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Protest gegen Formel 1-Rennen

Brief an Ecclestone: Sagt Bahrain ab!

Bernie Ecclestone
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Die Kritik an Formel-1-Chef Bernie Ecclestone  wird unmittelbar vor dem Rennen in Bahrain wieder schärfer.

Manama/London - Die Menschenrechtsverletzungen in Bahrain sorgen weiter für Wirbel. Britische Abgeordnete fordern von Formel-1-Boss Ecclestone jetzt eine Absage des Rennens am Wochenende.

In einem Brief haben britische Parlamentsmitglieder Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone zur Absage des Großen Preises von Bahrain am 21. April aufgefordert. In dem Schreiben, aus dem die britische Press Association zitierte, begründet die „All Party Parliamentary Group for Democracy in Bahrain“ ihre Forderung mit den „grausamsten Menschenrechtsverletzungen“ in dem Land. Der Brief wurde von 20 Parlamentsmitglieder unterzeichnet.

Der Vorsitzende der APPG, Andy Slaughter, geht davon aus, dass das Rennen genauso viel negative Publicity ernten wird wie vor einem Jahr. Auch damals hatte sich die Formel 1 heftiger Kritik ausgesetzt gesehen. Vor zwei Jahren war das Bahrain-Rennen wegen der blutigen Unruhen in dem Inselstaat im Persischen Golf abgesagt worden.

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

Bernie Ecclestone
“Ich denke, wenn die Leute 100 werden, dann sollten sie anfangen, über die Pension nachzudenken. Ich bin da aber nicht sicher.“ (Formel-1-Chef Bernie Ecclestone) © dpa
Bernie Ecclestone
“Am Morgen nach meinem Tod - und die ersten zwölf Exemplare gehen ans Finanzamt.“ (Ecclestone auf die Frage, wann seine Autobiographie erscheint) © dpa
Bernie Ecclestone
“Wenn ich mitten in einem Grand Prix sterben würde - kein Problem! Mir wäre aber lieber, wenn es erst nach dem Zieleinlauf passiert.“ (Ecclestone über den Tod) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich denke, mit Demokratie bringt man den Laden nicht zum Laufen.“ (Ecclestone über sein Geschäftsprinzip) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich würde auch als Blumenhändler versuchen, so gut wie möglich abzukassieren. Doch mein Herz hängt am Motorsport.“ (Ecclestone zum selben Thema) © dpa
Bernie Ecclestone
“Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia.“ (Ecclestone über seine langjährige Zusammenarbeit mit dem damaligen Weltverbandschef Max Mosley) © dpa
Bernie Ecclestone
“Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden.“ (Ecclestone in Anspielung auf die Trennung von seiner Frau Slavica) © dpa
Bernie Ecclestone
“Ich liebe es, nach Japan zu fliegen! Dort sind alle so groß wie ich.“ (Ecclestone vor einer Reise zum Japan-Grand-Prix) © AFP
Bernie Ecclestone
“Das einzig Gute an Olympia ist die Eröffnungs- und die Schlussfeier. Das ist eine tolle Show. Ansonsten ist es völliger Quatsch.“ (Ecclestone am Dienstag zu den Olympischen Spielen 2012 in seiner Heimatstadt London) © AFP
Bernie Ecclestone
“Bei manchen Auslaufzonen geht einem das Benzin aus, bevor man in die Streckenbegrenzung kracht.“ (Ecclestone zur verbesserten Sicherheit auf Formel-1-Strecken) © AFP
Bernie Ecclestone
“Ich würde versuchen, eine 18-jährige Freundin zu finden.“ (Ecclestone auf die Frage, was er machen würde, wenn er noch mal 22 Jahre alt wäre) © dpa

Die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit des Landes richten sich gegen das sunnitische Königshaus. Die Opposition fordert Reformen und die Freilassung von politischen Gefangenen.

Unmittelbar nach dem Rennen in China am Sonntag nahm die Kritik an dem Grand Prix in Bahrain wieder zu.

Die Netzaktivisten der Anonymous-Bewegung kündigten eine Internet-Attacke an. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf Ecclestone Egoismus vor. „Wenn alle Fahrer auf ihren Autos gut sichtbar einen Aufkleber mit der Forderung der Freilassung der politischen Gefangenen anbringen würden, wäre das eine große Hilfe“, sagte die zuständige Amnesty International-Länderkoordinatorin Regina Spöttl der „Welt“.

Ecclestone kündigte bereits an, sich mit Kritikern treffen zu wollen. Zugleich betonte er mehrfach, nach seinen Informationen sei in dem Golfstaat „alles in Ordnung“. Amnesty International-Referentin Spöttl nannte solche Aussagen„sehr "egoistisch". Die Probleme in Bahrain seien massiv. Darauf machten Menschenrechtsorganisationen auch immer wieder aufmerksam. Konkret nannte sie Mängel in der Presse- und Meinungsfreiheit sowie Willkür bei der Rechtsprechung.

Die Lage in dem Golfstaat gilt weiterhin als angespannt. In der Nacht zum Montag explodierte laut Medienberichten eine Autobombe in der Hauptstadt Manama. Die Täter teilten in einem Bekennerschreiben mit, das Attentat sei gegen das Formel-1-Rennen gerichtet gewesen. Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand.

dpa

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