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In der ersten Runde

Australian Open: Lisicki und Kerber schon raus

Sabine Lisicki muss sich vom Einzelwettbewerb der Australian Open bereits verabschieden. Foto: Julian Smith
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Sabine Lisicki muss sich vom Einzelwettbewerb der Australian Open bereits verabschieden. Foto: Julian Smith

Melbourne - Nach Sabine Lisicki ist auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber bei den Australian Open schon in der ersten Runde ausgeschieden.

Einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag verlor die Tennis-Weltranglisten-Neunte aus Kiel am Montag gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu mit 4:6, 6:0, 1:6 und scheiterte erstmals seit Wimbledon 2011 wieder zum Auftakt eines Grand-Slam-Turniers. Zuvor hatte sich Lisicki der Französin Kristina Mladenovic mit 6:4, 4:6, 2:6 geschlagen geben müssen. Lisicki war in Melbourne an Nummer 28 gesetzt, musste sich aber nach 2:06 Stunden der Weltranglisten-71. in drei Sätzen geschlagen geben.

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

Überraschungssieg von Julia Görges 

Ihre Fed-Cup-Kollegin Julia Görges dagegen erreichte durch einen überzeugenden 6:2, 6:1-Erfolg gegen die Schweizerin Belinda Bencic die zweite Runde. Dort trifft die 26-Jährige aus Bad Oldesloe auf die Tschechin Klara Koukalova. «So ein Sieg tut immer gut, speziell in zwei Sätzen. Das war sehr, sehr solide», sagte Görges nach ihrem starken 65-minütigen Auftritt in der Hisense-Arena.

Vom ersten Ballwechsel an setzte die ehemalige Nummer 15 der Welt ihre 17 Jahre alte Gegnerin unter Druck. Die Weltranglisten-34. Bencic hatte noch im vergangenen Jahr mit dem Viertelfinal-Einzug bei den US Open für Furore gesorgt und galt als Favoritin gegen Görges.

«Ich habe versucht, ihr mein Spiel aufzuzwingen», sagte die Norddeutsche. Nach zahlreichen Verletzungsrückschlägen steht Görges nur noch auf Platz 73 der Branchenwertung, hat sich aber die Rückkehr in die Top 20 zum Ziel gesetzt. «Ich bin froh, so ein Match gespielt zu haben. Es hat gut getan, weil man weiß, wofür man es macht», sagte Görges und genoss sichtlich den Applaus im zweitgrößten Stadion.

«In so einer Arena wie heute zu spielen, ist eine große Motivation», sagte Görges. Gegen ihre nächste Kontrahentin Koukalova hat sie eine ausgeglichene Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen. «Jedes Match ist schwierig genug, aber ich hoffe, dass es am Ende reicht», sagte die Schleswig-Holsteinerin vor dem Duell mit der Nummer 46.

Vor Lisicki schieden auch Qualifikantin Tatjana Maria und in der Herren-Konkurrenz Dustin Brown aus. Die 27-Jährige aus Bad Saulgau musste sich der Chinesin Peng Shuai mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. Brown war gegen den an Nummer zehn gesetzten Bulgaren Grigor Dimitrow chancenlos und verlor in nur 69 Minuten mit 2:6, 3:6, 2:6.

Auch Ivanovic schon raus

Eine große Überraschung erlebten die Zuschauer im zweiten Match in der Rod-Laver-Arena. Dort scheiterte die frühere Weltranglisten-Erste und ehemalige French-Open-Siegerin Ana Ivanovic bereits in der ersten Runde. Die an Nummer fünf gesetzte Serbin unterlag der Tschechin Lucie Hradecka nach 1:26 Stunden mit 6:1, 3:6, 2:6. Die Nummer 142 der Welt war durch die Qualifikation in das Hauptfeld eingezogen.

Nadal und Murray locker weiter

Bei den Männern dagegen konnten zwei Favoriten bereits souverän in Runde zwei einziehen. Rafael Nadal und Andy Murray haben bei den Australian Open ihre Erstrunden-Aufgaben locker gemeistert. Nadal gewann am Montag in Melbourne gegen den russischen Tennisprofi Michail Juschni 6:3, 6:2. 6:2. Der 28 Jahre alte Spanier ist beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres an Nummer drei gesetzt, sucht nach seiner Verletzungspause am Ende der vergangenen Saison aber noch nach seiner Top-Form. Gegen Juschni zeigte der Australian-Open-Sieger von 2009 eine souveräne Leistung und gewann in 1:50 Stunden.

Auch der an Position sechs eingestufte Murray kam zu einem glatten Erfolg. Der 27 Jahre alte Schotte setzte sich gegen den indischen Qualifikanten Yuki Bhambri mit 6:3, 6:4, 7:6 (7:3) durch.

dpa

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