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Noch ein Sieg bis zur Ewigkeit: Federers Finale

Roger Federer winkt nach seinem Halbfinalsieg in Paris.
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Roger Federer winkt nach seinem Halbfinalsieg in Paris.

Paris - Es soll Federers Finale werden. Noch ein Sieg fehlt dem 27 Jahre alten Tennis-Profi bis zur Unsterblichkeit.

Und all die geschlagenen Gegner wie Thomas Haas, Gael Monfils oder Juan Martin del Potro haben beim Handschlag am Netz die gleichen Worte gewählt:

«Jetzt sollst du dieses Turnier gewinnen. Du hast es verdient.» Wenn nicht jetzt, wann dann? Im Endspiel der French Open in Paris steht ausnahmsweise nicht sein Angstgegner Rafael Nadal auf der anderen Seite des Ascheplatzes. Federers Gegenüber ist völlig überraschend der Schwede Robin Söderling, der Nadal im Achtelfinale nach Hause schickte und das Turnier seines Lebens spielt. «Ob mit oder ohne Nadal macht für mich keinen Unterschied», sagte Federer nach dem Halbfinale gegen del Potro. Von neun Partien gegen den 24 Jahre alten Söderling hat er neun gewonnen.

Darüber hinaus hat der Weltranglisten-Zweite noch nie gegen einen anderen Spieler als Nadal ein Grand-Slam-Endspiel verloren. Dreimal bestritt er auf dem roten Ziegelmehl von Roland Garros das Finale, dreimal unterlag er dem Linkshänder aus Mallorca. Nun also steht Federer zum vierten Mal in Serie im Endspiel von Paris und hat en passant sein 19. Grand-Slam-Finale erreicht, was vor ihm nur Ivan Lendl gelungen war. «Um Rekorde zu spielen, ist das, was ich mir zu Beginn eines Turniers erhoffe», sagte Federer am Freitagabend.

Mit seinen Rekorden würde er sich in der Tennis-Historie verewigen als komplettester Spieler der Geschichte. Darum geht es für ihn an diesem Sonntagnachmittag auf dem Court Philippe Chatrier in der französischen Hauptstadt. 13 Grand-Slam-Titel hat er gesammelt, fünfmal in Wimbledon, fünfmal die US Open und dreimal die Australian Open gewonnen - nur dieser eine auf der Asche von Paris fehlt noch in der Sammlung. Mit dem 14. Triumph würde er mit Rekordhalter Pete Sampras gleichziehen und wäre das sechste Mitglied im exklusiven Zirkel jener Spieler, die alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen haben. Bisher gelang dies nur Andre Agassi, Donald Budge, Roy Emerson, Rod Laver und Fred Perry.

In der modernen Tennis-Ära jedoch, in der auf Hartplatz, Sand und Gras gespielt wird, hat den Karriere-Grand-Slam nur einer geschafft: der Amerikaner Agassi, passenderweise vor genau zehn Jahren in Paris. Keinem anderen war diese Ruhmestat vergönnt, ob er nun Boris Becker, Pete Sampras, Stefan Edberg, Jimmy Connors, Ivan Lendl, John McEnroe oder Björn Borg heißt. Sie alle scheiterten am Fluch, an einem bestimmten Ort dieser Tennis-Welt nicht gewinnen zu können.

In Paris ist auch Federer bislang der Unvollendete geblieben. Doch das geradezu verliebte Publikum und sogar die geschlagenen Gegner wünschen dem Schweizer diesen Titel so sehr. Im Halbfinale gegen del Potro überstand er auch dank der euphorisierten 15 000 auf den Rängen eine Achterbahnfahrt. «Ich habe das Gefühl, die wollen, dass hier etwas Besonderes passiert», sagte Federer. «Ich bin bereit.»

dpa

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