2. Liga kompakt

Spannendes Aufstiegsrennen: Kiel wahrt Chancen

Kingsley Schindler leitete mit seinem Tor zum 1:0 Kiels Sieg ein. Foto: Daniel Bockwoldt
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Kingsley Schindler leitete mit seinem Tor zum 1:0 Kiels Sieg ein. Foto: Daniel Bockwoldt
Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern den 2:0-Sieg über den Hamburger SV. Foto: Friso Gentsch
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Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern den 2:0-Sieg über den Hamburger SV. Foto: Friso Gentsch
Heidenheims Nikola Dovedan (r) und Sebastian Griesbeck beglückwünschen sich neben Moussa Kone von Dynamo Dresden zum Sieg. Foto: Stefan Puchner
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Heidenheims Nikola Dovedan (r) und Sebastian Griesbeck beglückwünschen sich neben Moussa Kone von Dynamo Dresden zum Sieg. Foto: Stefan Puchner
Paderborns Torschütze Babacar Gueye (r) bejubelt mit Sebastian Vasiliadis den vierten von insgesamt sechs Treffern gegen Fürth. Foto: Guido Kirchner
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Paderborns Torschütze Babacar Gueye (r) bejubelt mit Sebastian Vasiliadis den vierten von insgesamt sechs Treffern gegen Fürth. Foto: Guido Kirchner
Die Spieler des HSV lassen nach der 0:2-Niederlage in Bielefeld die Köpfe hängen. Foto: Friso Gentsch
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Die Spieler des HSV lassen nach der 0:2-Niederlage in Bielefeld die Köpfe hängen. Foto: Friso Gentsch

Am vergangenen Spieltag patzte der 1. FC Köln, an diesem Wochenende der HSV. Deshalb bleiben die Verfolger des Favoriten-Duos auf Schlagdistanz. Gleich vier Teams liegen nur zwei Punkte von Rang zwei entfernt.

Köln (dpa) - Schwächelnde Spitzenteams, aufstrebende Verfolger - im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga haben die Topfavoriten aus Hamburg und Köln überraschend große Konkurrenz bekommen.

Nicht nur Union Berlin und der FC St. Pauli, sondern auch Holstein Kiel und der 1. FC Heidenheim bleiben den beiden Bundesliga-Absteigern auf den Fersen. "Im Fußball gibt es diese Tage, an denen alles schiefläuft. Es ist jetzt wichtig, dass wir Schlüsse daraus ziehen und es am Dienstag gegen Nürnberg besser machen", sagte HSV-Torhüter Julian Pollersbeck nach dem 0:2 in Bielefeld und hoffte auf einen Erfolg im Pokal-Achtelfinale vor heimischer Kulisse.

Zwei Tage nach dem 0:2 der Kölner bei Union Berlin patzte auch der Hamburger SV. In Bielefeld kassierte der Tabellenführer die zweite Niederlage seit dem Amtsantritt von Trainer Wolf am 23. Oktober. Wieder einmal wurde deutlich, wie abhängig die Norddeutschen von Torjäger Pierre-Michel Lasogga sind, der wegen Wadenproblemen passen musste. Ein Drittel aller 27 Saisontore hat der 27-Jährige erzielt, zuletzt sorgte er am Mittwoch mit einem Doppelpack für das 2:1 gegen Sandhausen. "Es war ein gebrauchter Tag", klagte Fußball-Lehrer Wolf.

Die Chance, den Rückstand zum HSV auf einen Punkt zu verkürzen, blieb den Kölnern verwehrt. Das für Sonntag angesetzte Duell mit Aue wurde abgesagt. Aufgrund starker Schneefälle war der Rasen im Erzgebirgsstadion nicht bespielbar. "Es ist unglücklich, wenn du fünf Tage unterwegs bist, versuchst optimale Abläufe zu gestalten, schaust, dass du gut regenerierst und dann wird am Spieltag abgesagt", sagte Trainer Markus Anfang bei allem Verständnis für die Absage wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff.

Nicht auszuschließen, dass die Kölner schon am Montag den zweiten Tabellenplatz vorerst verlieren. Denn der Sieger der Montagspartie zwischen den nur zwei Punkte entfernten Teams St. Pauli und Union Berlin würde vorbeiziehen.

Auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen bleibt Holstein Kiel. Dank der Treffer von Kingsley Schindler (12. Minute) und Stefan Thesker (82.) feierte das Team von Trainer Tim Walter einen 2:0 (1:0)-Erfolg über Jahn Regenburg. Damit setzten die "Störche" ihren Aufwärtstrend mit nur einer Niederlage in den vergangenen elf Spielen fort.

Zur Verblüffung vieler Experten mischt auch Heidenheim im Kreis der Spitzenteams mit. Beim 1:0 (1:0) über Dynamo Dresden blieb die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt zum sechsten Mal in Serie ohne Niederlage.

Im Tabellenkeller gelang dem bisherigen Vorletzten SV Sandhausen der Sprung aus der direkten Abstiegszone. Der Kopfballtreffer von Tim Knipping (54.), der sehenswerte Heber von Andrew Wooten (75.) und der Schlusspunkt von Fabian Schleusener (90.) bescherte ein 3:0 (0:0) über den VfL Bochum. Die Freude über den ersten Sieg seit 107 Tagen war vor allem beim nach langer Verletzungspause genesenen Knipping groß: "Das ist Abstiegskampf. Es geht nicht um Schönspielerei, sondern nur um die drei Punkte."

Bereits am Freitag war dem MSV Duisburg ein 3:2 über Darmstadt gelungen. Neues Schlusslicht ist der FC Ingolstadt, der beim 0:1 gegen Magdeburg bereits die sechste Heimniederlage hinnehmen musste.

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