Golf: Kaymer ist Europas Nummer 1

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Martin Kaymer ist Nummer 1 der europäischen Golfwelt.

Dubai/Frankfurt - Martin Kaymer hat als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer die europäische Geldrangliste gewonnen.

Dem 25-Jährigen reichte dafür ein geteilter 13. Platz bei der Dubai World Championship. Den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste schaffte Kaymer aber (noch) nicht. 


Die Krönung zur neuen Nummer 1 blieb Martin Kaymer versagt, doch das “Trostpflaster“ von rund 1,1 Millionen Euro für den Gewinn der europäischen Geldrangliste ließ Deutschlands Golf-Star dennoch jubeln. “Das ist wie ein Märchen. Ich bin ziemlich glücklich, denn ich habe alle meine Ziele erreicht“, sagte Kaymer nach dem finalen Schlag bei der Dubai World Championship zum Abschluss seines erfolgreichsten Karriere-Jahres.

Woods abgelöst & Schumi bester Deutscher: Die Geldrangliste des Sports

Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Golfprofi Tiger Woods wurde als Krösus unter den internationalen Top-Verdienern des Sports abgelöst. Stattdessen wird US-Profi-Boxer Floyd Mayweather jr. von "Forbes" an der Spitze der Großverdiener im Profisport geführt, was Preisgeld und Gehalt plus Werbeeinnahmen angeht. © Getty
Der neue Spitzenreiter in der Geldrangliste heißt Floyd Mayweather jr. Der US-Boxer verdiente durch seine Kämpfe und mit Werbung umgerechnet ungefähr 67 Millionen Euro. © dpa
Platz 2: Der philippinsche Boxer Manny Pacuiao mit 49 Millionen Euro. © dpa
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 3: Woods kassierte 46,9 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 4: LeBron James (Basketball) mit 41,9 Millionen Euro.  © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 5: Roger Federer (Tennis) mit 41,6 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 6: Kobe Bryant (Basketball) mit 41,3 Millionen Euro.  © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 7: Phil Mickelson (Golf) mit 37,8 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 8: David Beckham (Fußball) mit 36,4 Milllionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 9: Cristiano Ronaldo (Fußball) mit 33,6 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 10: Peyton Manning (American Football) mit 33,5 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 11: Lionel Messi (Fußball) mit 31 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 16: Rafael Nadal (Tennis) mit 26,4 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 18: Alex Rodriguez (Baseball) mit 26,3 Millionen Euro. © Getty
Platz 19: Fernando Alonso (Formel 1) mit 25,5 Millionen Euro. © dpa
Platz 20: Michael Schumacher (Formel 1) mit 23,7 Millionen Euro . © dpa
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 20: Valentino Rossi (Motorrad) mit 23,7 Millionen Euro © Getty
Platz 24: Lewis Hamilton (Formel 1) mit 22,1 Millionen Euro. © Getty
Platz 24: Der Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko muss sich mit 22,3 Millionen Euro einen Platz mit Lewis Hamilton teilen.  © 
Platz 26: Die beste Frau im Ranking ist Maria Scharapova mit 22,1 Millionen Euro. © 
Platz 37: Mit ungefähr 19 Millionen Euro Manchesters Superstar Wayne Rooney. © 

Mit einem Lächeln im Gesicht zog Kaymer fast schüchtern sein Kappe vom Kopf, genoss kurz die Ovationen der Fans und umarmte dann innig seinen Vater Horst. “Dass mich mein Vater am 18. Grün in den Arm genommen hat, das war so ein Moment, den man mitnimmt für sein Leben“, sagte Kaymer, dessen Mutter Rina vor zwei Jahren an Krebs starb.

Mit insgesamt 282 Schlägen und dem geteilten 13. Platz in Dubai gingen am Sonntag zwar nicht alle Wünsche in Erfüllung, dennoch zog Kaymer ein positives Fazit: “Es ist super, dass ich das Race to Dubai gewonnen habe. Ich werde schöne Weihnachten haben“, meinte der sympathische Rheinländer. Als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer, der 1981 und 1984 an der Spitze des europäischen Geldrankings stand, avancierte Kaymer zum Top-Verdiener auf der Europa-Tour. Mit 25 Jahren ist er zugleich der jüngste Golfer seit dem Nordiren Ronan Rafferty 1989, dem dieses Kunststück gelang.

Bei den 21 Turnieren auf der Europa-Tour verdiente Kaymer insgesamt 3,289 Millionen Euro, mit der US Championship gewann er sein erstes Major-Turnier und anschließend mit der Europa-Auswahl auch noch den prestigeträchtigen Ryder-Cup. “Es war eine fantastische Saison. Meine Erwartungen sind übertroffen worden“, sagte Kaymer. Den möglichen Sprung an die Spitze der Weltrangliste hatte er bereits am Samstag mit 73 Schlägen auf der dritten Runde verspielt. Am letzten Loch unterlief ihm sogar ein Doppel-Bogey. “An der 18 habe ich einen großen Fehler gemacht. Das war heute kein guter Tag und ein sehr enttäuschendes Ende“, sagte Kaymer gewohnt selbstkritisch. Dennoch trauerte er der verpassten Chance, den Engländer Lee Westwood als Nummer 1 abzulösen, nicht nach.

“Das ist für mich irgendwie noch zu weit weg. Das ist nichts, woran ich schon wirklich glauben kann. Wenn es allerdings passieren würde, nehme ich es natürlich mit“, sagte Kaymer. Zunächst will er aber Abstand gewinnen und alles sacken lassen. Seinen geplanten Start beim Einladungsturnier von Tiger Woods in der kommenden Woche hat er abgesagt. Stattdessen will er mit seinem Bruder Urlaub machen und danach wieder fleißig trainieren.

“Ich werde versuchen, mein kurzes Spiel noch zu verbessern. Das ist meine Aufgabe für die nächsten sechs bis sieben Wochen in Arizona“, sagte Kaymer. Denn auch 2011 möchte er dem Spiel mit dem kleinen weißen Ball den Stempel aufdrücken: “Ich will auf jeden Fall versuchen, mich als Europas Bester zu behaupten und diesen Titel verteidigen.“

Von Eric Dobias

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