Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Party die ganze Nacht“ in Kiel

+
Filip Jicha freut sich über den Doublegewinn mit dem THW Kiel.

Kiel - Tosender Beifall, Feuerwerk und Tränen des Abschieds: Rekordmeister THW Kiel wurde am Samstag nach dem 32. Saisonsieg vor 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena mit der Meisterschale geehrt.

Den erfolgreichen Schlusspunkt hatte der Titelverteidiger zuvor mit einem 37:31 (20:12) gegen den Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt gesetzt. Zwar hatten die Kieler den Gewinn des 15. Meistertitels schon vor fünf Wochen perfekt gemacht, doch die Zuschauer feierten, als wäre die Entscheidung erst Minuten zuvor gefallen. Nachdem Kapitän Stefan Lövgren die Schale aus den Händen von Bundesliga-Präsident Reiner Witte übernommen hatte, gab der Schwede das Motto des Tages aus: “Wir machen das, was wir am besten können: Party die ganze Nacht.“

Erneut konnte sich der THW sich für das Double aus deutscher Meisterschaft und DHB-Pokal bejubeln lassen. Das Triple hatten die Kieler durch eine knappe Niederlage im Champions-League-Finale gegen Titelverteidiger BM Ciudad Real nur knapp verpasst. Dafür sorgte die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, der als Nachfolger von Erfolgscoach Zvonimir Serdarusic gleich in seinem ersten Jahr in Kiel zwei Titel eroberte, für einen besonderen Rekord: Mit dem Sieg gegen die Flensburger schraubte der THW die Punkte-Ausbeute in dieser Bundesliga-Saison auf 65:3 Zähler und überbot damit die Bestleistung des TBV Lemgo aus dem Jahr 2003 (62:6) deutlich.

Nicht nur in der Halle wurde gefeiert, auch in der Stadt. Auf dem Rathausplatz hatten sich mehrere Tausend Zuschauer vor einer Großbildleinwand versammelt, um das letzte Saisonspiel und die Meister-Ehrung zu verfolgen. Die Party in der Stadt wurde mit einem Autocorso der Spieler eingeleitet, die zum Empfang bei Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz chauffiert wurden.

Das bedeutungslose Spiel gegen den Erzrivalen aus Flensburg hatte in der Anfangsphase Trainingscharakter. Vor allem im Angriff sündigten beide Teams und verfehlten überraschend häufig das Tor. Die Gäste, die einen EHF-Startplatz sicher hatten, konnten den Rivalen nur in den ersten 15 Minuten beeindrucken. Mit der Einwechslung von Nikola Karabatic (11. Minute) gewannen die Kieler erheblich an Durchschlagskraft. Der Franzose, der gemeinsam mit dem Slowenen Vid Kavticnik zu Montpellier HB wechselt, stellte erneut seine herausragende Klasse zur Schau. Mit sieben Toren war er neben Filip Jicha (8) der erfolgreichste Schütze der Kieler. “Das waren meine schönsten jahre“, meinte Karabatic und verabschiedete sich unter Tränen.

Mischten sich bei der Verabschiedung von Karabatic und Kavticnik auch einige Pfiffe in den Beifall, so brandete tosender Applaus bei der Danksagung an Stefan Lövgren auf. Mit minutenlangen “Stefan, Stefan“-Rufen wurde der Kapitän, der nach zehn Jahren im Trikot der “Zebras“ in seine schwedische Heimat zurückkehrt, verabschiedet. Wegen einer leichten Verletzung kam der 38-Jährige nur sporadisch zum Einsatz, wurde dann aber mustergültig in Szene gesetzt, damit er auch in seinem letzten Bundesliga-Spiel ins Tor treffen konnte.

dpa

Kommentare