Petkovic-Drama: Böse Verletzung in Stuttgart

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Die gerade erst von einer Rückenblessur genesene Andrea Petkovic ist im Achtelfinale des Heimspiels gegen die Weltranglistenerste Wiktoria Asarenka (Weißrussland) mit dem rechten Fuß umgeknickt.

Stuttgart - Ein neues Verletzungsdrama um Andrea Petkovic hat den Viertelfinal-Einzug von Senkrechtstarterin Mona Barthel und Angelique Kerber beim WTA-Turnier in Stuttgart überschattet:

Die gerade erst von einer Rückenblessur genesene Petkovic knickte im Achtelfinale des Heimspiels gegen die Weltranglistenerste Wiktoria Asarenka (Weißrussland) beim Stand von 2:6, 4:4 und 40:40 mit dem rechten Fuß um und gab auf. „Mein Knöchel schwoll sofort an. Ich weiß im Moment noch nicht, wie schlimm die Verletzung ist, aber wir untersuchen, ob die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ich werde zurückkommen“, sagte Petkovic und kündigte für Freitag eine Computer- und Kernspintomographie an.


Nach mehrminütiger Verletzungspause auf dem Court musste die weinende Darmstädterin aufgestützt herausgeführt werden. Auch Asarenka half beim Abtransport, nachdem sie Petkovic noch auf dem Platz einen Eisbeutel gereicht und sie getröstet hatte. In der Box schlug Vater Zoran ungläubig die Hände vors Gesicht, während auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner der Schock anzusehen war.

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Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Zuvor hatte bereits Barthel (6:3, 6:1 gegen Marion Bartoli) für große Emotionen gesorgt. Während Titelverteidigerin Julia Görges im Achtelfinale (2:6, 6:2, 3:6 gegen Samantha Stosur) scheiterte, schaffte die Senkrechtstarterin aus Neumünster dank ihres ersten Sieges gegen eine Top-Ten-Spielerin den Viertelfinaleinzug und trifft dort am Freitag auf Asarenka.

Auch Kerber setzte elf Tage nach dem Turniersieg in Kopenhagen ihren Höhenflug fort. In einer Neuauflage des dänischen Finals besiegte die Kielerin erneut die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) mit 6:1, 6:2 und fordert nun Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien).

Erst am Sonntag hatte Petkovic, die 2008 schon einmal einen Kreuzbandriss hatte, im Rahmen der Fed-Cup-Partie gegen Australien (2:3) ihr Comeback nach über dreimonatiger Pause wegen einer hartnäckigen Rückenverletzung gefeiert. Gegen Asarenka hatte sich die deutsche Nummer eins nach 1:32 Stunden gerade so richtig in die Partie gekämpft, als das Malheur passierte. Beim Versuch, einen Ball in der Vorhandecke zu erlaufen, knickte Petkovic böse um und blieb am Boden liegen. In der Halle herrschte Totenstille. „Petko“ gab kurz darauf das Zeichen, nicht weiterspielen zu können und wurde danach lange in den Katakomben behandelt.

Freude dagegen bei Barthel: Nach dem Matchball griff Mutter Hannelore zum iPad und schoss ein Foto ihrer jubelnden Tochter.“Das war eines meiner besten Matches. Es gibt einem natürlich Extra-Motivation, wenn das Stadion voll ist und das Publikum hinter einem steht. Aber ich bleibe auf dem Boden“, sagte Barthel nach dem beeindruckenden Sieg gegen die Weltranglistensiebte Bartoli aus Frankreich.

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Die Göttinnen des weißen Sports sind super durchtrainiert und super sexy. © ap
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Einen Tag nach ihrem Erfolg gegen die einstige French-Open-Siegerin Ana Ivanovic (Serbien) schrieb Barthel weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Im ersten Satz zog die Weltranglisten-35. aus Neumünster nach einem Break auf 3:1 davon und profitierte ihrerseits von einem starken Aufschlag (sieben Asse). Barthel unterstreicht bei ihrem Hauptfeld-Debüt in Stuttgart in diesen Tagen erneut ihre Ambitionen, bald die Top 30 zu knacken und den Aufschwung des deutschen Frauen-Tennis fortzusetzen. Dazu will sie auch ihr Umfeld weiter professionalisieren. In der Schwabenmetropole testet sie die Zusammenarbeit mit Trainer Alexander Flock.

Ihre neue Popularität bekommt Barthel, die Anfang 2011 noch auf Platz 208 des Rankings stand, schon zu spüren. „So langsam kennen mich die Topspielerinnen. Sie kommen auf mich zu und fragen, ob wir zusammen trainieren“, sagte die Einser-Abiturientin, bleibt aber bescheiden: „Ich bin nicht der beste Mensch der Welt, nur weil ich ein paar Tennisbälle ins Feld spielen kann.“

Petkovic war im Duell mit Asarenka zunächst die fehlende Matchpraxis anzumerken. Im ersten Satz kassierte die Darmstädterin drei Breaks und brachte nur einmal ihren Aufschlag durch. Beim Stand von 2:5 musste sie sich wegen Nasenbluten behandeln lassen, lachte aber während der medizinischen Auszeit. Wenig später setzte sich die Leidensgeschichte der Weltranglistenzwölften fort.

Von Ulrike Weinrich

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