Heim-Dreier gegen Leverkusen

Schalke siegt bei Boateng-Debüt

Kevin-Prince Boateng
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Kevin-Prince Boateng (l.) zeigte eine starke Leistung bei seinem Debüt für Schalke 04.

Gelsenkirchen - Kevin-Prince Boateng macht`s möglich. Der Transfercoup hat den FC Schalke 04 beim 2:0 (1:0) gegen Bayer Leverkusen zum ersten Saisonsieg in der Bundesliga beflügelt.

Im Westschlager gelangen Marco Höger (30. Minute) und Jefferson Farfan (83./Foulelfmeter vor 61 973 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena die Tore - der gefeierte Mann war nach seinem guten Debüt im Schalke Dress jedoch Boateng. Für die Gastgeber war es erst der dritte Heimsieg in den vergangenen 15 Jahren gegen die zuvor ungeschlagenen Leverkusener.

Nur einen Tag nach Bekanntgabe des Sensationswechsels stand Boateng, der am 12. Mai 2009 zuletzt für Borussia Dortmund in der Bundesliga spielte, schon in der Startelf. Die Schalke-Fans begrüßten den rund zwölf Millionen Euro teuren Hoffnungsträger mit viel Applaus. Dem 74-maligen ghanaischen Nationalspieler fehlte zwar noch über weite Strecken die Bindung zu seinen Mitspielern. Er ließ aber sein Können schon aufblitzen, als er Julian Draxler (35./46.) mit klugen Pässen in Szene setzte.

Mit Boateng wirkte Schalke nach der sportlichen Achterbahnfahrt der letzten Wochen plötzlich aggressiver und mutiger - und in der Abwehr stabiler. Auch dank des für Jermaine Jones als Sechser spielenden Roman Neustädter und dem beim Hamburger SV in Ungnade gefallenen und von den Hanseaten ausgeliehenen Dennis Aogo als solide agierenden linken Verteidiger. Adam Szalai, mit zwei Toren Wegbereiter beim Champions-League-Einzug bei PAOK Saloniki (3:2), spielte trotz Handverletzung mit einer dicken Bandage an der Hand.

Wer ist Meisterschaftsfavorit: Das sagen die 18 Klubs

Wer ist Meisterschaftsfavorit: Das sagen die 18 Klubs

Pep Guardiola, Trainer FC Bayern München: „Ich hoffe, der FC Bayern. Aber bis dahin müssen wir viel arbeiten ...“ © dpa-mm
Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund: „Bayern München. Stark schätze ich Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach ein.“ © dpa
Sami Hyypiä, Trainer Bayer Leverkusen: „Bayern München.“ © dpa
Jens Keller, Trainer FC Schalke 04: „Eine Vorherrschaft von Dortmund sehe ich nicht unbedingt, aber die Bayern sind natürlich wieder der Favorit auf den Titel. Allerdings starten alle Vereine bei Null in die neue Saison, so dass alle Prognosen reine Spekulation sind.“ © dpa
Christian Streich, Trainer SC Freiburg: „Favorit sind klar die Bayern, ansonsten käme noch Dortmund infrage.“ © dpa
Bruno Hübner, Sportdirektor Eintracht Frankfurt: „Bayern München“ © picture-alliance-dpa-tz
Thorsten Fink, Trainer Hamburger SV: „FC Bayern“ © dpa
Lucien Favre, Trainer Borussia Mönchengladbach: „Meister wird der FC Bayern.“ © dpa
Mirko Slomka, Trainer Hannover 96: „Die besten Chancen hat meiner Einschätzung nach der FC Bayern München.“ © dpa
Michael Wiesinger, Trainer 1. FC Nürnberg: „FC Bayern München, aber es wird ein Zweikampf mit Dortmund oder einem anderen Überraschungsteam.“ © dpa
Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg: „Mein Favorit ist erneut Bayern München. Diesmal wird der Vorsprung aber nicht so groß ausfallen. Im Moment sehe ich kein Team, dass Bayern und Dortmund gefährlich werden könnte. Das wird erst der Saisonverlauf zeigen.“ © dpa
Bruno Labbadia, Trainer VfB Stuttgart: „Ich denke auch in diesem Jahr wird am FC Bayern nichts vorbeiführen.“ © dpa
Thomas Tuchel, Trainer FSV Mainz 05: „Die Bayern werden es wieder machen. Ob erneut mit einem so großen Vorsprung, weiß ich nicht. Neben Dortmund rechne ich mit Schalke als härtestem Konkurrenten. Schalke hat sich gut verstärkt.“ © dpa
Robin Dutt, Trainer SV Werder Bremen: „FC Bayern München.“ © dpa
Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg: „Bayern München.“ © dpa
Alexander Rosen, Leiter Profifußball TSG 1899 Hoffenheim: „Ich tippe wie in den vergangenen drei Spielzeiten auf einen Zweikampf zwischen den Bayern und Dortmund. Es wird spannender als zuletzt, aber mit dem besseren Ende für die Münchner.“
Jos Luhukay, Trainer Hertha BSC: „Bayern München.“ © dpa
Torsten Lieberknecht, Trainer Eintracht Braunschweig: „Bayern oder Dortmund.“ © dpa

Allerdings ließen die Leverkusener, bei denen nur der Italiener Giulio Donati für Roberto Hilbert rechts in die Viererkette gerückt war, nur wenige Chancen der Schalker zu. Die einzige große Möglichkeit nutzten die Gastgeber mit etwas Glück. Höger verlängerte nach einer halben Stunde einen gefährlich hereingedrehten Freistoß von Jefferson Farfan mit der rechten Schulter.

Bayer 04 versuchte zwar immer wieder Druck in der Offensive zu machen, doch die zuletzt in der Defensive nicht so sattelfesten Schalker - neun Tore in drei Spielen - riegelten den Strafraum gut ab. Gefahr drohte in der ersten Halbzeit nur bei Schüssen von Sebastian Boenisch (23.) und Heung-Min Son (32.) sowie nach einer Boenisch-Hereingabe, die Joel Matip gerade noch vor Bayer-Torjäger Stefan Kießling abfangen konnte.

Viel mehr ließen die für den großen Einsatz von ihren Fans schon nach einer Stunde lautstark mit „Olé, Olé“-Gesängen gefeierten Schalke-Profis nicht zu. Um ein Haar hätte Boateng (65.) sein Bundesliga-Comeback sogar noch mit einem Tor gekrönt, doch seinen Kopfball nach Farfan-Flanke parierte Bayer-Keeper Bernd Leno glänzend. Dafür setzte Farfan mit einem an ihm verursachten Foulelfmeter den verdienten Schlusspunkt zum 2:0.

dpa

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