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Vettel glaubt an den Titel

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Sebastian Vettel.

Istanbul - Trotz eines Riesen-Rückstands von 28 Punkten auf den souveränen Spitzenreiter Jenson Button rechnet sich Sebastian Vettel noch reelle Chancen im Titelrennen aus.

 “Die letzten beiden Jahre wurde die WM jeweils nur um einen Punkt entschieden“, sagte der Red-Bull-Pilot im Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Ich denke, es gibt noch genug Rennen, bei denen wir viele Punkte sammeln können, und es ist ja auch nicht gesagt, dass die anderen immer ins Ziel kommen.“ Allerdings geht es für die deutsche WM -Hoffnung beim Großen Preis der Türkei beinahe schon um Alles: Scheidet Vettel beim siebten Formel-1-Saisonlauf wie zuletzt in Monaco aus und Seriensieger Button triumphiert erneut, sind seine Titelträume so gut wie geplatzt.

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“Wenn BrawnGP so weitermacht, wird es natürlich schwierig, sie einzuholen“, räumte er ein. “Ich war enttäuscht nach Monaco, aber nicht lange“, versicherte Vettel knapp zwei Wochen nach seinem Crash in die Leitplanken, dass er die Pleite abgehakt habe. Aber er und das Team müssten die dort gemachten Fehler abstellen. Red Bull hatte seinen Star im Fürstentum mit den falschen Reifen bestückt; der Heißsporn hatte bei seiner Aufholjagd auf den enteilten Button zu sehr aufs Tempo gedrückt und dadurch den Einschlag mit verursacht.

Am Sonntag (Start: 14.00 Uhr MESZ/ RTL und Premiere) ist im Istanbul Park Wiedergutmachung angesagt. “Wir haben hier gute Chancen. In der Theorie liegt der Kurs unserem Auto“, sagte Vettel. Zudem ist der 21 Jahre alte Hesse aus Heppenheim hier besonders motiviert. 2006 fuhr er auf dem 5,338 Kilometer langen Kurs bei seinem Formel-1-Debüt als Freitagsfahrer für BMW -Sauber auf Anhieb Bestzeit. Im Vorjahr überquerte er in der Türkei nach zuvor vier Ausfällen im Toro Rosso erstmals die Ziellinie, ohne allerdings Punkte zu holen. Dieses Mal soll es deutlich mehr, möglichst das Maximum werden. “Wir sind hier, um zu gewinnen“, kündigte der Kronprinz den nächsten Coup nach China an. Dank derartig eindrucksvoller Vorstellungen wie im Regenchaos von Shanghai ist Vettel längst ein heißer Kandidat bei den Top-Teams. Gerüchten zufolge soll das Supertalent schon in der kommenden Saison bei Ferrari den angeblich rennmüden Champion Kimi Räikkönen ersetzen. McLaren-Mercedes hatte bereits 2007 nach der Trennung von Doppel-Weltmeister Fernando Alonso ein Auge auf den einstigen BMW -Junioren geworfen.

Ferrari: Mythos auf vier Rädern

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Und BMW-Motorsportchef Mario Theissen dürfte sich schon mehrfach im Stillen geärgert haben, dass er seinen Zögling im August 2006 zu Toro Rosso ziehen ließ, weil die beiden weiß-blauen Cockpits durch Nick Heidfeld und Robert Kubica besetzt waren. “Ich gehe die Dinge Schritt für Schritt an und lasse mich nicht von Spekulationen beeinflussen“, weicht Vettel entsprechenden Fragen aus. “Mein Ziel ist es, im bestmöglichen Auto zu sitzen und Rennen zu gewinnen. Ich bin im Moment gut aufgehoben, dort wo ich bin.“ Bei Red Bull steht er nächstes Jahr noch unter Vertrag. Aber bekanntlich ist dies kein Hindernis für einen Wechsel.

Für Vettels Reife und Abgeklärtheit spricht, dass er als einziger Top-Pilot keinen Manager hat. Dies will er auch trotz des wachsenden Interesses an seiner Person so beibehalten: “Ich sehe im Moment nicht, dass ich daran etwas ändern müsste.“ In seinem Umfeld sind genügend Menschen, denen er voll vertraut. Dazu gehört auch sein fast doppelt so alter Kumpel Michael Schumacher. “Wir telefonieren gelegentlich, plaudern, und manchmal gibt er mir Tipps“, beschrieb er sein Verhältnis zum Rekordweltmeister.

dpa

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