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Thorpe: Alkoholproblem und Suizid-Gedanken

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Der australische Schwimm-Star Ian Thorpe litt an Depressionen.

Berlin - Australiens Schwimm-Held Ian Thorpe hat Depressionen und Alkohol-Missbrauch wegen zu großen Drucks für sein überraschendes Karriere-Ende 2006 verantwortlich gemacht.

Der fünfmalige Olympiasieger dachte nach eigenen Worten sogar an Suizid. Das schrieb Thorpe in seiner Autobiografie, die der „Sydney Morning Herald“ am Wochenende vorab veröffentlichte. Nun sei er in Behandlung und trainiere für die WM 2013 in Barcelona, erklärte der 30-Jährige.

Thorpe hatte mit Blick auf Olympia nach vierjähriger Pause ein Comeback gewagt, die australische Qualifikation für die Spiele von London aber klar verpasst. Als kompetenter Co-Kommentator für die britische BBC erntete der elffache Weltmeister viel Lob.

Selbstmorde von Spitzensportlern

Selbstmorde von Spitzensportlern

Ramiro Castillo, Oktober 1997: Der bolivianische Fußballer erhängt sich in La Paz in seiner Wohnung. Er litt nach dem Tod seines Sohnes unter schweren Depressionen. © Getty
Marco Pantani, Februar 2004: Der ehemalige Tour-de-France-Sieger aus Italien stirbt im Alter von 34 Jahren an einer Überdosis Kokain. Ein Brief an seine Familie deutet auf Selbstmord hin. © Getty
Mikael Ljungberg, November 2004: Der unter Depressionen leidende schwedische Ringer-Olympiasieger befand sich zur Behandlung in einer psychiatrischen Klinik in der Nähe von Göteborg. Der 34-Jährige hatte in Sydney 2000 Gold gewonnen. Im Januar 2002 beendete er seine Karriere wegen anhaltender Rückenprobleme. © Getty
Steffen Krauß, April 2008: Der ehemalige Fußball-Auswahlspieler der DDR stürzt sich aus dem sechsten Stock der Auer Heliosklinik. Der 43-Jährige lag dort wegen schwerer Verbrennungen, die er bei einer Gas-Explosion in seiner Schmiede erlitten hatte. © Getty
Adam Ledwon (r.), Juni 2008: Der ehemalige Profi des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen erhängt sich in seiner Wohnung in Klagenfurt. Der 34-jährige Pole hatte von 1997 bis 1999 beim Werksklub gespielt. © Getty
Christophe Dupouey, Februar 2009: Der unter Depressionen leidende ehemalige Mountainbike-Weltmeister begeht in seiner französischen Heimatstadt Tarbes Selbstmord. Der 40-Jährige war 2006 in Zusammenhang mit einem Dopingskandal zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. © Getty
Mike Whitmarsh, Februar 2009: Der amerikanische Beachvolleyballer bringt sich mit Autoabgasen in der Garage eines Freundes um. Der 46-Jährige hatte olympisches Silber bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta geholt. © dpa
Arturo Gatti, Juli 2009: Der ehemalige Box-Weltmeister erhängt sich in einer angemieteten Ferienwohnung in Brasilien. Der Italo-Kanadier wird 37 Jahre alt. © Getty
Darren Sutherland (r.), September 2009: Der irische Box-Olympiadritte erhängt sich in seiner Wohnung in London. Ein mögliches Motiv des 27-Jährigen wird zunächst nicht bekannt. © Getty
Dimitri De Fauw, November 2009: Der 28 Jahre alte belgische Radprofi nimmt sich das Leben. Belgischen Medienberichten zufolge soll De Fauw seit Jahren depressiv gewesen sein, nachdem er 2006 beim Sechstagerennen in Gent in eine schwere Kollision mit dem Spanier Issac Galvez verwickelt gewesen war. Galvez starb damals an den Folgen seiner Verletzungen. © Getty
Robert Enke, November 2009: Der Fußball-Nationaltorwart nimmt sich das Leben, indem er sich in Neustadt am Rübenberge nahe Hannover vor einen Zug stürzt. Der 32-Jährige litt unter schweren Depressionen. © Getty

Die psychischen Probleme hielt Thorpe vor Familie, Freunden und Funktionären seinerzeit geheim, äußerte sich der Schwimmer. Sein sportliches Umfeld habe nicht immer in seinem Interesse gehandelt, sondern eher an kurzfristige Ziele gedacht, klagte er: „Das kostete mich, was eine lange erfolgreiche Karriere hätte werden können.“

Spitzensportler seien besonders anfällig für Depressionen. So habe er zuerst einem anderen Schwimmer von seinem Gemütszustand berichtet, dem „schrecklichen dunklen Ort“. Die Depressionen seien so schwerwiegend gewesen, „dass ich manchmal an Suizid dachte“. Nun aber gehe es ihm besser.

Thorpe dementierte erneut die andauernden Gerüchte, schwul zu sein. Vielmehr suche er nach einer Frau und wünsche sich Kinder. „Ich wurde beschuldigt, schwul zu sein, bevor ich wusste, wer ich überhaupt bin“, sagte er.

dpa

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