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Viele Klubs lehnen ab

DFL will Sicherheitskonzept retten

Frankfurt/Main - Die DFL plant für die kommenden Wochen umfassende Maßnahmen, um ihr in die Kritik geratenes Sicherheitskonzept vor dem Scheitern zu bewahren.

Das Sicherheitskonzept retten, die Reihen wieder schließen, die Politik und die Fans beruhigen: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will ihren heftig kritisierten Maßnahmenkatalog gegen die Gewalt rund um den Fußball unter allen Umständen vor dem Scheitern bewahren. Zu diesem Zweck wird sich die DFL-Sicherheitskommission mit den Fan- und Sicherheitsberatern der Klubs sowie Fanvertretern treffen. Zudem wird es vor der entscheidenden Liga-Vollversammlung am 12. Dezember eine Informationsveranstaltung für die 36 Profi-Vereine geben. Dort soll ein Zwischenbericht zu möglichen Überarbeitungen des Konzepts vorgelegt werden.

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
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"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Die DFL will damit verhindern, dass das umstrittene Sicherheitskonzept bei der Vollversammlung abgelehnt wird. In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Klubs erklärt, dass sie mit diversen Punkten nicht einverstanden sind und das Konzept in seiner jetzigen Form ablehnen. Unter den Vereinen waren unter anderem der VfL Wolfsburg, der FSV Mainz 05, der FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf. Sollte das Konzept im Dezember abgelehnt werden, könnte das Heft des Handelns bei der Gewalt-Problematik von der Politik übernommen werden. Das möchte der Verband vermeiden.

„Der Ligaverband ist weiterhin der Auffassung, dass er im Rahmen der Verbandsautonomie in Eigenverantwortung zu Lösungsansätzen kommen sollte, die der Besonderheit der Liga und damit auch ihrer Rolle als Veranstalter entsprechen“, äußerte Ligaverbands-Vizepräsident Peter Peters, der die Sicherheitskommission der Liga leitet. Im Konzept der Kommission geht es unter anderem um die Ausweitung von Stadionverboten, die mögliche Einbehaltung von TV-Geldern als Strafe für die Klubs sowie sogenannte „Vollkontrollen“ bei den Zuschauern.

All diese Maßnahmen werden allerdings von der „Arbeitsgemeinschaft Fananwälte“ infrage gestellt. Für die Juristen steht das Konzept „mit der bestehenden Rechtslage nicht im Einklang“. Die Anwälte der Fans nennen zahlreiche Kritikpunkte. So sehe die deutsche Rechtsordnung keine Kollektivschuld vor, demzufolge seien auch Kollektivstrafen nicht zulässig. Auch die momentane Praxis bei der Verhängung von Stadionverboten sei nicht rechtsstaatlich.

Zudem würden bereits derzeit Daten aus laufenden Ermittlungsverfahren von der Polizei an die Vereine ohne Rechtsgrundlage weitergegeben. Auch die „Vollkontrollen“ sind laut der Juristen unzulässig, da private Sicherheitskräfte keine Befugnis hätten, Personen zu durchsuchen - außer, die betroffene Person würde einwilligen.

Der Bild-Zeitung sagte Peters derweil, er sei davon überzeugt, dass „wir spätestens Ende November zu einer Beschluss-Fassung kommen“, um bei der Vollversammlung ein „tragfähiges Konzept“ beschließen zu können. Peters versuchte zudem, die Wogen zu glätten. „Von Beginn an war vorgesehen, die Rückmeldungen der Klubs bei der Konkretisierung der Maßnahmen mit einzubeziehen“, sagte der 50-Jährige: „Grundsätzlich stellen wir fest, dass alle Klubs die Notwendigkeit sehen, sich mit dem Thema sicheres Stadion zu beschäftigen. Jetzt geht es darum, die Hinweise der Klubs umzusetzen.“

Wie umstritten sein Konzept ist, machen allerdings die Äußerungen seines Vizepräsidenten-Kollegen Harald Strutz deutlich. „Natürlich kann es nicht sein, dass Personen willkürlich kontrolliert werden, vielleicht noch von Personen, die keine Schulung haben“, sagte der Mainzer Klubchef: „Das schürt auch Hass. Es geht darum, Spaß zu haben, mit Kindern zum Spiel zu gehen und sich nicht einer Gefahr ausgesetzt zu sehen.“

Auch in anderer Hinsicht warf Strutz der DFL Knüppel zwischen die Beine. Während der Verband versucht, das Problem ohne die Einmischung der Politik zu lösen, forderte der FSV-Präsident die Politiker mit einer verbalen Attacke geradezu heraus. „Die Politik versucht, die eigenen Versäumnisse auf den Fußball abzudrücken“, sagte das FDP-Mitglied: „Aufgabe des Staates ist es, bei allen Veranstaltungen für Recht und Ordnung zu sorgen und Menschen zu schützen.“

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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