Nowitzki punktet weiter

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Treffsicher: Dirk Nowitzki.

Oklahoma City - Erst 42 Punkte, dann 34. Dirk Nowitzki ist in bestechender Form. Mit den Dallas Mavericks feierte er den zehnten Saisonerfolg. Krisenstimmung herrscht beim Starensemble der Miami Heat.

Die Routine hat sich noch einmal durchgesetzt. Dank ihrer großen Erfahrung gewannen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks am Mittwoch (Ortszeit) bei den aufstrebenden Oklahoma City Thunder mit 111:103 und kletterten in der Western Conference der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA auf den fünften Platz. Nowitzki entschied vor 18 203 Zuschauern in der Oklahoma City Arena auch das Duell mit Shootingstar Kevin Durant für sich. Der 32 Jahre alte Würzburger kam auf 34 Punkte, der 22-Jährige Durant musste sich mit 32 Zählern begnügen.


Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte.  © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

“Was in dieser Liga immer hilft, ist die wichtigen Würfe zu machen. Und das haben wir heute getan“, sagte Nowitzki nach dem dritten Sieg in Serie. Neben dem Kapitän glänzte bei den “Mavs“ Center Tayson Chandler mit 17 Punkten und 18 Rebounds. “Er ist unglaublich, vor allem seine positive Energie. Es ist toll, ihn um sich zu haben“, lobte Nowitzki den Weltmeister. Mit Caron Butler (15), Shawn Marion (12) und Jason Terry (10) trafen drei weitere Dallas-Spieler zweistellig.


Wie so oft in dieser Saison brauchten die “Mavs“ eine lange Anlaufzeit, um in Fahrt zu kommen. Rund sieben Minuten vor dem Ende lagen die Gäste noch mit 83:90 zurück, doch dann nahm Nowitzki das Zepter in die Hand und drehte die Partie. Mit zwei Dreiern und einem anschließend verwandelten Freiwurf sorgte der deutsche Superstar für den Ausgleich. “Dirk's Vier-Punkte-Spiel hat uns wachgerüttelt, das war es, was uns zurückgebracht hat“, sagte Dallas-Coach Rick Carlisle. “Das war ein wichtiger Sieg für uns“, meinte der “Mavs“- Trainer nach dem zweiten Erfolg innerhalb von zwei Tagen.

Langsam dramatisch wird die Situation hingegen für die Miami Heat. Das Starensemble aus Florida verlor bei den Orlando Magic mit 95:104 und kassierte die dritte Niederlage in Serie. Mit acht Siegen und bereits sieben Niederlagen liegen die Superstars LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh in der Eastern Conference damit lediglich auf Rang fünf und damit weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. “Wenn wir wüssten, woran es liegt, hätten wir nicht diese Bilanz“, sagte ein ernüchterter James, der auf 25 Punkte kam.

Der Stotterstart des Titelkandidaten Nummer eins beschäftigte selbst US-Präsident Barack Obama. “Das Team braucht Zeit, um sich zu finden“, sagte der bekennende Basketball-Fan Obama. Dass die Heat solange brauchen würden, hatten die Stars aber wohl nicht erwartet. Bei Orlando glänzte Dwight Howard mit 24 Punkten und 18 Rebounds.

Eine Renaissance erleben unterdessen die zuletzt chronisch erfolglosen New York Knicks, die mit dem 99:95 bei den Charlotte Bobcats den fünften Erfolg nacheinander holten. Bestes Team der NBA bleiben die San Antonio Spurs, die bei den Minnesota Timberwolves mit 113:109 nach Verlängerung gewannen und nun schon seit zwölf Partien ungeschlagen sind.

dpa 

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