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Ende Januar

Räikkönen testet als Erster neuen Ferrari

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Kimi Räikkönen (Archivbild) wird den neuen Ferrari als Erster treffen.

Maranello - Kimi Räikkönen wird in der kommenden Saison wieder für Ferrari fahren. Der Finne darf deshalb als Erster die neuen Boliden testen.

Nach dem letzten Arbeitstag vor dem Weihnachtsfest freute sich auch Fernando Alonso auf ein bisschen Leerlauf. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister wird bei den ersten Übungsrunden mit dem neuen Ferrari im kommenden Jahr ebenfalls noch kein Gas geben. Die ersten Runden auf dem Circuito de Jerez in Alonsos Heimatland Spanien wird sein neuer Ferrari-Rivale Kimi Räikkönen drehen. Dies kündigte Präsident Luca di Montezemolo laut der italienischen Zeitung „La Gazzetta dello Sport“ beim traditionellen Dinner mit einheimischen Medienvertretern an.

Räikkönen soll am 28. und 29. Januar zum Auftakt der ersten viertägigen Testfahrten im neuen Wagen der Red-Bull-Herausforderer Platz nehmen, ehe Alonso in Jerez de la Frontera das Steuer übernehmen wird. Unklar ist hingegen noch, wann genau und wo der Wagen vorgestellt wird und wie er heißt. Für den Namen des neuen Ferrari, in dem das weltmeisterliche Duo Jagd auf Serien-Champion Sebastian Vettel machen will, sollen die Fans Vorschläge in sozialen Netzwerken machen können.

Während sich Vettel von seiner vierten Weltmeister-Saison in Serie schon seit einigen Tagen erholt und seinen ersten Vaterfreuden entgegensieht, erledigte Alonso am Freitag noch ein paar Dinge in der Ferrari-Schmiede, bevor er sich auf den Heimweg machte. Mit im Gepäck war auch ein Lob von di Montezomolo.

Er halte Alonso für den besten Piloten der Formel 1, bekräftigte der Ferrari-Präsident wieder einmal. Zugleich stellte er aber unmissverständlich und durchaus mahnend klar, dass auch der beste Fahrer der Formel 1 nicht über der Marke Ferrari steht, die seit WM-Beginn als einzige dabei ist: „Wer nur für sich fahren will, für den gibt es 3000 andere starke Teams.“

Nicht selten hatte Alonso den eigenen Wagen in der vergangenen Saison deutlich kritisiert. Vom obersten Boss war der Champion von 2005 und 2006 dafür ungewohnt hart in der Öffentlichkeit gemaßregelt worden. Als durchaus pikant könnte nun angesehen werden, dass di Montezemolo das Verhalten von Vettel lobte, der Rennen für Rennen die Teamleistung auf dem Weg zum Titel hervorhob. Es gefalle ihm, betonte di Montezemolo. Nicht ohne auch noch ein „Sag-niemals-nie“ anzufügen, was irgendwann einmal eine Verpflichtung des Heppenheimers betreffen könnte.

Vettel können Koketterie und Geplänkel aus Maranello egal sein. Selbst wenn auch noch zwei anerkannte Ingenieure das Team verlassen. Allerdings nicht Richtung Ferrari, sondern Richtung MercedesAMG. Nicht erst seitdem dürften die Silberpfeile neben der Scuderia die Hauptherausforderer für den 26-Jährigen und seine Weltmeister-Crew im kommenden Jahr sein.

Alle drei Teams testeten in dieser Woche in Bahrain die neuen Reifenmischungen von Pirelli für 2014. Von den Top-Piloten war aber nur Nico Rosberg dabei. Den Schrecken von seinem Dreher bei über 300 Sachen hat der Wiesbadener längst schon wieder verdaut. Am Freitag ging es für Rosberg nochmals ins Werk nach Brackley. Danach sind festliche Ruhe und ein bisschen Leerlauf auch für ihn angesagt: „Mein Silberpfeil und ich sind fertig gepackt für Weihnachten.“

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

dpa

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