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Nach dem "Erdbeben" in Paris: Weg frei für Federer?

Federer French Open
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Roger Federer gilt als Favorit auf den Turniersieg in Paris .

Paris - Nach dem unerwarteten Ausscheiden des spanischen French-Open-Königs Rafael Nadal gilt der Schweizer Roger Federer als Favorit auf den Turniersieg.

Es war Sonntag, der 31. Mai 2009 um 17.53 Uhr, als Paris in die Anarchie stürzte - und Rafael Nadal ausschied. So haben es am Tag nach der French- Open-Sensation die Geschichtsschreiber der renommierten “L'Équipe“ notiert.

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Sensations-Aus für NadalRafael Nadal, viermaliger Champion, mehrmals gekrönter Sandplatz-König, seit 31 Spielen auf dem roten Ziegelmehl von Roland Garros unbesiegt, ist im Achtelfinale der French Open ausgeschieden. Gescheitert an einem 24 Jahre alten Schweden namens Robin Söderling, der den Traum des Mallorquiners vom fünften Roland-Garros-Titel nacheinander eiskalt zerstörte.

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Sensations-Aus für Nadal

“Das Unmögliche ist geschehen auf dem Court Philippe Chatrier. Rafael Nadal hat verloren. Ich wiederhole: Rafael Nadal hat verloren, der Herrscher, der Unbesiegbare, der Tyrann, der seit seiner Machtergreifung 2005 ununterbrochen über Roland Garros regiert hat“, schrieb am Montag die französische Sportzeitung “L'Équipe“. Martialische Worte wählte das spanische Blatt “El Mundo“: “Söderling guillotiniert Nadal“, und “El País“ schrieb: “Der König von Roland Garros kehrt auf den Boden der Tatsachen zurück.“

Dreieinhalb Stunden standen sich Söderling und Nadal auf dem Center Court gegenüber, ehe ein Volley des Spaniers im Aus landete und die historische Ziffernfolge 2:6, 7:6 (7:2), 4:6, 6:7 (2:7) auf der Anzeigetafel zu lesen war. 20 Jahre nach der Achtelfinal-Niederlage Ivan Lendls gegen Michael Chang wurden die euphorisierten Zuschauer Zeugen einer der größten Überraschungen der French-Open-Geschichte. “Das musste eines Tages passieren. Es ist keine Tragödie, ich muss diese Niederlage akzeptieren“, sagte Nadal.

Nadal: "Keine Entschuldigung, keine Ausrede"

Knapp eine Stunde nach seiner Flucht vom Center Court stellte er sich im überfüllten Pressesaal den Fragen. Frisch geduscht, mit roséfarbenem T-Shirt und verstimmtem Gesichtsausdruck versuchte er Gründe für das “Erdbeben“, wie es die französischen Zeitungen unisono titulierten, zu finden. Nein, er sei nicht verletzt, nein, auch nicht müde und er habe auch nicht zu viele Turniere gespielt. “Es gibt keine Entschuldigung und keine Ausrede“, sagte Nadal.

Der König ist gestürzt, wer folgt nun auf dem Thron und stemmt am Sonntag den Coupe des Mousquetaires in die Höhe? Ist jetzt endlich der Weg frei für Roger Federer? Der Weltranglisten-Zweite aus der Schweiz will diese Trophäe mehr als jeder andere. 13 Grand-Slam-Titel hat der 27-Jährige gesammelt, fünfmal in Wimbledon, fünfmal die US Open und dreimal die Australian Open gewonnen - nur dieser eine auf der Asche von Paris fehlt noch im Schrank.

Mit dem 14. Triumph würde er mit Rekordhalter Pete Sampras gleichziehen und wäre das sechste Mitglied im exklusiven Zirkel jener Spieler, die alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen haben. Bisher gelang dies nur Andre Agassi , Donald Budge, Roy Emerson, Rod Laver und Fred Perry. Federer wirkte zwar im bisherigen Turnier bei seinen Vier-Satz-Siegen gegen Jose Acasuso (Argentinien) und Paul-Henri Mathieu (Frankreich) alles anderes als unbezwingbar, doch das Nadal-Aus wird ihm zusätzliche Motivation verleihen.

Das Nadal-Aus wird auch Nadal zusätzliche Motivation verleihen, denn der positiv Besessene hasst Niederlagen. Auf seine Wimbledon- Vorbereitung angesprochen, sagte der 22-Jährige mit einem Lachen: “Jetzt bereite ich mich erstmal auf den Swimming Pool meines Hauses vor.“

Von Wolfgang Müller, dpa

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