Stuttgart: Letzte Deutsche fliegen raus

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Angelique Kerber nach ihrer Niederlage

Stuttgart - Aus und vorbei! Beim Tennis-Turnier in Stuttgart sind alle deutschen Spielerinnen ausgeschieden. Als Letzte verabschiedeten sich Mona Barthel und Angelique Kerber aus der Heim-Veranstaltung.

Das Halbfinale beim Tennis-Turnier in Stuttgart findet in diesem Jahr ohne deutsche Beteiligung statt. Angeqlique Kerber schied am Samstag um kurz nach Mitternacht mit 4:6, 4:6 gegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien als letzte Lokalmatadorin aus. Zuvor hatte Mona Barthel trotz einer starken Leistung beim 4:6, 7:6 (7:3), 5:7 gegen die Weltranglistenerste Victoria Asarenka aus Weißrussland eine Sensation nur hauchdünn verpasst.


So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Ääääääääh! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Obacht, gleich kommt's! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... und Andre Agassi.  © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Asarenka trifft nun an diesem Samstag (14.00 Uhr) im ersten Halbfinale auf die Polin Agnieszka Radwanska, die die Chinesin Li Na mit 3:6, 6:2, 6:3 auschaltete. Kvitova bekommt es danach (18.30 Uhr) mit der Russin Maria Scharapowa zu tun, die sich in einem dramatischen Match über drei Stunden mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 7:5 gegen Samantha Stosur aus Australien durchsetzte. Damit sind erstmals seit Wimbledon 2009 wieder die Top Vier der Welt bei einem Damen-Turnier in der Vorschlussrunde vertreten.


Barthel wurde von den rund 4000 Zuschauern in der Porsche-Arena trotz des Ausscheidens mit tosendem Applaus verabschiedet. Von der 21-Jährigen wird in Zukunft noch öfters die Rede sein. “Ich denke, ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein. Es war ein super Turnier für mich, mit zwei tollen Siegen, und auch heute habe ich eine gute Leistung gezeigt“, sagte Barthel nach der unglücklichen Niederlage. Dass sie wie schon Anfang März in Indian Wells ganz dicht davor stand, die derzeit beste Spielerin der Welt zu besiegen, sah Barthel eher als Bestätigung. “Das zeigt, dass ich nah dran bin.“

In Indian Wells hatte sie fast mit dem gleichen Ergebnis 4:6, 7:6 (7:4), 6:7 (6:8) verloren. “Nach dem zweiten Satz habe ich schon gedacht, so, dieses Mal holst du dir aber auch den dritten“, gestand Barthel. Da sie seit einer Weile eine Fußverletzung plagt, erwägt die Schleswig-Holsteinerin, jetzt eine Pause einzulegen und ihren Start in Estoril in der nächsten Woche abzusagen.

Unfreiwillig aussetzen muss in nächster Zeit wieder Andrea Petkovic. Die deutsche Nummer eins zog sich am Donnerstagabend im Achtelfinale gegen Asarenka einen zweifachen Bänderriss zu und muss nach ersten Diagnosen vom Freitag erneut rund drei Monate pausieren. Die Darmstädterin hatte erst in Stuttgart ihr Comeback nach dreimonatiger Abwesenheit wegen eines komplizierten Ermüdungsbruches im Rücken gefeiert.

Nach dem neuerlichen Tiefschlag, der ihre Starts bei den Grand Slams in Paris und Wimbledon unmöglich und auch eine Teilnahme bei Olympia äußerst fraglich macht, war die 24-Jährige am Boden zerstört. “Als Profi-Sportler gibt es immer wieder Rückschläge, aber ein solches Verletzungspech ist schon bitter“, sagte Petkovic.

Barthel trumpfte indes gegen Asarenka wieder groß auf. Auch nach verlorenem ersten Satz blieb die Abiturientin ruhig. Im Tie Break schaffte sie den Satzausgleich und nahm Asarenka zu Beginn des dritten Abschnitts sogar erneut den Aufschlag ab. “Leider habe ich es nicht geschafft, mich abzusetzen“, bilanzierte Barthel. Ausgerechnet ein Doppelfehler, Barthels 16., beendete dann die Partie.

Da sich danach Scharapowa und Stosur ein episches Duell lieferten, betrat Kerber erst gegen 23.00 Uhr den Centre Court. Gegen Kvitova stand sie dann auf verlorenem Posten. Zwar zeigte die 24-Jährige erneut eine gute Leistung, die Tschechin hatte mit ihrem druckvollen Spiel aber immer eine Antwort parat. Für die Nummer drei der Welt war es der 27. Sieg in der Halle in Serie. Nach 1:06 Stunden verwandelte sie ihren ersten Matchball.

dpa

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