Radprofi für zwölf Jahre gesperrt

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Ein Foto aus dem Jahr 2010: Riccardo Ricco lässt sich nach einem Sieg in Wien feiern

Rom - Der italienische Radprofi Riccardo Ricco ist vom italienischen Anti-Doping-Tribunal des Nationalen Olympischen Komitees CONI für zwölf Jahre gesperrt worden.

“Es ist aus“, war in der “Gazzetta dello Sport“ am Donnerstag die erste Reaktion des einstigen Kletterkünstlers nach dem Urteil wegen nachgewiesenen Eigenblutdopings. Das CONI hatte das drakonische Strafmaß im Oktober 2011 gefordert.


Ricco, der seine Karriere schon vor dem Urteil für beendet erklärt hatte und seit dieser Saison keinem Team mehr angehörte, gilt als Wiederholungstäter. Erstmals war der Zweitplatzierte des Giro d'Italia 2008 wegen CERA-Dopings im selben Jahr bei der Tour de France für 20 Monate gesperrt worden.

Ricco hatte jetzt vor dem CONI zugegeben, sich durch eine fehlgeschlagene Bluttransfusion selbst in Lebensgefahr gebracht zu haben. Er behauptete jedoch, dass ihm die Behandlung ärztlich verschrieben worden sei. Damit änderte der Profi seine Version über die Vorfälle vom 6. Februar 2011 zum wiederholten Mal.


Im Vorjahr war er in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus in Modena eingeliefert worden. Dort wies Ricco nach Aussage eines Arztes zunächst selbst auf die nicht ordnungsgemäß durchgeführte Eigentransfusion hin. Später stritt Ricco diese aber wieder ab. Die Aussagen von drei Ärzten und fünf Pflegeangestellten bestätigten das später widerrufene Geständnis.

Seinen letzten größeren sportlichen Erfolg feierte Ricco 2010 mit dem Gewinn der Österreich-Rundfahrt. Bis zur Tour 2008 galt er - nicht nur in Italien - als eines der größten Radsporttalente.

dpa

Doping: Die merkwürdigsten Ausreden

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Auf den Hund gekommen: Frank Vandenbroucke behauptete, als bei ihm Anabolika und EPO sichergestellt wurden, die Mittel seien für seinen asthmakranken Hund bestimmt gewesen. © Getty
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Zu tief ins Glas geschaut und damit den Testosteronspiegel erhöht. Floyd Landis schiebt‘s auf den Whiskey  © Getty
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Jan Ullrich ließ sich in einer Disco Ecstacy andrehen. „Ulle“ schluckte die Tabletten, ohne sich dabei etwas gedacht haben zu wollen. “Ich war den Abend ziemlich mies drauf. Das waren zwei Tabletten, wo mir bestätigt wurde, (...) und dass das eigentlich harmloses Zeug ist.“ Wer ihm die Tabletten gab, sagte er nicht. “Zu den Tabletten kann ich gar nichts sagen, ich kenn' kein Ecstasy. Ich weiß nicht wie das aussieht. Ich bin um die Ecken gezogen und war in verschiedenen Läden. Ich möchte keinen Unschuldigen da mit reinziehen.“ © Getty
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Claudia Pechstein: “Ich weiß nun, dass ich eine Blutmacke habe, aber nicht krank bin“, sagte die Eisschnellläuferin. Die Sportlerin war 2009 wegen auffälliger Blutwerte gesperrt worden. Später erklärten Ärzte, ein von ihrem Vater vererbter Gen-Defekt sei für die hohen Retikulozyten-Werte verantwortlich. © dpa
Ivonne Kraft: Den positiven Test auf das Asthma-Mittel Fenoterol erklärte die Mountainbikerin 2007 mit einer explodierten Sprühflasche. Ihre Mutter habe Asthma-Spray benutzen wollen, dann sei die Flasche explodiert und sie habe die Substanz offenbar eingeatmet. © Getty

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