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Deutsches Quartett in Halle im Viertelfinale

Thomas Haas behauptete sich gegen den französischen Weltranglisten-Neunten Jo-Wilfried Tsonga.
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Thomas Haas behauptete sich gegen den französischen Weltranglisten-Neunten Jo-Wilfried Tsonga.

Halle - Die deutschen Festspiele beim Rasen-Tennisturnier im westfälischen Halle gehen weiter.

In Abwesenheit des übermächtigen Titelverteidigers Roger Federer zog am Mittwoch ein deutsches Quartett aus Thomas Haas, Mischa Zverev, Philipp Kohlschreiber und Benjamin Becker ins Viertelfinale ein. Für einen Paukenschlag sorgte der 21-jährige Zverev, der in einem wahren Tennis-Krimi München- Sieger Tomas Berdych aus Tschechien 3:6, 6:2, 7:6 (10:8) niederrang. Zwölf Tage vor Wimbledon präsentierte sich im deutschen “Rasen-Mekka“ auch Haas in Topform: Der 31-Jährige behauptete sich gegen den französischen Weltranglisten-Neunten Jo-Wilfried Tsonga 6:3, 7:6 (7:3).

Dem stand Vorjahresfinalist Kohlschreiber in nichts nach: Der Augsburger besiegte den an Nummer sechs gesetzten Russen Dimitrij Tursunow 6:4, 7:6 (8:6). “Man spricht jetzt in der Umkleide fast nur noch deutsch“, scherzte Kohlschreiber über die “deutsche Armada“, die noch mit von der Partie ist. Ebenfalls in der Runde der besten Acht steht Benjamin Becker . Der Weltranglisten-83. bezwang bei den mit 750 000 Euro dotierten 17. Gerry Weber Open etwas überraschend Rainer Schüttler, den Wimbledon-Halbfinalisten des Vorjahrs, 6:4, 2:6, 6:4. Vier Deutsche im Viertelfinale hatte es in Halle noch nie gegeben. Und weitere drei könnten am Donnerstag noch nachziehen.

“Mischa hat ein fantastisches Match gezeigt und knüpft damit an die Leistungen der vergangenen Wochen an“, lobte Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen den Hamburger Zverev, der sich immer mehr zur großen Nachwuchshoffnung im deutschen Tennis mausert. Als Weltranglisten-45. ist er derzeit so hoch notiert wie nie und steht bereits zum vierten Mal in diesem Jahr unter den besten Acht. Zuletzt hatte der gebürtige Moskauer beim World Team Cup in Düsseldorf an der Seite von Nicolas Kiefer (Hannover) mit vier Erfolgen im Doppel aufhorchen lassen.

Schon auf dem Weg zu seinem bisher größten Karriere-Erfolg, der Viertelfinalteilnahme beim Masters-Sandplatzturnier in Rom Ende April, hatte Zverev den Weltranglisten-21. Berdych knapp geschlagen. “Schon da hatte er Matchbälle gegen mich“, sagte der Linkshänder. “Ich wusste, dass er irgendwann Angst kriegt und zittert“, schilderte der 21-Jährige, der im Tiebreak des dritten Satzes schon 6:3 in Front gelegen hatte, dann selbst zwei Matchbälle gegen den Halle-Champion von 2007 abwehrte, ehe er nach 2:32 Stunden alles klar machte.

Sein zweites Halbfinale auf der ATP -Tour nach Moskau im vergangenen Oktober will ihm nun ausgerechnet Haas streitig machen. Der in Florida lebende Hamburger knüpfte bei seinem Erfolg über Tsonga, den Australien-Open-Finalisten von 2008, an seine starken Leistungen bei den French Open an, als er erst im Achtelfinale in fünf Sätzen am späteren Turniersieger Federer gescheitert war.

Kohlschreiber trifft nun entweder auf den für Federer nachgerückten “Lucky Loser“ Lukas Lacko aus der Slowakei oder den Ravensburger Andreas Beck. Der Mettlacher Becker spielt in seinem ersten Viertelfinale des Jahres entweder gegen den Bayreuther Philipp Petzschner oder den belgischen Qualifikanten Olivier Rochus. “Nach so langer Zeit auf der Challenger-Tour genieße ich das hier jetzt. Ich bin aber noch nicht zufrieden und will noch mehr“, sagte Becker. Als weiterer Deutscher hat noch Kiefer die Chance aufs Viertelfinale.

dpa

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