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Hamilton und Rosberg

Freunde als Rivalen im Team Mercedes

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Im Team und in der Freundschaft vereint, auf der Rennstrecke aber Kontrahenten: Lewis Hamilton (l.) und Nico Rosberg.

Barcelona/Stuttgart - Lewis Hamilton und Nico Rosberg kennen sich schon viele Jahre. Seit dieser Saison sind die beiden Formel-1-Piloten bei Mercedes wieder vereint.

Lewis Hamilton und Nico Rosberg greifen gerne mal zur Gitarre. Beim Saitenzupfen können die Formel-1-Fahrer abschalten. Am Rande des letzten Feintunings bis Sonntag auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona bleibt dafür jedoch kaum Zeit. Der Countdown bis zum Start der Königsklasse am 17. März in Melbourne läuft gnadenlos. Obwohl Hamilton und Rosberg seit dieser Saison bei Mercedes teaminterne Konkurrenten im Kampf um WM-Punkte sind, pflegen sie ein kollegiales Miteinander. Sie schätzen sich schließlich schon aus alten Kartzeiten.

Beim ersten gemeinsamen Formel-1-Testauftakt in Jerez Anfang Februar fanden Hamilton und Rosberg sogar noch Zeit für eine kleine Jamsession im Motorhome. "Wir haben beide gespielt", erzählte Hamilton damals der französischen Sportzeitung "L'Équipe" in einem Interview. "Ich habe ihm sogar noch zwei oder drei Tricks für einige Akkorde gezeigt."

Trotz aller Harmonie: McLaren-Neuzugang Hamilton und Rosberg sind Rivalen im Rennstall. "Man kann nicht erwarten, dass wir eine ganz besondere Beziehung haben werden, aber wenn wir uns respektieren, werden wir gute Kumpels sein", meinte Hamilton: "Wir können natürlich nie die besten Freunde der Welt werden, es sei denn, er akzeptiert Zweiter zu werden." Hamilton hofft, "dass Nico auch weiterhin Späße mit mir macht so wie früher".

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Vor 13 Jahren starteten sie als Teamkollegen in der Kart-Formel A. Pünktlich zur Rückkehr der Silberpfeile als Werksteam 2010 schloss sich Rosberg Mercedes an. Hamilton folgte nun nach sechs Jahren bei McLaren. Von einer verheißungsvollen Zukunft ist auch Rosberg überzeugt. "Ich komme sehr gut mit ihm klar", sagte der Wiesbadener. An erster Stelle stehe aber die Weiterentwicklung des Silberpfeils. Und damit ist Rosberg durchaus zufrieden. "Der Wagen ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorne."

Der 28-jährige Hamilton landete 2012 nach vier Saisonerfolgen mit 190 Zählern auf Rang vier. Bei Mercedes muss der Weltmeister von 2008 aber Aufbauarbeit leisten und sich erst noch eingewöhnen. Der Brite will und muss auf der Jagd nach Dreifach-Champion Sebastian Vettel Geduld beweisen. "Dies ist ein langfristiges Engagement, und ich weiß, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden", meinte Hamilton. Dennoch: "Ich muss hier noch viel lernen."

Eine Stallorder gibt es bei den Silberpfeilen jedenfalls nicht. Die Hierarchie ist auch nicht von Natur aus so deutlich wie etwa bei Red Bull. Dort ist Vettel als Dauersieger ohne Ansage vom Team die klare Nummer eins vor Mark Webber.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hält große Stücke auf Hamilton und Rosberg. "Beide sind sehr erfahrene Piloten", sagte er. Hamilton erlebe aber eine für ihn ungewohnte Rolle. "Ich denke, für ihn ist es auch eine neue Erfahrung", meinte Wolff weiter, "eine Struktur verlassen zu haben, die er viele Jahre gewohnt gewesen ist".

Eine gute Grundlage für die Zukunft haben Hamilton und Rosberg jedenfalls. Gemeinsame Interessen wie schnelle Autos fahren und Gitarre spielen, ist sicher keine schlechte Basis.

dpa

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