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Großer Preis von Indien

Vettel: Noch 60 Runden bis zum vierten WM-Titel

Mark Webber Sebastian Vettel
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Red-Bull-Pilot Mark Webber hatte hinter Sebastian Vettel beim Abschlusstraining das Nachsehen

Greater Noida - Jetzt sind es nur noch 60 Runden bis zum vierten WM-Titel in Serie, 307,249 km bis zu einem weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher der Formel 1

Sebastian Vettel startet von der Pole Position in seine vermeintliche Triumphfahrt beim Großen Preis von Indien (Sonntag, 10.30 Uhr/RTL und Sky). Der 26 Jahre alte Red-Bull-Pilot demütigte die Konkurrenz im Qualifying regelrecht und sicherte sich in überlegener Manier seine dritte Pole Position in Folge auf der Strecke vor den Toren Neu-Delhis. Dem Heppenheimer reicht in Greater Noida bereits ein fünfter Platz, um sich zum vierten Mal zum Weltmeister zu krönen.

„Ich habe schon mehr erreicht, als ich je hätte zu träumen gewagt“, sagte Vettel, der sich nach eigener Aussage noch nicht zu sehr mit dem möglichen Triumph beschäftigen möchte: „Ich liebe diesen Sport einfach und genieße jeden Moment.“

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Hinter Vettel startet das Mercedes-Duo Nico Rosberg (Wiesbaden) und Lewis Hamilton (England) von den Plätzen zwei und drei. Der spanische Ferrari-Star Fernando Alonso, Vettels einzig noch verbliebener Rivale im Titelkampf, kam nicht über Rang acht hinaus. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und bisher ein brilliantes Wochenende erlebt, das Auto ist schnell. Wir haben eine sehr gute Chance auf ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Vettel. Und Rosberg meinte: „Das ist mehr, als ich erwartet habe.“

Vettel, der alte und aller Voraussicht nach neue Weltmeister hatte am Ende über sieben Zehntelsekunden Vorsprung auf die Silberpfeile und konnte sich nach seiner Machtdemonstration über die siebte Pole dieser Saison und die insgesamt 43. seiner Karriere freuen. Nico Hülkenberg (Sauber/Emmerich) bestätigte mit Platz sieben seine starke Form, Adrian Sutil (Force India/Gräfelfing) musste sich mit Platz 13 zufrieden geben.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Vor dem Qualifying war das letzte freie Training auf dem Buddh International Circuit wegen Smogs um 20 Minuten nach hinten verschoben und auf 40 Minuten verkürzt worden. Weil sich eine dichte Dunstglocke über die 5,125 km lange Strecke gelegt hatte, hätte der Rettungshubschrauber im Falle eines Unfalls nicht starten können.

Vettel ließ sich von der zwischenzeitlichen Konfusion nicht beeindrucken. Nach zuletzt fünf Rennsiegen in Folge und dem neunten der Saison hat er 297 Punkte auf dem Konto. Alonso liegt 90 Punkte hinter dem Heppenheimer zurück auf Platz zwei. Bleibt Vettel in Indien vor Alonso, ist der Hesse erneut Weltmeister. Ihm würde beim 16. von 19 Rennen aber auch ein fünfter Platz in jedem Fall zum Titelgewinn reichen. Selbst wenn Vettel nicht in die Punkte fährt, müsste Alonso schon Zweiter werden, um die Entscheidung noch einmal aufzuschieben.

Doch damit rechnet eigentlich niemand mehr. Vettel gilt in Indien als unschlagbar, hat die bisherigen zwei Rennen gewonnen und dabei jede (!) Runde angeführt. Doch der Blondschopf krönt sich wohl vor nahezu leeren Tribünen erneut zum Champion - bisher konnten die Veranstalter nur rund ein Fünftel der 100.000 Tickets verkaufen.

Dafür ist seine Heimatstadt Heppenheim bereit für die große WM-Sause. Die hessische Kleinstadt verwandelt sich am Sonntag wieder zu „Vettel-Heim“. Der Erste-Sebastian-Vettel-Fanclub hat zum großen Public-Viewing eingeladen, das Bier ist schon kaltgestellt und ein DJ soll - neben Vettels Triumph - für gute Stimmung sorgen. Das Rennen wird auf einer riesigen Leinwand übertragen, Vettel-Fans aus der ganzen Republik sollen ihr Kommen zugesagt haben.

Vettel wäre der mit Abstand jüngste Vierfach-Champion der Geschichte - Michael Schumacher war bei seinem vierten Titel bereits 32 Jahre alt. Bisher gewannen überhaupt erst drei Fahrer vier oder mehr WM-Titel in der Formel 1: Rekordweltmeister Schumacher (sieben Titel), der Argentinier Juan Manuel Fangio (fünf) und der Franzose Alain Prost (vier). Zudem könnte Red Bull in Indien bereits die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM herbeiführen.

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sid

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