Deutsche Basketballer mit Coup: Sieg über Serbien

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Der Deutsche Christopher McNaughton (Mitte) bei einem Slam Dunk. Rechts der Serbe Kosta Perovic .

Kayseri - Mit einem sensationellen Zittersieg gegen Vize-Europameister Serbien haben Deutschlands Basketballer bei der WM einen Riesenschritt in Richtung Achtelfinale gemacht.

Einen Tag nach der unglücklichen 74:78-Niederlage gegen Medaillen-Kandidat Argentinien entzauberte das junge deutsche Team am Sonntag in Kayseri die Serben nach zweimaliger Verlängerung mit 82:81 (73:73, 69:69, 37:35) und hat den angestrebten Einzug in die K.o.-Runde nun dicht vor Augen.


Vor 3000 Zuschauern in der Kadir Has Arena war Jan-Hendrik Jagla mit 22 Punkten bester Werfer für die jüngste deutsche Mannschaft, die je an einer Basketball-Weltmeisterschaft teilgenommen hat. “Das war mit Sicherheit der spektakulärste und größte Erfolg dieser jungen Mannschaft. Wie sie nach der knappen Niederlage gegen Argentinien zurückgekommen ist, das war beeindruckend“, sagte Bundestrainer Dirk Bauermann.

Neben Jagla trafen zudem Demond Greene (15), Heiko Schaffartzik (14), WM-Neuling Christopher McNaughton (12) und Steffen Hamann (10) zweistellig für die deutschen Korbjäger, die an diesem Montag (18.00 Uhr/Sport 1) auf Australien treffen. “Wir haben jede Minute an den Sieg geglaubt. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht abheben. Der eine Sieg bedeutet noch gar nichts“, warnte Schaffartzik.


Woods abgelöst & Schumi bester Deutscher: Die Geldrangliste des Sports

Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Golfprofi Tiger Woods wurde als Krösus unter den internationalen Top-Verdienern des Sports abgelöst. Stattdessen wird US-Profi-Boxer Floyd Mayweather jr. von "Forbes" an der Spitze der Großverdiener im Profisport geführt, was Preisgeld und Gehalt plus Werbeeinnahmen angeht. © Getty
Der neue Spitzenreiter in der Geldrangliste heißt Floyd Mayweather jr. Der US-Boxer verdiente durch seine Kämpfe und mit Werbung umgerechnet ungefähr 67 Millionen Euro. © dpa
Platz 2: Der philippinsche Boxer Manny Pacuiao mit 49 Millionen Euro. © dpa
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 3: Woods kassierte 46,9 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 4: LeBron James (Basketball) mit 41,9 Millionen Euro.  © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 5: Roger Federer (Tennis) mit 41,6 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 6: Kobe Bryant (Basketball) mit 41,3 Millionen Euro.  © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 7: Phil Mickelson (Golf) mit 37,8 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 8: David Beckham (Fußball) mit 36,4 Milllionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 9: Cristiano Ronaldo (Fußball) mit 33,6 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 10: Peyton Manning (American Football) mit 33,5 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 11: Lionel Messi (Fußball) mit 31 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 16: Rafael Nadal (Tennis) mit 26,4 Millionen Euro. © Getty
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 18: Alex Rodriguez (Baseball) mit 26,3 Millionen Euro. © Getty
Platz 19: Fernando Alonso (Formel 1) mit 25,5 Millionen Euro. © dpa
Platz 20: Michael Schumacher (Formel 1) mit 23,7 Millionen Euro . © dpa
Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Platz 20: Valentino Rossi (Motorrad) mit 23,7 Millionen Euro © Getty
Platz 24: Lewis Hamilton (Formel 1) mit 22,1 Millionen Euro. © Getty
Platz 24: Der Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko muss sich mit 22,3 Millionen Euro einen Platz mit Lewis Hamilton teilen.  © 
Platz 26: Die beste Frau im Ranking ist Maria Scharapova mit 22,1 Millionen Euro. © 
Platz 37: Mit ungefähr 19 Millionen Euro Manchesters Superstar Wayne Rooney. © 

In einer hochdramatischen Partie waren es die beiden Routiniers Greene und Jagla, die in der zweiten Verlängerung das Zepter in die Hand nahmen und das Team zum Sieg führten.

Auch ohne Superstar Dirk Nowitzki zeigte die DBB-Auswahl wie schon am Vortag gegen Argentinien keinerlei Respekt vor dem großen Namen des Gegners. Angeführt von Jagla spielte die unerfahrene deutsche Mannschaft erstaunlich routiniert und lag zur Pause völlig unerwartet mit 37:35 in Front.

Bauermann rotierte viel gegen den fünfmaligen Weltmeister, der auf die wegen ihrer Beteiligung an einer Massenschlägerei im Test gegen Griechenland gesperrten Superstars Nenad Krstic und Milos Teodosic verzichten musste. So bekamen Philipp Schwethelm und McNaughton ungewöhnlich viel Spielzeit, die besonders Center McNaughton nutzte.

Im Gegensatz zum Argentinien-Spiel, als ein katastrophales drittes Viertel die Niederlage einleitete, konnten die deutschen Riesen ihr Niveau gegen Serbien auch nach der Pause halten. Selbst eine Augenverletzung von Kapitän Hamann brachte die DBB-Equipe nicht aus dem Rhythmus.

19 Sekunden vor dem Ende rettete Aleksandar Rasic die Serben zwar in die Verlängerung, aber dort behielten die Bauermann-Schützlinge die Nerven und holten den wichtigen Sieg, der die Tür zum Achtelfinale weit aufstößt.

Gegen die Argentinier hatte die deutsche Mannschaft am Samstag zum Auftakt noch Lehrgeld bezahlen müssen. Bis auf eine Schwächphase im dritten Abschnitt bot die unerfahrene Mannschaft den mit drei NBA-Profis angetretenen Südamerikanern mit Unbekümmertheit und Leidenschaft Paroli und hatte den Ex-Weltmeister am Ende sogar am Rande einer Niederlage. Beim Stand von 74:75 und noch zehn Sekunden Spielzeit leistete sich Routinier Greene aber einen unnötigen Ballverlust, der die deutschen Siegträume platzen ließ.

Von Lars Reinefeld

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