Nowitzki mit neuem Look zum Matchwinner

Dirk Nowitzki (l.) mit Jason Terry
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Dirk Nowitzki (l.) mit Jason Terry

Dallas - Erst der Gang zum Friseur, dann der entscheidende Korb gegen die Boston Celtics. Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat es mal wieder allen gezeigt.

Die Haare sind ab, der Erfolg ist zurück: Der kurz geschorene Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks in der NBA zu einem wichtigen 89:87-Sieg gegen die Boston Celtics geführt. Der 32-Jährige war mit 25 Punkten und sieben Rebounds der entscheidende Faktor bei den Texanern. Nowitzki rehabilitierte sich zugleich für seine schwache Leistung bei der Niederlage gegen Denver zwei Tage zuvor, als ihm vor allem in der Schlussphase viele unnötige Ballverluste unterlaufen waren.


Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte.  © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

“Das war definitiv ein ganz wichtiger Sieg gegen eine richtig gute Mannschaft. Wir haben viel Mumm bewiesen“, sagte Nowitzki, der 17,9 Sekunden vor dem Ende die entscheidenden beiden Zähler für die Gastgeber erzielte und das American Airlines Center von Dallas damit zum Kochen brachte. “Wir haben das Spiel in der Defensive gewonnen“, meinte der deutsche Basketball-Superstar.


Neben ihm hatte daran besonders Center Tayson Chandler mit insgesamt zehn Defensiv-Rebounds großen Anteil. “Wann hatte ein Center in Dallas zuletzt so einen Einfluss aufs Spiel“, fragte die “Dallas Morning News“ anerkennend.

Nowitzki hatte sich nach dem Rückschlag gegen die Nuggets von seiner blonden Mähne getrennt. “Es war Zeit für die jährliche Stoppelfrisur. Die langen Haare haben mich genervt, und ich brauchte nach dem brutal schlechten Spiel zuvor einen Wechsel. Sorry Ladies“, ließ Nowitzki seine Fans über seinen Twitter-Account wissen, auf dem zuletzt heftig über das Aussehen das Dallas-Kapitäns diskutiert worden war.

“Er hat sich die Haare geschnitten und ist zurück auf seinem alten MVP-Niveau. Heute konnte ihn keine stoppen“, lobte Jason Terry, mit 17 Punkten zweitbester Werfer bei den “Mavs“. Dallas-Trainer Rick Carlisle hatte nach zuletzt zwei Heimniederlagen seine Startformation verändert und Terry wieder von der Bank kommen lassen. “Das hat unserem Spiel gutgetan, nachdem wir zuletzt Probleme hatten zu punkten, wenn die Anfangs-Fünf pausierte“, sagte Nowitzki.

Die Gastgeber erwischten vor 20 194 Zuschauern einen guten Start und lagen zur Pause mit 50:40 in Front. Ein schwaches drittes Viertel (20:29) warf den Vizemeister von 2006 dann aber aus der Bahn, so dass die dritte Heimniederlage in Serie drohte. Doch anders als im Spiel gegen Denver war Nowitzki diesmal in der entscheidenden Phase zur Stelle: Zehn Punkte und vier Rebounds produzierte der deutsche Nationalspieler im vierten Viertel, in dem die “Mavs“ Boston in sieben Angriffen nacheinander keine Punkte erlaubten.

“Nach dem Rückstand hätte auch Frustration um sich greifen können, aber die Spieler haben sich gewehrt. Ich bin sehr stolz, dass meine Jungs diesen Kampf gegen ein richtiges Meister-Team bestanden haben“, lobte Carlisle, der mit einer Startbilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen zufrieden sein kann. Zumal sein Team mit Vizemeister Boston endlich wieder einen der Großen der Liga besiegte und damit auch landesweit auf sich aufmerksam machte.

dpa

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