit einem Vorfall in seinem Jagdhaus in Oberösterreich für Gesprächsstoff. Was ist genau in der Nacht auf Mittwoch in Grünau im Almtal passiert? Es gibt zwei Versionen (Erstmeldung vom 16. Juli). Der Prinz Ernst August von Hannover und die Polizei schildern unterschiedliche. Fakt ist, wie die österreichische krone.at berichtet, dass es in der Nacht zum Mittwoch (16. Juli) einen Polizeieinsatz in oberösterreichischen Grünau im Almtal gekommen ist. Ein Reporter schildert den Inhalt des Polizei-Protokolls. Es steht Aussage gegen Aussage. Prinz Ernst August von Hannover selbst hatte in der besagten Nacht über den Notruf Hilfe angefordert. Bisher habe der Welfenprinz  nach Medienberichten keine Anzeige gegen die Polizei gestellt. Die Staatsanwaltschaft Wels (siehe Update vom 18. Juli, 8.15 Uhr) ermittelt wohl noch gegen den Prinzen. 

Wie krone.at berichtet, wollen die österreichischen Behörden zudem dem Urenkel des letzten Deutschen Kaisers seinen Jagdschein und die damit verbundene Erlaubnis Waffen zu besitzen, entziehen. Ein richterlicher Beschluss oder eine Anordnung würde jedoch noch nicht vorliegen. 

Ein Freund und Wegbegleiter macht sich derweil schwere Vorwürfe, berichtet das österreichische Boulevardblatt. Jörg Leithner, Koch vom Restaurant Almtalhof in Grünau, kenne Prinz Ernst August seit Jahren. „In der Nacht versuchte er, mich unzählige Male anzurufen, ich hörte es aber nicht, habe bereits geschlafen“, so Leitner im Gespräch mit krone.at. Am Abend nach dem Vorfall sei sein Freund bei ihm im Gasthaus gesessen. Seine Arme seien verbunden gewesen, er sei ganz normal und freundlich gewesen.     

Prinz Ernst August könnten bis drei Jahre Freiheitsstrafe drohen

Update vom 18. Juli, 08.15 Uhr: Nach einem heftigen Vorfall zwischen der österreichischen Polizei und dem als „Prügelprinz“ bekannten Prinz Ernst August von Hannover in seinem Jagdschloss in Grünau (Österreich) ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Wels gegen ihn. Ihm werden unter anderem schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Sollte er verurteilt werden, könnten ihm bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe drohen. Wegen seines psychisch auffälligen Verhaltens wird derzeit jedoch noch seine Schuldfähigkeit geprüft. Es stellt sich immer noch die Frage, wie es zu den kuriosen Szenen (siehe Ursprungsmeldung vom 16. Juli) am vergangenen Mittwoch (16. Juli 2020) gekommen ist? 

Prinz Ernst August: Krasser Vorfall mit Polizei - Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie bild.de (hinter Bezahlschranke) berichtet, soll der skandalträchtige Prinz in der österreichischen Gemeinde im Almtal ein inzwischen zurückgezogenes Leben führen. Ein Nachbar berichtet, dass man Ernst August kaum zu Gesicht bekäme. Und wenn, dann würde er behandelt werden wie jeder andere im Dorf: „Wir duzen ihn, das ist eben so in der Region. Er ist ein Mensch wie jeder andere. Er ist höflich, sagt Danke und Bitte. Ihm gefällt es, dass er ein Dazugehöriger ist.“ 

Auch Wolfgang Bammer, Bürgermeister von Grünau, behauptet, dass der Prinz beliebt sei im Dorf. Er unterstütze sogar unter anderem Vereine. Früher sei Ernst August noch mit mehreren Security-Männern zum Abendessen in einer Gaststätte aufgetaucht oder habe eine ganze Bar nur für sich gebucht. Doch diese Arroganz habe er inzwischen abgelegt.  Grund dafür sei wohl eine Darm-Erkrankung und eine Operation im April 2018, die er nur knapp überlebte. 

Prinz Ernst August: Krasser Vorfall - Beamte erheben heftige Vorwürfe

Update vom 16. Juli, 13.17 Uhr: Nach einer erneuten Prügelattacke von Prinz Ernst August von Hannover - diesmal gegen Polizisten (siehe Ursprungsmeldung vom 16. Juli 2020) teilte die Staatsanwaltschaft Wels gegenüber focus bereits mit: "Dem rechtlich Beschuldigten wird gefährliche Drohung, schwere Körperverletzung, versuchte schwere Körperverletzung und versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Last gelegt. Schwer, weil ein Beamter verletzt wurde." 

Die Beamten soll der Prinz sogar mehrmals mit dem Tode bedroht haben. Gegen den „Skandalprinz“ wurde außerdem laut Staatsanwaltschaft von der österreichischen Polizei ein Waffenverbot ausgesprochen.

Prinz Ernst August von Hannover in Psychiatrie: Er soll Polizei mit einem Messer bedroht haben - erste Details 

Ursprungsmeldung vom 16. Juli 2020:

Grünau - Während es im britischen Königshaus mit Skandalen um Prinz Harry *und seine Ehefrau Meghan Markle* hoch hergeht, spielen sich indessen in Österreich ganz andere Szenen ab. Unvorstellbare Dramen sollen sich auf dem Anwesen von Prinz Ernst August von Hannover entwickelt haben. 

Der „Skandalprinz“ machte mal wieder von sich reden. Bereits in der Vergangenheit geriert er mehrfach mit gewalttätigen und beleidigenden Ausbrüchen in die Schlagzeilen. Dann wieder urinierte er öffentlich am türkischen Pavillon bei der Weltausstellung 2000 in Hannover, ein anderes Mal fuhr er mit über 200 km/h auf einer französischen Autobahn. Diesmal rief er aber einen Polizeieinsatz ins Leben, der es wohl in sich hatte. 

Der 66-jährige Ex-Mann von Prinzessin Caroline von Monaco soll in der Nacht auf Mittwoch (15. Juli 2020) eine Stunde nach Mitternacht einen Notruf abgesetzt haben. Was daraufhin passiert sein soll, hätte sich wohl kein Filmregisseur besser einfallen lassen können.

Prinz Ernst August von Hannover im Konflikt mit der Polizei - Dann landet er in Psychiatrie

Wie die Kronenzeitung berichtete, soll die Polizei Scharnstein (Österreich) offenbar, nachdem ein Notruf abgesetzt wurde, zum Jagdhaus des Prinzen in Grünau gefahren sein. Der „Skandalprinz“ habe am Telefon davon gesprochen, dass er in einem Graben liege und ermordet werden soll. Am angeblichen Tatort angekommen, sollen die Einsatzkräfte tatsächlich zwei Personen angetroffen haben. 

Doch neben dem Mann und der Frau fehlte von Prinz August demnach jegliche Spur. Den sollen die Beamten dann schließlich in seinem Jagdhaus gefunden haben. Dort angekommen reagierte Prinz August offenbar aggressiv gegenüber dem Paar und wollte es vom Grundstück werfen.

Royals: Prinz Ernst August von Hannover alarmierte die Polizei 

Ein Polizeibeamter soll Bild gegenüber berichtet haben, dass sie dann „vom aggressiv auftretenden Anrufer körperlich attackiert“ worden seien.“ Die Konsequenz davon: „Aus Selbstschutz habe man daraufhin den Mann in eine Klinik gebracht“, so der Sprecher. Laut der Kronenzeitung soll der 66-Jährige sogar einen Beamten am Kopf gepackt haben. Nachdem dieser ihn abgewehrt hatte, soll Prinz August die Einsatzkräfte mit einem Messerschleifer bedroht haben. 

Als sie ihm diesen scheinbar laut Kronzenzeitung aus der Hand schlagen konnten, soll die Attacke jedoch weitergegangen sein. Solange bis Prinz Ernst August von Hannover schließlich erfolgreich fixiert werden konnte. Ein inzwischen anwesender Arzt soll dann seine Einlieferung in die Psychiatrie angeordnet haben. Nachdem er diese wieder verlassen konnte, teilte der Urenkel des letzten deutschen Kaisers seine Version des Abends gegenüber der Kronenzeitung mit.

Royals: Prinz Ernst August von Hannover: So erlebte er den Vorfall mit der Polizei

Der Grund, warum er den Notruf wählte, soll demnach folgender gewesen sein: „Ich hatte eine Unterzuckerung, wählte deswegen den Notruf. Ich sagte, dass sie sich beeilen sollen, weil es mir sehr schlecht geht. Warum aber die Polizei mitgekommen ist, weiß ich nicht.“ 

Diese sollen seiner Version nach, unter Alkoholeinfluss einfach auf ihn losgeprügelt haben. „Ich glaube, die waren besoffen, die machten zumindest den Eindruck. Dann haben sie mich in einer Ambulanz angekettet. Fünf Stunden haben sie mich nicht rausgelassen. Sie wollten mich in ein Zimmer bringen und mich niederspritzen. Ich stand die ganze Nacht. Ich hab ihnen gesagt, das tun sie mit mir nicht, ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich hab so lange geschrien, bis ich raus durfte“, so der 66-Jährige. 

Um sich gegen die Attacke eines Polizisten zu wehren, habe er „wahrscheinlich zurückgeboxt. Ich war so erstaunt. So ein unverschämter Lümmel“, berichtete der skandalträchtige Prinz, der beteuerte, nicht handgreiflich geworden zu sein. Er will jetzt angeblich sogar die Polizei und die Klinik verklagen. (jbr) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Mit einem Polizeieinsatz hatte es kürzlich auch Schlager-Sängerin Helene Fischer zu tun: Sie wurde Opfer eines Einbruchs.

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